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2012 Januar


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Bild: © Bruni Kantz


Sonnig scheint der
Januar, kalt und klar,
wie wunderbar.

Schnee und Eis
muss er nicht bringen,

kleine Glocken sollten
singen und Freude
in die Tage bringen.

2012 Januar - alle Gedichte im Überblick

Winterrose

Im ach so kalten Wintergarten,
an dunkelschöner Mauer,
entdeckt ich eine Rose


Schneeweiß und blass die

Rabenrast

Fieses Geriesel
vom bleischweren Himmel

schnell geht die Fahrt

rechts von mir,
blattlos und einsam,

kein grauer Traum,

Ungehörte Schreie

Was liegt alles im Schweigen,
was liegt alles im Nichts

unvorstellbar
ist die Fülle des Schweigens
und…

Leck im Rumpf

kurz und dumpf
ein Schlag in den Rumpf

qualvolles Stöhnen,

noch kaum zu hören,
schreiende Maschinen

Purzelbaum

Nur ein Gedanke
kaum noch gedacht
gerne geschehen
um die Ecke gesehen
erkannt, was da hüpft


Fast ein Abschied

Er sieht vorbei an ihr,
doch sie steht
mitten in der Tür

er möchte gehen,
sie…

Tag und Traum

wenn im Dämmern der Tag
verklingt und sein nächtiches
Lied nun singt

wenn Dunkel Herzen
erreicht, Helles…

Blüte und Stiel

Rosenstiel,
rank und schlank,
von edelstem Geblüte

Rosenblüte,
sittsam errötet
neigt sich Anmut zum
kräftigen…

Stille über dem See

auf dem See ein Boot
im lila leuchtenden
Abendrot

der See liegt still
als ob Zeit…

Erdgöttin

Frau aller Frauen

Ursprung und Mutterschoß
Erdgöttin und Weltenfrau

uralter Traum

ferne Gedanken,
aus feinsten Fäden
gewoben,…

Geist als Waffe

Geist

wird zur Waffe
messerscharf
schneidet tief

blutende Wunden
die nie mehr
gesunden



Freude und Leid

wenn Worte wie Füllen
über Weiden springen
wenn Glocken läuten
und ihre Klänge in

Gartenlust

such nach Gärten
alter Art, wo
Rosen blühen
gut versteckt

zwischen Ranken
und Gedanken ruht




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