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Der Rosengarten

Ein Märchengarten
Sonnenschein
keine Rose steht allein


Frösche quaken
Bienen summen
und die dicken
Hummeln brummen


Grün der Samt auf
den ich trete wohlig
weich   -  ein
H i m m e l r e i c h


Zwischen Stauden
ranken Rosen und ihr
Duft erfüllt die Luft


Schneewittchen
blüht -  ist aufgewacht
fühlt sich wohl in dieser
Pracht


Wilde Rosen alte
Sorten wachsen hier
an allen Orten


Stark gefüllt -  ein
Seidenrosa
Das blaue Rot
heisst Violett


Hinter einer Garten-
tür versteckt sich
bunt ein Blütentraum


Zum Kompost wirf
deinen Frust
denn dieser Garten
weckt die Lust

 

 

Freitag, der 5. Juni 2020

Worte, die ich sehr ähnlich vor zehn
Jahren schon schrieb, auch am
fünften Juni.
Heute ist alles anders, obwohl der
wunderschöne Garten immer noch
besteht. Meine Freundin starb,
die Seele des Gartens, und ein
einsamer Mann arbeitet darin. Der
Garten gibt ihm die nötige Kraft


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© Text und Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 5.7.20

Ka. sp klingt es, liebe PRISKA,
als ich schrieb, damals vor 10 Jahren, da lebte die Freundin noch und gemeinsam mit ihrem Mann pflegten sie diesen Garten. Er war ihnen zum Lebensinhalt geworden.
Heute ist es dort ein wenig trauriger, aber die Schönheit ist immer noch zu sehen…und zu fühlen.
Lieber Gruß an Dich von mir

von Priska Pittet am 5.7.20 - http://www.alltagschrott.ch

Liebe Bruni, die Üppigkeit und die Schönheit dieses Ortes sprudeln aus deinen Zeilen und lassen die Rosen und das Positive erblühen. traumhaft schön! Herzliche Grüße. Priska

von bruni am 7.6.20

Ich war am Blättern in wortbehagen und fand ihn wieder, liebe DIANA…
Ich mußte es einfach wieder reinsetzen mit winzigen Veränderungen. Es war mir wichtig.
Liebe Grüße in die Nacht von Bruni an Dich

von diana am 7.6.20

so ein schöner üppiger garten, der ganz sicher trost spenden kann. feine worte, ja, so nah nebeneinander liegt leid und freud… die rosen bleiben und die worte! herzlichst, diana

von bruni am 7.6.20

Ja, lieber FINBAR,
die Rosen blühen nach wie vor und es sind mehr als einhundertzwanzig alte englische Sorten. Die brauchen Fürsorge, wie wir Menschen auch, sonst verkümmern sie. Abet das weiß Du ja selbst als Rosenfreund.
Lächelnde liebe Grüße an Dich

von bruni am 7.6.20

Tja, liebe BARBARA,
das weiß ich auch nicht so recht. Es ist wie es ist. Wir können es nicht ändern und müssen uns fügen. Aber wir sollten versuchen, das Bestmögliche daraus zu machen, so wie der Freund, der die Frau verlor, die immer an seiner Seite war und die drei erwachsenen Kinder ihre Mutter.
ER pflegt den Garten so gut er kann, aber sie wird immer fehlen, und nicht nur dort.
Nicht aufgeben, heißt wohl die Devise, aber es ist oft fast zu schwer, um es durchzustehen und dabei nicht selbst auf der Strecke zu bleiben.
Der Garten ist tasächlich, heute auch noch, ein Paradies.
Ganz herzlich, Bruni

von Finbar am 6.6.20

... und die Rosen bleiben, über 10 Jahre hinweg, so wie auch Rosenworte. Fein.
Herzliche Abendgrüße vom Finbar

von Barbara am 6.6.20

Ich bin mir nie so sicher, ob es mich beruhigen oder traurig machen soll, dass manche Dinge einfach weitergehen oder -blühen, selbst wenn einem die größten persönlichen Katastrophen widerfahren sind.
Der Garten klingt wie ein kleines Paradies.
Herzliche Grüße, Barbara

von bruni am 5.6.20

So dicht beieinander. Da sagst Du was, liebe ANNA-LENA.
als ich von diesem Garten vor zehn Jahren schrieb und so oft dort war, deutete nie etwas auf eine Krankheit hin und dann ging es so schnell. Wie es bei manchen Krebserkrankungen so ist…
Liebste Grüße an Dich von Bruni

von bruni am 5.6.20

Ach ja, was alles Kraft geben kann, GERHARD.
Es kann so vieles sein. Bei jedem sieht es anders aus. Wie gut, wenn man einen Beruf oder ein Hobby hat, das ausfüllt. Etwas Ausfüllendes brauchen wir alle. Nur so können wir Tage und Nächte, die anstrengen, einigermaßen gut ertragen und überstehen…
Lieber Gruß von Bruni

Freud und Leid, wieder mal so dicht beieinander, wie auch das Wachsen, Blühen und Vergehen. Ein Kreislauf, dem sich keiner entziehen kann.

Ganz herzlich zur Nacht, liebe Bruni,
Anna-Lena

von Gerhard am 5.6.20

Was alles Kraft geben kann, liebe Bruni!
Für mich ist es auch die Natur, das war nicht immer so. Aber jetzt, durch meine Fotografieren, empfinde ich die Natur beseelt.
Es ist manchmal sogar so, daß ich mit einem Glück-und Lustgefühl belohnt werde, so wie als junger Mensch nach einem gehaltvollen Jogginglauf.
Der Körper antwortet mit der Ausschüttung von Hormonen…nun gut, ich habe es mir auch verdient!

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!


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