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Als dem Tage

das Licht genommen der Abend
in die Jahre gekommen hatte
unmerklich die Nacht begonnen


Leuchtend war die Sonne versunken
und das Dämmern verschwand
hinter nächtlicher Wand

 

Pechschwarz und leise auf
weichen Sohlen kam verstohlen
die   Nacht

 

Blickte in die Fenster hinein
sah hier noch den hellen Schein
und wollte durch schmale Ritzen
auch noch in die Stuben flitzen

 

Da schloss man sie aus und
jagte das Dunkel mit Dochten
und Lampen hinaus

 

Nur unter Betten in Ecken
konnte sie schattige Fetzen
verstecken

 

 

Freitag,  der 31. Jan. 2020


Heute vor zehn Jahren schrieb ich
diese Worte und ich glaube, meine
Art des Schreibens hat sich in all
den Jahren ein wenig verändert

Da Leben Bewegung ist, scheint mir
das aber ziemlich normal zu sein

 


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© Text und Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 11.2.20

Ich fand sie wert, wieder gezeigt zu werden, liebe PRISKA
Du hast gut gelesen *schmunzel*, sie ist ja auch gar nicht so bedrohlich, die Nacht, wenn man müde vom Tag in sein Bettchen kriecht und es schön kuschelig warm hat grin
Dunkel und Hell sollten sich die Waage halten, dann ist alles gut.
Liebste Grüße an Dich von Bruni

von Priska Pittet am 11.2.20 - http://www.alltagschrott.ch

Liebe Bruni, schön, dass du diese Zeilen nochmals zeigst. Der Rhythmus und die Reime machen das Dunkle weniger bedrohlich und fast überschaubar. Liebe Grüße, Priska

von bruni am 5.2.20

So ist es, liebe ULLI,
meine Klassenlehrerin schrieb mir in jungen Jahren nur einen einzigen Satz in mein grünes Poesiealbum:
Leben ist Bewegung
Sie hatte dazu eine Karte eingeklebt, auf der ein Kreisel zu sehen war, der von einer *Peitsche*, einer Schnur, angetrieben wurde. Eben habe ich gesehen, es gibt sogar ein berühmtes Gemälde, ein Kinderspielebild von Pieter Bruegel, in dem er eine solche Szene gemalt hat.
Ganz herzliche Morgengrüße von Bruni

Ja,liebe Bruni, das Leben ist ein Fluss und somit ändert sich ständig alles und bleibt doch was es ist ...
Herzlichst, Ulli

von bruni am 3.2.20

*lach*, aber ich hatte schon ein wenig verbessert, *korrigiert*, die Zeilen etwas geändert, liebe ANNA-LENA.
Trotzem glaube ich auch, es ist/war mir ähnlich grin
Liebe Gutenachtgrüße auch an Dich von mir

Heute wie vor 10 Jahren der unverkennbare Bruni-Stil. Schön, dass du es uns präsentierst.
Eine gute Nacht für dich und liebe Grüße!

von bruni am 2.2.20

Ach, wie schön, daß Du das sagst, lieber FINBAR.
Ich sehe oft mal nach, ob und was ich zum gleichen Datum in einem der Vorjahre in wortbehagen geschrieben habe *g* und manchmal, wenn ich eines finde, darf es mitunter wieder ans Licht *lächel*
Liebe Grüße auch an Dich von mir am Sonntagnachmittag

von Finbar am 2.2.20

Fantastisches Dacapo!!
Herzliche Sonntagsgrüße
vom Finbar

von bruni am 1.2.20

Das freut mich jetzt aber, lieber HELMUT.
Kommentiert hast Du aber damals leider nicht. Ich kann die genau gleichen Titel nicht zweimal verwenden, das läßt mein System nicht zu, deshalb habe ich diesmal die ersten Worte des Textes als Titel verwendet. 2010 hieß es *Nacht*
Liebe Grüße von Bruni

von bruni am 1.2.20

Liebe BARBARA,
jeder freut sich, wenn er etwas Gelungenes, was aus ihm selbst entstanden ist, wiederfindet *schmunzel*
Aber wirklich nicht alles empfinde ich als gelungen, es gibt vieles, das ausgebessert werden muß nach meinem heutigen Verständnis, und wenn ich mal eines davon in die Gegenwart transportiere, dann tue ich das auch, möglichst dezent, damit ich später noch weiß, wie es vorher mal war…

von Helmut am 1.2.20 - http://www.maier-lyrik.de

Sehr schön! Damals wie heute! (die Zeilensprünge: daran kann ich mich auch noch entsinnen!)

Liebe Grüße
Helmut

von bruni am 1.2.20

*g*, vermutlich, weil ich schon ein bissel verändert habe. Aber ja, DU erkennst mich, das glaube ich gerne,  liebe DIANA.
Wenn man viele Jahre mitliest, erkennt man die Schreibart des oder der Anderen.
Ganz herzliche Grüße in Dein hoffentlich gemütliches und entspanntes Wochenende von Bruni

von diana am 31.1.20

sehr schöne zeilen, liebe bruni smile
und ja, unser schreiben verändert sich mit uns. und doch erkenne ich dich sehr gut in diesen zeilen!
ganz herzlich, diana

von Barbara am 31.1.20

Das muss sich doch richtig gut anfühlen, denke ich mir. Ich freue mich für Dich!

von bruni am 31.1.20

Es ist immer noch meins, liebe BARBARA!
Ich würde es immer erkennen grin

von Barbara am 31.1.20

Stehst Du diesen Zeilen denn jetzt anders gegenüber als damals? Das fände ich spannend zu wissen.

von bruni am 31.1.20

Ehrlich gesagt, liebe BARBARA,
hatte ich einige Stellen schon etwas verändert grin , im großen und ganzen ist es aber so wie damals. Ich schrieb in den ersten Jahren wie eine Wilde, konnte kaum ein Ende finden, aber nun ist es anders *g*. Die Dinge, die man erlebte, ja, sie schlagen sich nieder und vieles konnte ich aus mir herausschreiben, mein Inneres immer mal wieder erleichtern und das wsr gut so. Wortbehagen war mein Ventil und ich war froh, daß ich es hatte, in einer verborgenen Nische des Netzes, das viele nicht entdecken *g*.
Liebe Grüße in Dein Wochenende von mir

von Barbara am 31.1.20

Man kann schon feststellen, dass Du vor 10 Jahren schon sehr gut geschrieben hast, liebe Bruni.
Ich denke, dass man sich auch als Mensch mit den Jahren verändert. Man erlebt viele Dinge, auch eventuell Schicksalsschläge, all das äußert sich sicher in der Form des Schreibens.
Herzliche guten Morgen Grüße und ein wunderschönes Wochenende wünschend, Barbara

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