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Gedanken

Sind die Gedanken zu
flüchtig   -  zu schlicht
zu flach nicht weit genug
greifend nicht Tiefe
spürend nur Oberfläche
streifend


Dann verbirgt sich der
Sinn eines Ausspruchs
die Poesie einer Zeile
die Bedeutung eines
Wortes die Ironie eines
Textes oder das Absurde
Widersinnige eines
Ausrufes das Bizarre
einer Situation in den
engen Falten den fein-
gestrickten Maschen


unserer Aufnahmefähigkeit
und es entgeht uns zu viel

 


Dienstag, der 4. Juni 2019

( Mir geht es immer wieder so
und ich bemerke es bei
späterem nochmaligem Lesen
erst )

 


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© Text und Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 7.6.19

*lach*, ja, manchmal machen sie auch plötzlich verschwindibus, lieber FINBAR.
Das Wort hab ich schon so lange nicht mehr gehört und wie liebenswert ist es doch.
Sehr sehr anders als Deine fliegenden Gedanken. Zu Deinen Höhenflügen wären sie garnicht in der Lage gewesen, diese flüchtigen hier bei mir grin
Liebe Grüße von Bruni an Dich

von Finbar am 7.6.19

So so, bei dir fliegen also auch die Gedanken *lächel*
oder machen verschwindibus 😁
Feines Poem!

von bruni am 7.6.19

Das hast Du aber schön gesagt, lieber HELMUT
Lächelnde liebe Grüße von Bruni

von Helmut am 7.6.19 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Es gibt verschiedene Zeiten, liebe Bruni! Manchmal genügt eines Deiner Gedichte!

Gruß
Helmut

von bruni am 6.6.19

Weil er vermutlich nicht richtig zuhörte, GERHARD,
zu flüchtig beim Hinhören war…
Passiert ständig und ist schrecklich.

von Gerhard am 6.6.19

Was jemand wirklich meint oder woher seine aussage im moment kommt, ist oft genug mysterium.

von bruni am 6.6.19

Das freut mich aber jetzt, lieber KARL!
Liebe Grüße von Bruni

von bruni am 6.6.19

Aber Du machst diesen zweiten Durchgang, liebe GERDA!
Das ist das Wichtigste. Alles auf einmal zu erfassen geht ja eigentlich nicht, wenn ich an mittelgroße Ausstellungen denke. Da muß man an dem einen oder anderen Werk schon zweimal hinsehen, um die Besonderheiten, die sich nicht gleich öffnen, zu erkennen.
Herzlichst, Bruni

von bruni am 6.6.19

*lächel*, das klingt ja schon bescheidener, lieber HELMUT,
aber es wäre auf Dauer zu wenig. Meinst du nicht auch?
Liebe Grüße von Bruni

von bruni am 6.6.19

Tja, das oberflächliche Sehen, das zu flüchtige Lesen, wir kennen es ja alle, liebe DIANA,
aber eigentlich wollen wir mehr wissen, mehr sehen, intensiver denken können, all das ist uns wichtig.
Ich glaube, es ist auch ein Teil davon, warum wir in dieser Form schreiben.
Danke für Deine Worte, die zeigen es gut, daß Du weder flüchtig hingeshen, noch oberflächlich gelesen hast grin
Herzlichst, Bruni

schöne Worte, habe wieder einmal gestöbert grin
liebe Grüße
Karl

von gerda am 5.6.19

wunderbar passt es. Und es ist schade, wie flüchtig auch ich oft lese und hinschaue. es bleibt ja eigentlich nur die Wahl: viel, aber flach, oder wenig, aber gründlich und tief. Irgendwo dazwischen versuche ich mich einzurichten. Wenn ich in eine Ausstelllung gehe, renne ich immer erst durch die Säle wie gehetzt, und dann mache ich einen zweiten Durchgang, wo ich bei einzelnen Bildern lange verweile.  Und natürlich wieder nicht lange genug. Man könnte ja sein Leblang ein Baumblatt studieren und würde nicht fertig. Es ist zuuu traurig.

von Helmut am 5.6.19 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Es entgeht uns zuuuuuuuu viel! Aber doch bleibt manches in Erinnerung, zum Beispiel eines Deiner Gedichte! Das genügt dann auch!

Liebe Grüße
Helmut

liebe bruni, klar, so ist es… geht mir auch oft so; auch dein foto zeugt davon, wie oft sieht man nur die hälfte von dem, was sich vor dem auge befindet, je nachdem, wie man hinschaut. aber gut, wenn man es merkt!
ein feines bild: die oberfläche und die feingestrickten maschen!
herzlichst,
diana

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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