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Neues Erwachen

Du warst die Sonne


Ich kam dir zu nahe
und verbrannte mich


(oder war es ein
explodierender Stern in
meiner Brust den ich so
schmerzvoll spürte?)


Liebkosend und heilsam
bettete mich die Nacht


Bis ich dann aufs Neue
erwachte -  noch leicht
benommen und matt
wie ein gefallenes Blatt


Doch der Duft
verblühender Linden und
zwitschernder Stimmen
betörte   meine   Sinne


Und lind war der Wind
der mich trostreich wiegend
in seine weit geöffneten
Arme nahm —-

 

 

Mittwoch, der 10. Juli 2019

 

 

 

 


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© Text und Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 14.7.19

Liebe ULLI,
so ist es wohl tatsächlich. Die Linde ist halt ein Zauberbaum, den ich seit meiner Kindheit liebe.
Die Brandwunde ist sicherlich verheilt, die Narben blieben, nehme ich an, aber sie stören nicht mehr, sondern erinnern…an eine wundervolle Zeit, denke ich mir. Vielleicht sollte ich die Geschichte weiterspinnen. Es ist ja nicht meine eigene, liebe Ulli.
Liebe Sonntagsgrüße von Bruni an Dich

Der Lindenblütenduft ist betörend und von der Wirkung her aphrodisierend, aber auch euphorisierend, wie wir hier in diesem Jahr festgestellt haben, als die Linde in ihrem Blühzenit stand waren wir nur noch albern, herrlich war das!
Danke für deine feinen Zeilen, ich hoffe, dass die Brandwunde bald verheilt ist?!
Ganz liebe Grüße von mir an dich, Ulli

von bruni am 13.7.19

Ich freu mich, liebe DIANA,
ach ja, das Verbrennen, wenn man in zu viel Schönes schaut… wie recht Du doch hast.
Ganz herzlich, Bruni

sehr, sehr schön, liebe bruni, ja, schmerzhaft aber am schluss die linderung - und irgendwie gehört ja das verbrennen auch dazu… ich mag deine zeilen sehr!
ganz herzliche grüße
von diana

von bruni am 12.7.19

oh, danke, lieber FINBAR,
ich schrieb immer wieder daran, auch als ich es schon in wortbehagen hatte, ich war so unsicher und dann ließ ich stehen, was da stand und machte in meinen Gedanken einen Punkt!
Ganz herzliche Grüße an Dich

von Finbar am 12.7.19

Was für ein zauberhaft schönes mono no aware poem liebe Bruni. Wundervoll!
Herzliche Morgengrüße vom Finbar

von bruni am 11.7.19

Liebe ANNA-LENA,
ich denke, eine solche Erfahrung machen viele Menschen, wenn eine Liebe einseitig zu Ende geht. Ich schreibe zwar in der Ich-Form, weil es mir dann oft leichter fällt, mich in eine Situation hineinzudenken, aber es sind fiktive Worte. Nichts Authentisches. Ich gebe Dein Trostpflästerchen gerne an mein lyrisches Ich weiter. Es wird strahlen.
Liebe Grüße von Bruni an Dich

Was für ein Schmerz, der erst langsam vergehen muss und den eigenen Lebensmut wieder wecken muss. Diese Erfahrung ist schlimm, aber wir können vielleicht daran wachsen und dem Feuer in jeder Form vorsichtiger entgegen treten.

Liebe Grüße
von mir zu dir (gern ein Trostpflästerchen reiche ...)

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