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Valentine

Da sie Valentine hieß und ihm
Spiegeleier briet
liebte er sie knapp und hart wie
es wohl des Seemanns Art
(von Gefühlen spricht mann nicht)


Er fühlte wie die Ferne rief und
schrieb ihr nur ein knappes Wort


        ICHBINFORT


Doch es konnte niemand lesen
und sie warf den Wisch gleich
fort


Andre Männer kamen, gingen
Kindlein hingen ihr am Rock


Da legte in dem kleinen Hafen
ein leckgeschlagner Segler an
Am Bug stand dort in großen
L e t t e r n


      DABINICHWIEDER

           
          ****************


Sie nahm ihn wortlos in die Arme
die voller Menschenliebe waren

 

Donnerstag, der 14. Febr. 2019

 

 

Eine Bruni - Collge
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© Text und Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 5.3.19

Oh ja, liebe GERDA,
ich dachte ja auch an ihn, an den BB! Aber mir ging nur seine Dreigroschenoper im Kopf herum. An seine Erinnerung an die Marie A. dachte ich gar nicht, aber jetzt hab ich sie mir mal aufgerufen und lese etwas interessantes darüber:
Die Urfassung schrieb er am 21. Februar 1920 auf einer Zugfahrt nach Berlin in sein Notizbuch und dann wurde sie so berühmt, aber auch nur, weil sie so wunderschön ist.

von gerda am 5.3.19

und ich dachte an:  “... sie fragt nur, ob sie ihn liebt… Gott machs ihr einmal wett” (BB) Und an die kleine Wolke (hätt sie schon vergessen, wenn nicht die Wolke gewesen wär….” (BB).  Seemannsfrauen gibt es hier in griechenland zu Hauf auf den Inseln, es ist ein besonderes Geschlecht. Viele sind früh verwitwet. Kennst du von Manolis Karagatsis: “die große Chimäre”? Spielt auf Andros zwischen den Weltkriegen. fabelhafter Roman.

von bruni am 3.3.19

Eine rohe, aber wohl haltbare Liebe,
ja, liebe PRISKA,
ganz genau das habe ich versucht mitzuteilen, von einer solchen in meiner eigenen Kürze zu erzählen *g*
Lieber Gruß von mir zu Dir

von Priska Pittet am 3.3.19 - http://www.alltagschrott.ch

Liebe Bruni
Was für eine überraschende Valentine. Und trotz der barschen Seemansart (oder gerade deswegen), sehr erfrischend. In einer Zeit, in der Romantik pur verkauft wird, hast du eine rohe, aber überdauernde Liebe beschrieben, die manchen Romantikern nicht gelingt. Ganz liebe Grüße. Priska

von bruni am 21.2.19

Ich dachte an den Jonny aus der Dreigroschenoper, liebe KARIN.
Der Kuddeldaddeldu wäre irgendwie weicher gewesen als meiner hier…

von Karin am 20.2.19

Ich habe an den Seemann Kuddeldaddeldu gedacht, den ringelnatzigen bei Deinem Gedicht.

von bruni am 17.2.19

*lach*, ich habe mich bemüht, ein bissel Seemannsgarn zu spinnen, liebe DIANA.
Wie schön, daß Dir meine Valentineworte gefallen
Sonnige Grüße von Bruni an Dich

wie du in wenige zeilen eine ganze (lebens-) - liebes - geschichte verpackt hast, liebe bruni, chapeau! so schön.
und deine collage ist auch ganz zauberhaft!
liebe grüße zu dir von diana

von bruni am 16.2.19

Liebe LINTSCHI,
danke für Deine Worte, Du hast etwas erkannt, von dem ich meinte, ich hätte es vermutlich zu gut versteckt, doch Du hast es tatsächlich entdeckt. Diese unverständliche und wirklich bedingungslose Liebe, die vermutlich nur jemand verstehen kann, dem sie geschehen ist.
Ich danke Dir sehr. Deine Worte bauen mich auf
Bruni am sonnigen Samstagmorgen

das ist so unglaublich schön, liebe bruni! ungewöhnlich, unerwartet, fast skurril und doch wieder nicht. nach jeder zeile eine überraschung und doch so voller leben und bedingungsloser liebe.
selten hat mich etwas derart begeistert in letzter zeit. ein unglaubliches werk (für mich). danke!

von bruni am 16.2.19

Liebe ULLI,
ich habe diesen Typ Mann nie gemocht. Er liegt mir ganz und gar nicht, aber ich wollte einen Text mit Valentine als Titel und das kam dann heraus. Vermutlich spukte mir auch die Dreigroschenoper im Kopf herum. Etwas muß mich daran erinnert haben.
Eigentlich passt die Collage gar nicht zum Text, sie ist zu lieb und fein und wirkt nicht zupackend, so wie meine *Valentine* es wohl konnte… Aber ich freue mich, daß sie Dir gefällt. 50 x 70 sind sie alle groß, also keine winzigen Dingerchen *g*
Herzliche Grüße auch an Dich von mir

So schön, deine Collage einmal größer zu sehen, wie zauberschön sie ist, díese kleine Dame, liebe Bruni!!!
Bei deinem Gedicht denke ich an die Dreigroschenoper und merke, dass ich diese Art von Liebe zwar kenne, aber nicht mehr in meinem Leben haben will, bitte keine Johnnys mehr, nie mehr! ;o)
herzliche Grüße
Ulli

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