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Eine Woche vor Weihnachten

Ich bin wie ein Fluß
wie das Wellengekräusel
um einen mächtigen Stein


und ich frage mich wann
habe ich mir bloß
diese Worte notiert


Es wird Winter
die Tage sind trübe
die Sonne scheint matt


Und schon ist Advent
die dritte der vier
Kerzen brennt


Gewärmt sind die Zimmer
Kerzenlicht schimmert
in verborgene Ecken


In denen schon verpackte
Geheimnisse stecken
Ich fühle mich nicht


Wie ein Fluß
kräusele mich nicht um
einen mächtigen Stein


Denn an diesem Stein
wäre ich jetzt sehr allein
und wer möchte schon


in der Mitte der Nacht an einem
pitschnassen Stein verlassen
und völlig einsam sein   ...

 


Dienstagnacht, 17. Dez. 2019

Kurz vor der Mitternacht

 


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© Text und Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 1.1.20

*lach*, tja, ich habe in wortbehagen alle Freiheiten grin, liebe GERDA
Was ich hier alles so Freiheit nennen möchte… Leider bin ich ja etwas eingeschränkt in meiner alten Website, aber ich mag sie.

von gerda am 1.1.20

Freilich, wer möchte das! O, ich freu mich, Bruni, dass du diese wunderschöne poetische Formulierung aufgibst zugunsten einer prosaischen Freude an einem gewärmten Zimmer!

von bruni am 23.12.19

Danke für Deine Worte, liebe BARBARA
So kann ich es mir auch besser vorstellen.
Thanksgiving, ja,davon habe ich imer wieder gelesen. Das passt in das Bild, das ich mir machte. Auch der Tag der Freunde und Bekannten, nicht nur der Familie.
Ganz herzlichen Dank Dir

von Barbara am 23.12.19

Liebe Bruni,

Auch mir gefällt Dein Poem sehr gut.
Ad Gerhard: Gerade in den USA muss man an Weihnachten nicht alleine sein. Jede Menge Bars und Restaurants sind geöffnet, da die Juden Weihnachten nicht feiern.
Ich sehe das Problem aber mehr an Thanksgiving. An dem Wochenende treffen sich Familien und Freunde, viel mehr als an Weihnachten. Wenn man beides nicht hat, wird es sicher eng.

Herzliche vorweihnachtliche Grüße, Barbara

von bruni am 22.12.19

Hoffentlich sind die Amerikaner heute nicht mehr gegen die Einsamkeit auf ihren
Highways unterwegs in der Nacht und suchen dort menschliche Gesellschaft. Klingt schon etwas gruselig, GERHARD.
Ich glaube, da wäre ich doch lieber einsam in einem warmen Zimmer mit Kerzenlicht
Liebe Grüße an Dich

von bruni am 22.12.19

Liebe DIANA,
schön daß Du das sagst, mir schien es auch so, als könne ich den Fluß getrost in meine vorweihnachtlichen Zeilen hineinschmuggeln, sie würden sich schon ihren Platz erobern *g*
Ganz herzliche Grüße zurück an Dich. Habt Ihr auch dieses wundervolle vorweihnachtliche Regenwetter? :-(

von Gerhard am 21.12.19

Einsamkeit, das große Thema. Keiner mag sie, aber sie lauert um die Ecke. Sie ist allgegenwärtig.
Um Einsamkeit zu entgehen, so las ich vor gut 25 Jahren, sind viele Amerikaner nachts auf Highways unterwegs, um sich wenigstens da nicht alleine zu fühlen.

von diana am 21.12.19 - https://versspruenge.wordpress.com/

die analogie zum fluss mag ich sehr, liebe bruni!
ganz herzlich,
diana

von bruni am 20.12.19

Lieber FINBAR,
das freut mich jetzt über die Maßen,  und ich grüße Dich ganz herzlich am Freitagnachmittag, nun schon dem 20. Dezember. Es schüttet wie aus Kübeln.
Weihnachtliches Wetter nenne ich das nicht.

von Finbar am 20.12.19

Gefällt mir sehr gut, liebe Poetin, dieses Weihnachtsgedicht! 👍🎅
Herzliche Morgengrüße vom Finbar

von bruni am 19.12.19

Ach, wie hübsch, Du setzt die Zeilen um zu einer Weise, die am Abend zu einem Schlafliedchen wird, liebe ANNA-LENA
Liebe Grüße in die Nacht hzu Dir

von bruni am 19.12.19

Wir haben alle viele Erinnerungen, denke ich, lieber HELMUT,
und ich weiß nicht recht, ob ich das weiß, aber ich kann es mir vorstellen und irgendwie ist es ein bissel sehnsuchtsvoll, aber nicht im Winter bei Kälte und kurz vor Weihnachten. Im Sommer schon, aber lieber sxhsue ich dem Gekräusel vom Ufer aus zu grin
Liebe Grüpe von Bruni

Ich bin im Fluss,
ohne Verdruss,
bin gelöst und gespannt,
hab’ mich auch mal verrannt.

Nun komm ich zur Ruh,
die Augen sind zu,
und werde leise,
bei himmlischer Weise ...♫♫♪♪♫

Liebste Grüße
und danke für die schönen Zeilen grin .

von Helmut am 18.12.19 - http://www.maier-lyrik.de

Du kennst aber das, wie ein Fluss sich um einen Stein kräuselt? Vielleicht hilft ja die Erinnerung?

Liebe Grüße
Helmut

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