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Die Klingel

Klamm und kalt ist
der Morgen - verlassen
scheinen die Gassen


Vollgestopfte Flure
menschliche Spuren
Modergeruch in der Luft

 

Blinde Fenster und ver-
gilbte Gardinen hinter
zerbrochenen Scheiben


Eine Klingel
mit längst eingetrockneter
Farbe beschmiert


Gegen Mittag dann
Stimmen aus den Zimmern
und lautes Lachen


Unbewohnbar   -
schrie es in meinem Kopf
und ich drückte auf den
schmierigen Klingelknopf   ...

 


Dienstag, der 3. Dez. 2019


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© Text und Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 18.12.19

grin liebe GERDA,
mein Spamschutz ist kreativ. Es wurde mir schon oft berichtet *g* Es war ein bewohntes Haus, oh ja, aber ich weiß nicht, wer da tatsächlich wohnt. Ich denke, daß es ein sehr interessantes Menschengemisch ist. Das ist in HDs Altstadt sehr oft so.

von gerda am 18.12.19

schönes Fotoobjekt, liebe Bruni! Und natürlich leben Menschen in dem Haus, wo solch eine Klingel ist. Kinder eben. Als Spamschutz soll ich eingeben: children96. Na also.

von bruni am 5.12.19

*lach*, genau, das dachte ich mir auch, als ich mir dann das Foto betrachtete, liebe DIANA.
Es war das einzige Originelle an diesem ziemlich alten vergammelten Haus in der Altstadt.
Ganz herzliche Grüße auch an Dich von mir

von bruni am 5.12.19

Wie ein kleines Gesicht wirkt dieser Klingelknopf ja auch, liebe ULLI grin
Liebe Vormittagsgrüße nun auch an Dich
von mir

... eigentlich sieht sie doch schon fast künstlerisch aus, diese klingel, schmunzel. ja, häuser, fassaden - und wie spannend ihr innenleben.
liebe grüße zu dir, liebe bruni!
von diana

Und ich dachte ich seh ein stilisiertes Gesicht, das ein bisschen friert ... so kann man sich täuschen, im Großen und im Kleinen.
liebe Grüße durch die Nacht an dich, liebe Bruni,
Ulli

von bruni am 4.12.19

Tja, lieber FINBAR,
dreckige Klingelknöpfe gibt es ganz viele, aber selten in einem sogenannten ehrenwerten Haus. Du hättest mal das dreckige versiffte Klingelschild mit den vielen Namen in dem alten Haus, in dem meine Tochter bis vor einigen Tagen noch wohnte, sehen sollen. Das war auch nicht besser. Der fettige Dreck von vielen Jahren hing da dran und billig waren die Mieten da nicht. Ich werde es mal fotografieren u. Dir zusenden grin
Ganz herzlich, Bruni

von bruni am 4.12.19

Liebe ANNA-LENA,
da standen viele kaum lesbare Namen an den zerbeulten Briefkästen. Ich kannte niemand in diesem Haus, drückte mal probehalber diesen verschmierten Klingelknopf an einer Stelle, die mir weniger dreckig schien, aber es öffnete niemand. Ich hätte mich schon rausgeredet, falls einer geöffnet hätte, aber es tat sich nix und einen klingelnden Ton hörte ich auch nicht grin
Ich bin dann mit meinem Fotoapparat gemächlich weiterspaziert… *kicher* Einen Klingelstreich hätte mir sowieso keiner zugetraut *g*
Zufriedener Gruß von Bruni an Dich

von Finbar am 4.12.19

Wirklich ein erstaunlich dreckiger Klingelnopf ... aber bei Kindern entschuldigen wir das 😁

Du machst es spannend, liebe Bruni, das schreit nach einer Fortsetzung. Wer wohnte da? Wer hat dir die Tür aufgemacht? Oder hast du einen Klingelstreich gespielt und bist weggelaufen?

Neugierig,
Anna-Lena

von bruni am 3.12.19

Das hast Du sehr recht, liebe KARIN
Wie es in den Wohnungen selbst aussah, weiß ich ja nicht

von bruni am 3.12.19

*grins*, oder einen menschlichen verwirrten, liebe BARBARA.
Auf jeden Fall ein kleines Gesichtchen. Nein, appetitlich sah sie wirklich nicht aus. Oh ja, das ist schlimm, aber so sehen manchmal in HD auch die Studentenbuden aus… und da sage ich nichts dazu, außer, Zimmermangel u. das nutzen dann einige Vermieter aus.

von Karin am 3.12.19

Der äußere Schein trügt oft - bei Häusern und bei Menschen -:))

von Barbara am 3.12.19

Die Klingel ist ja schon nicht sehr einladend. Ich sehe da einen verwirrten Vogelkopf. Traurig, wie manche Menschen leben müssen.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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