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Mißbrauch hat viele Gesichter

Sie war die kleine Süße
die sich nicht wehrte
nicht wußte wie wehren geht


Brav wie ein Lamm
war sie -  immer -  und Fliegen/
Entkommen kannte sie nicht


Still war sie still floß sie
über und wußte nicht was
sie fühlte war das Qual?


Und es prägte ihr Leben
nie sprach sie davon   ...

 

Freitag,  16.  März 2018

Er ist so häufig, aber vieles wird
verschwiegen - oftmals aus Scham


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© Text und Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 1.4.18

Dieses Argument, liebe ULLI,
ist das dümmste, das ich kenne. Leider sind es auch Frauen, die es von sich geben und dann die, die einfach nicht glauben können, was sie hören… die Dunkelziffer der nicht angezeigten Mißbräuche ist hoch und die verborgenen Qualen bleiben ungesühnt oder werden kleingeredet. Wie muß sich eine solche Frau fühlen und wie hilflos muß sich ein Kind fühlen, wenn ihm keiner glaubt. Es ist ein Thema, über das meist lieber geschwiegen wird, weil es zu schwierig ist, sich damit auseinanderzusetzen.
Liebe Grüße an Dich

Ich fand das Argument: Du bist ja selbst Schuld, dass dir “so etwas” passiert, schon immer unsäglich und fasse es immer wieder nicht, dass es auch noch heute benutzt wird, gegen jegliche Erkenntnis und Vernunft, von Mitmenschlichkeit mal ganz zu schweigen. Was aber sagt uns das? Dass wir noch immer in einem Patriarchat leben und all die Urteile und Vorurteile noch nicht wirklich überwunden haben. Ja, wir Frauen haben Land gewonnen, aber…
liebe Grüße, Ulli

von bruni am 31.3.18

Ja, liebe ULLI,
es ist ein schreckliches Thema und immer noch wird, wenn sie sich endlich durchgerungen haben, es auszusprechen, vielen nicht mal geglaubt, weil es so unvorstellbar ist, was da geschah
Ich grüße Dich auch ganz herzlich und freue mich, daß Du gerade hier kommentiert hast.

Die Scham lässt Viele schweigen und wenn sie es dann doch einmal schaffen das Unaussprechbare auszusprechen ist es eine große Erleichterung, wenn sie/er auf offene Herzen trifft…
Liebe Bruni, das ist so ein schwieriges und trauriges Thema!!!
Herzliche Grüße, Ulli

von bruni am 25.3.18

Ja, liebe PRISKA, es ist dieses Ungeifbare, wie Du es so wunderbar bezeichnest. Das macht es schwer zu sehen, was wirklich geschieht. Das Unwahrscheinliche für uns und doch geschieht es und oft genug nicht mal hinter verschlossenen Türen, nur erkennen wir es nicht… In Schweigen geendet, weil es meist verschwiegen wird, zu Lasten der Seele, die daran lebenslang krankt. Böses Geschehen und keiner hat´s je *gesehen*
Liebe Abendgrüße von Bruni an Dich

von Priska Pittet am 25.3.18 - http://www.alltagschrott.ch

Liebe Bruni
Sehr berührt
Deine Worte widerspiegeln gut das Ungreifbare. Wie auf Armlänge gehalten können wir nur spekulieren was im Innern vorgeht. Die Zeilen enden in Schweigen.
Liebe Grüße. Priska

von bruni am 19.3.18

Liebe DIANA,
es ist schwierig, hier das Richtige zu tun und niemanden zu Unrecht zu verdächtigen.
Vielleicht verläuft deshalb so mancher Anfangsverdacht im Sande und es kommt erst gar nicht zu einer Anklage. Oder keiner glaubt daran, weil sich niemand vorstellen kann, daß so etwas tatsächlich passiert…
Liebe Grüße an Dich von mir

von diana am 19.3.18 - http://versspruenge.wordpress.com

starke zeilen zu einem sehr wichtigen und heiklen thema, liebe bruni.
als außenstehende genau hinschauen, aufmerksam sein, das ist schon etwas, wenngleich es sehr schwierig ist, dann auch zu handeln. man muss sich schon sehr sicher sein ...
herzliche liebe grüße zu dir von diana

von bruni am 19.3.18

Lieber FINBAR,
es ist ja auch ein eiskaltes Geschehen und viel zu oft hüllt es sich in eine so gut wie undurchdringliche Mauer des Schweigens, bis einer kommt, mit viel Mut, und diese Wand niederreißt…
Die seelischen Schäden, die Mißbrauch anrichtet, vergiften die Seelen der Opfer, ein schleichender Prozess, der Grausames anrichtet und die Lust am Leben zerstört
Liebe Grüße zum Morgen von Bruni an Dich

von Finbar am 19.3.18

Starke Zeilen, liebe Madame de la Poésie…
Da fröstelt einen…
Liebe Grüße zur Nacht vom Finbar

von bruni am 18.3.18

Liebe ANNA-LENA,
wie oft wird es wohl so sein? Das Wissen darum und nichts wird getan? Es ist vermutlich auch kaum zu erkennen, es sei denn, da ist ein sehr genauer Beobachter, der in die Tiefe horcht u. kleinste Anzeichen erkennt. Ein heikles Thema, von dem man nicht weiß, wie könnte man es am geschicktesten angehen…
Liebe Grüße am späten Sonntagnachmittag
von Bruni

Es ist nicht nur die Scham des Betroffenen, auch eine wissende Umgebung schaut oft nur hin, ohne zu reagieren.
Vielen Betroffenen, auch den wissenden Familienangehörigen, sollte der Rücken gestärkt werden, das Leid zu beenden.

Danke fürs Aufrütteln, liebe Bruni und den Appell an uns alle, genau hinzusehen.

Nachdenkliche Grüße
zum Sonntagmorgen,
Anna-Lena

von bruni am 16.3.18

Liebe FEE,
was für ein toller Traum, den ich mir nun fische aus dem Meer aus Zeit und er gefällt mir richtig gut.
Lächelnde liebe Grüße von Bruni an Dich, Amélie Hauser. Natürlich denke ich nun an Kaspar Hauser und werde sehr nachdenklich.

von Amélie Hauser am 16.3.18

Unbarmherzig macht sich die Scham über die kleine Süße her, die arme Brave, sie dachte sie sei nur ein dem qualvollen Schweigen geopfertes Lamm. Ja, es war in ihr ein ständiges Überfließen und ein inneres Vergiften, weil sie nie davon sprach, was sie für ihr Leben gerne verpasst hätte, weil sie nie jemand danach fragte.. Also schwieg sie und war das Lamm und Entkommen wollte sie nicht.

Liebe Poesiefreundin, Dir schreibt Amélie Hauser, das ist das Pseudonym, unter dem ich zunehmend zu finden bin und am liebsten wäre ich einmal Buchrücken an Buchrücken in einem Regal mit Dir. Ein Traum, den ich auswerfe in ein Meer aus Zeit. Ganz liebe Grüße zu Dir und wow, was für ein tolles Gedicht. Das gefällt mir ausnehmend….

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