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Wo sind sie geblieben

Als sie verschwanden und mich
nackt und schutzlos zurückließen
versank ich in wortlosem Kummer


Immer waren sie um mich gewesen
und nun fand ich kein einziges
mehr


Keine Inspiration streifte mich
kein Gedanke ließ sich in
meiner Nähe nieder


Verzweifelt forschte ich nach
ihnen - fand aber nur vereinzelte
Worte und Gedankenfetzen am
Wegesrand und in den abge-
mähten Feldern des Sommers


Zwischen Erdbeerblättern und
Himbeersträuchern und in den
sanften Mulden zwischen den
rundlichen Bergstraßenhügeln


Da lagen sie wie anmutig hinge-
gossen, als hätte sie die sommer-
liche Hitze in eleganter Pose
dahinschmelzen lassen


Langsam verstand ich sie
und überließ sie ihrer Trägheit
die sie nicht lange aushalten
würden und dann kämen sie
zurück zu mir


Erholt und ausgeruht
und voller Tatendrang und sie
würden mich mitreißen

 

Donnerstag, der 5. Juli 2018

 

 

 

 


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© Text und Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 10.7.18

*lach*, ja, ein Schnippchen schlagen, was für eine wundervolle Idee, liebe DIANA!
Noch während ich schrieb, merkte ich, sie sind ja doch da… und mir wurde ganz leicht und fröhlich zumute grin
Ganz herzlich,
Bruni

von diana am 10.7.18 - http://versspruenge.wordpress.com

toll beschrieben ... ja, so ist es manchmal. dann heißt es tatsächlich: geduld haben ... es ist immer ein wechselspiel, mal flügelnd, mal träge. alles hat seine zeit smile
deine worte hier über die worte mag ich sehr, lächel, so gar nicht träge, sondern sprudelnd! (manchmal muss man ihnen ein schnippchen schlagen, lach!)
herzlichst,
diana

von bruni am 7.7.18

Du bringst meine ständige Trödelei so schön auf den Punkt, liebe Priska.
Bin ich alleine unterwegs, ist es tatsächlich so *lach* und es gibt Menschen, die können dieses Getrödel leider nicht verstehen… Deshalb liebe alleine, so wie heute morgen auf einem Schülerflohmarkt grin
Liebe Grüße in die Nacht von Bruni

von Priska Pittet am 7.7.18 - http://www.alltagschrott.ch

Liebe Bruni
Deine Worte bringen, trotz sommerlicher Trägheit, Energie und Schwung, denn ich sehe Dich in meinem geistigen Auge auf der Suche nach den Worten:Du schaust mit deinen neugierigen Händen unter jeden Stein, in alle Beete etc. und die Natur / Worte scheinen dir zu winken ☀️
Herzlich. Priska

von bruni am 6.7.18

Lieber FINBAR,
wie schön, daß Du es so empfindest. Es ist tatsächlich so, während ich schrieb, verließ mich das Träge und ein gutes Gefühl kam bei mir an
Erleichtert lächelnde tausendschöne Grüße von mir an Dich

von bruni am 6.7.18

und in der trägen Stille des Sommers das Fliegengebrumm - genau so ist es, liebe ULLI, und wie gut hast Du gelesen, denn während ich schrieb, merkte ich, oha, da kommen sie geflogen, die eben noch vermissten Ideen grin
Die Konzentration half mir!
Danke für Deinen guten Kommi
und liebe Morgengrüße von Bruni

von Finbar am 6.7.18

Fein die Zeit der Hundstage in Worte gefasst, liebe Bruni,
wo soll da bitteschön etwas fehlen?!
Nicht jedenfalls bei dir…
Liebe Morgengrüße vom Finbar

Das ist die andere Seite des Sommergesichts - träge Stille, Fliegenbrumm und kein Wort beflügelt, ja, manchmal ist es auch so…
wobei ich deine Worte sehr beseelt und somit beflügelt empfinde ;o)
Herzensgrüße an dich, liebe Bruni, Ulli und danke auch für alle deine Antworten, die ich gerade gelesen habe…

von bruni am 5.7.18

Genau, liebe ANNA-LENA,
hin und wieder einen kleinen Windstoß, der die Trägheit lüpft und Bewegung in die Szene, in die Gehirnwindungen, bringt, den wünsche ich mir. Ist es schwül, die Hitze drückend, dann fühle ich es ganz stark, dieses Zähe und Träge…
Liebe Gutenachtgrüße auch an Dich

Der Sommer hat eine gewisse Trägheit im Gepäck, die legt sich oft wie Blei über alles. Und dann braucht es manchmal nur einen kleinen Windstoß und alles, was wir als vermisst geglaubt hatten, ist wieder da ... grin .

Hab Geduld, liebe Bruni und eine gute Nacht,
Anna-Lena

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