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Aufgebraucht

waren die Lobesworte


Die Zeit von Hymnen und Oden
war vorüber -  bleich und
zerschlissen lagen sie zwischen
Wälzern und dicken Folianten
in feuchtem bröckelndem
Mauerwerk


Märchen und Sagen lagen
vergraben in verschütteten Kellern
und klaftertiefen Verliesen


Nackt und bloß war der Mensch
zurückgeblieben
Die Erde hatte sich gegen gnaden-
loses Ausbeuten gewehrt und dem
Menschen ein unrühmliches Ende
beschert


Es wurde öde und leer   -
Berge und Meere verschwanden
Die Schönheit der Erde
Selbst feuerspeiende Vulkane
rauchten nicht mehr
Einst fruchtbares Land lag brach
und Wüste breitete sich in
der diffusen Dämmerung aus


Der Rat der Weisen mußte tagen -
wollte der Rest der Menschen
einen neuen Anfang wagen

 


Samstag, der 10. Febr. 2018

 

 

 


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© Text und Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 21.2.18

Das denke ich auch, liebe ULLI,
es gibt sie und sie beraten vermutlich schon ... Wo und wie wird sich zeigen.
Herzlichst, Bruni

Es gibt sie, die Weisen dieser Erde, mehr und mehr Menschen hören den Ruf, ob es reicht und wie es sich gestalten wird, das ist und bleibt das Geheimnis!
herzliche Grüße, Ulli

von bruni am 15.2.18

Noch sind sie verborgen, liebe BARBARA,
aber es muß sie geben, es gab sie immer.
Liebe Grüße von Bruni an Dich

Wo ,Bruni, sind die Weisen?

von bruni am 12.2.18

und ich bin begeistert von Deinem tollen Kommentar, lieber FINBAR!
Der Anfang schrieb sich schnell, aber dann brauchte ich ein Weilchen, bis ich das Gefühl hatte, ja, SO möchte ich es. Zweimal habe ich zerrissen, aber dann kam auch ein passendes Ende und ich war zufrieden.
Liebe Grüße aus einem Montag, der wettermäßig nicht so recht weiß, was er möchte. Im Moment schhneits mal wieder…

von Finbar am 11.2.18

Großartige, beeindruckende Worte, liebe Madame de la Poésie…
Fantastisch tiefgehende Lyrik,
ich bin begeistert!!
Liebe Grüße zur Nacht vom Finbar

von bruni am 11.2.18

Liebe ANNA-LENA,
wir sind im Herbst angekommen, behaupte ich jetzt mal, nicht im Winter, im Herbst unseres Lebens und selbst, wenn es der Winter wäre, was kommt danach, nach der Ruhe, die alles und jeder zur Erholung braucht, es kommt ein neuer Beginn. Ich habe zwar ein Endzeitszenario beschrieben, aber mit einem Schimmer am Ende und aus einem Schimmer kann ein Licht werden und leuchten, wenn wir es hegen und pflegen.
Schwarz sehe ich nicht, ich überlege nur, wie es wäre, wenn…
Liebe Gutenachtgrüße von Bruni an Dich

von bruni am 11.2.18

Liebe PRISKA,
vermutlich muß es unten anfangen, damit es nach oben durchdringt,selbstverständliches Umweltbewußtsein, das Wissen darum, daß wir nicht mehr verbrauchen können, als vorhanden ist, das Wissen darum, daß wir uns begnügen und nicht nur vergnügen dürfen, das Bewußtsein, daß wir von der Erde leben und wenn sie am Ende ist, sterben auch wir. Keiner möchte es erleben. Vielleicht wird das Umweltthema auch bei der Basler Fasnacht eine Rolle spielen. Ich werde es lesen.
Liebe Grü0e in die Nacht von Bruni

von bruni am 10.2.18

ja, liebe DIANA,
jeder sollte behutsam und bedacht mit dem umgehen, was uns die Erde bereitwillig zur Verfügung stellt. Das Szenario, das ich nur angedeutet habe, möchten wir nicht erleben.
Liebe Grüße in die Nacht von Bruni an Dich

Aufgebraucht - so scheint mir vieles, was wir tagtäglich erleben, die Umwelt, die Ressourcen, die Einstellung vieler zum nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt ...
Und unser eigenes Leben? Schreitet es nicht auch unaufhaltsam dem Ende entgegen?
Endzeitstimmung macht sich gerade eher breit als ein Aufbruch.

Nachdenkliche Grüße
Anna-Lena

von PriskaPittet am 10.2.18 - http://www.alltagschrott.ch

Liebe Bruni
Ja, da muss einiges passieren,
damit wir reagieren.
Was für ein Bild der Apokalypse… ab welchem Zeitpunkt würden wir Veränderung wagen?  Wer fängt an?
Ein intensives Gedicht, liebe Bruni
Herzliche Grüße. Priska

von diana am 10.2.18 - http://versspruenge.wordpress.com

ein schauerliches szenario, liebe bruni, eindringlich geschrieben, sehr gut!
wollen wir hoffen, dass es noch lange nicht so weit ist ...
liebe grüße am samstag zu dir,
von diana

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