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Lebenslanges Auf und Ab

Kapierst du das nicht?
Kriegst du nichts mit?
Worte verletzen - zersetzen
dein Gleichgewicht


Es zermürbt dich -
du hörst es zu oft und
deine innere
Heimat zerbricht


Doch du arbeitest daran
läßt dich nicht unterkriegen
von Versagensangst
nicht manipulieren
und manchmal gelingt es


Lebenslange Arbeit baut
deine Lebenskraft ab -
doch immer wieder erhebst
du dich, bleibst nicht am
Boden


Entkommst dem Schmerz
der dein Herz bedrückt
Es kränkelt und doch bleibt
es zuverlässig   -
schlägt unbeirrt seinen Takt
bescheiden im Hintergrund
tack tack tack


Die Jahre vergehen und du
bist nicht mehr jung
Es fehlt dir an Schwung
doch deine eigene Heimat
die fandest du wieder


Und irgendwann genügte sie dir

 

Dienstag,  der 3. April 2018


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© Text und Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 26.4.18

Liebe ULLI,
ich schreibe nicht unbedingt von mir, eher von einer Frau, bei der es so war/ist. Natürlich mischt das lyrische/schreibende Ich auch Autobiografisches mit ein, aber nicht eins zu eins *lächel*
Sehr herzlich, Bruni

Das klingt traurig, auch wenn du am Ende schreibst, dass du dir selbst wieder Heimat werden konntest, was ja nicht gerade wenig ist!
herzliche Grüße, Ulli

von bruni am 4.4.18

Da hast Du aber gut philosophiert, liebe PRISKA!
So ist es doch wirklich. Sagt uns einer in frühen Jahren immer wieder etwas Negatives über uns, glauben wir irgendwann, daß es tatsächlich so sein muß, daß es nicht anders sein kann, weil unser Selbstbewußtsein noch nicht wirklich entwickelt ist. Für Einflüsterungen ist es noch sehr offen. Später haben wir viel Arbeit damit, ihm Stärke und Kraft wiederzugeben, damit es uns gut geht und wir uns wieder etwas zutrauen.
Liebe Grüße von Bruni an Dich

von Priska Pittet am 4.4.18 - http://www.alltagschrott.ch

Liebe Bruni
Deine Zeilen berühren. Ich sehe einen Menschen. der versucht, seine Würde zu behalten… für sich, obwohl ein Mensch/ Menschen diese Würde zerstören will/ wollen. Ich schreibe will/wollen, denn öfter steht hinter den Verletzungen eigene Unzulänglichkeit… nur allzu oft saugen wir diese Verletzungen als Wahrheit auf… Wie Lu gesagt hat.. ein lebensphilosophisches Poem und ich philosophiere dahin ... 😊
Liebe Grüße. Priska

von bruni am 3.4.18

Liebe ANNA-LENA,
es braucht Kraft und Durchhaltevermögen, das Auf und Ab des Lebens unbeschadet durchzustehen und wenn es ein Leben ist, dem man nur Negatives zutraute, dann ist es doppelt schwer, sich da herauszurappeln und seelisch gesund zu bleiben… Jedes Leben hat sein eigenes Auf und Ab, seine Höhen und Tiefen und die Kräfte zum Durchstehen sind ungleich verteilt. Lebenskraft muß gespeist werden, sonst versiegt sie. Wir brauchen alle unsere Lebensquelle,  aus der wir diese Kraft schöpfen.
Der Frühling ist so eine Lebensquelle…
Liebe Grü0e von Bruni an Dich

Sowohl das Auf und Ab, das ja auch unterschiedliche Phasen hat und sicher nicht nur negativ ist, gehört zum Leben, wie alles, was sich in Kontrasten äußert.
das hält unsere Spannung im Leben und die Bewegung, ohne die wir längst tot wären.

Es ist sicher nicht immer einfach, dem Auf und Ab ohne Schaden zu nehmen, zu begegnen, aber haben wir eine Alternative?
Keine wirkliche, so denke ich.

Genieße den Frühling, liebe Bruni, er macht uns froh und heiter und fördert die Balance in uns.

Liebe Grüße
Anna-Lena

von bruni am 3.4.18

Sie tun gut, Deine Worte, lieber FINBAR
Ich hätte es gerne kürzer geschrieben, doh leider gelang es mir nicht. Da war zu viel, was ich unterbringen wollte…
Das Bild ziert auch mein Läppi *lächel*
Liebe Abendgrüße zurück an Dich von Bruni

von Finbar am 3.4.18

Feines lebensphilosophisches Poem!
Und ein klasse Foto, liebe Bruni…
Herzliche Frühlingsgrüße
vom Finbar

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