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Silberschatz

Im kahlen Geäst
ein silberner
Schimmer - als läg
zwischen dürrem
Gehölz ein lange
vergessener Schatz


Nähm ich ihn mit,
ging er verloren
denn spröde ist er
ausgetrocknet
rissig und rau


Zärtlich hält ihn
noch ein wenig
die Mutter
Sie weiß wie bald
ihn der Wind aus
ihren Armen nimmt


Montag, 27.Nov.2017


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© Text und Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 7.12.17

Liebe PRISKA,
ja, das stimmt, manches Kostbare zerfällt Dir sonst zwischen den Fingern. Also da lassen, wo es gewachsen ist. Hier gehört es hin und nirgendwo sonst.
Liebe Grüße von mir an Dich
PS Da ich mir einige Viren eingefangen habe,liebe Priska, hänge ich zur Zeit ziemlich rum, manchmal im Bett und dann wieder herumschleichend

von Priska Pittet am 6.12.17 - http://www.alltagschrott.ch

Liebe Bruni
Wie schön Du die Feinheit dieses Silbers beschreibst. Da, wie im Leben: gewisse Kostbarkeiten muss man genießen, ohne sie besitzen zu können 😊
Ganz liebe Grüße. Priska

von bruni am 4.12.17

Ja, liebe GERDA,
sie werden zerstört, wenn wir sie von dem für sie vorgesehenen Platz entfernen und hier war es sehr deutlich. Ich hätte auf Dauer nichts davon gehabt… Es war ein so wundervoller Anblick. Der sollte, so lange die Natur es erlaubt, erhalten werden.

von gerda am 3.12.17 - http://gerdakazakou.com

Nähm ich ihn mit,
ging er verloren

so denke ich oft bei den wundersamen Algen im Meer, die zu Schlamm werden, wenn man sie ausdem Wasser fischt. Man kann die feinen zerbrechlichen Dinge nicht aus ihrem Element entfernen, ohne sie zu zerstören.  So ist es auch bei Menschen.

von bruni am 29.11.17

Lieber FINBAR,
wie schön, daß es Dir gefällt. Ein feines Ende meines heutigen Tages *lächel*. Du kannst nur den letzten Vers meinen, doch da ist es der Vater, der in den Armen hält und am Ende feststellt, daß er verloren hat. Ein zauberhafter Vergleich von Dir.
Sehr herzliche Grüße in Deine Nacht von mir

von bruni am 29.11.17

Die silbernen Blätter verlockten schon sehr, liebe ANNA-LENA,
aber es wäre ein Frevel gewesen. Also ließ ich es sein und nahm mir die Bilder mit
Herzlichst, Bruni

von bruni am 29.11.17

Liebe DIANA,
Du sagst es so schön, Alles ist Abschied und neuer Beginn, denn er ist im Abschied mit verborgen und das ist ein gutes Gefühl. Deshalb erkennen wir auch die Schönheit des Abschiedes. Wüßten wir, es ist ein Abschied für immer, würden wir diese Wunder gar nicht erkennen. Wir wären blind für sie.
Liebe späte Grüße von mir an Dich

von Anna-Lena am 28.11.17 - https://visitenkartemyblog.wordpress.com/

Ich würde es auch nicht wagen, so etwas wegzunehmen, was die Mutter Natur noch festhält. Das hast du ganz wunderbar formuliert, so dass auch die Achtung vor dem Vergänglichen bleiben kann und die ihm eigene Schönheit noch liebenswert ist.

Hab eine erholsame Nacht, liebe Freundin,
Anna-Lena

von Finbar am 28.11.17

Zauberhaft…
fast ein wenig an
Goethes Erlkönig
erinnernd 🌞
Feines Foto!

von diana am 28.11.17 - http://versspruenge.wordpress.com

so ein schönes stimmungsvolles, ein wenig wehmütiges gedicht, liebe bruni… da ist der gedanke an den frühling erstmal fern. alles ist abschied und anfang ...
mit lieben grüßen!
diana

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