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Verlassenes Dorf

Zerfallende Häuser - verlassene
Höfe - alte Schuppen die
Geheimnisse bergen


Brachliegende Felder die
kein Mensch mehr bestellt

 

Gesprungener Asphalt und
klaffende Risse - Wucherndes
Grün und nach Käutern
duftende Sommerluft

 

Uralt das Kirchlein - still und
stumm hängt die Glocke im Turm

 

WEHT WIND durch die Gassen
kann er´s nicht lassen
Entlockt der Glocke ein
kleines Ding Dong - Kling Glong
das in der Dämmerung
gespenstig hallt

 

Morsch - von den Jahren zer-
fressen - die Stufen nach oben

 

Doch niemand kümmert´s
schon gar nicht den Wind

 

Und in tröstendes Abendlicht
schmiegt sich einsam der Turm

 

 


Donnerstag, der 27.April 2017

Es gibt so viele verlassene Dörfer und
wo die Menschen blieben, das weiß
nur der Wind ...


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Text u. Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 29.4.17

Lieber FINBAR,
Du meinst also, es könne stehenbleiben, das Wasserhahnbild?
Ich habe aber auch verbröckelnde Mauern unter einem Blätterbaum im Angebot *g*

von Finbar am 29.4.17

Vielleicht hat es dort ja gerade solche Wasserhähne…wer weiß das schon…

von bruni am 28.4.17

Hallöchen, liebe PRISKA,
ach, an eine Goldgräbersiedlung erinnerte es Dich. Das ist ja interessant. Ich habe solche Dörfer schon im TV gesehen, aber in der Realität müssen sie sehr beeindrucken.
Die eine Zeile würde dann so lauten:
.

Brachliegende Mienen in denen
kein Mensch mehr schürft
.

Danke für diesen neuen Gedanken, liebe Priska.
Herzlichst Bruni zu Dir nach Basel

von Priska Pittet am 28.4.17 - http://www.alltagschrott.ch

Liebe Bruni
Mit Deinen Worten schaffst Du es immer, Bilder in mir zu wecken. Auch diesmal. Ich befand mich in Bodie, der ehemaligen Goldgräberstadt in Kalifornien. Es ist dort wie Du sagst, auch wenn man “brachliegende Felder” mit brachliegenden “Minen” ersetzen müsste… Die Stimmung dort ist aber genauso.
Ganz herzlich. Priska

von bruni am 28.4.17

Danke, lieber FINBAR,
da ich, wie Du weißt,  die Meisterin des Zweifelns bin, tun solche Worte verdammt gut.
.

Ich muß unbedingt das Foto ändern. Ich finde, es passt nicht so recht zu meinen Worten.
Liebe Freitagsgrüße an Dich von mir

von Finbar am 28.4.17

Auf jeden Fall sind es beeindruckende Zeilen…
Bonjour Bruni!
Liebe Frühlingsgrüße vom Finbar

von bruni am 27.4.17

Stimmt, lieber FINBAR,
jetzt, wo Du es sagst, denke ich auch darüber nach, an eines der wundervollsten Bücher die ich kenne.
Hier dachte ich wohl auch an *Das Licht der letzten Tage*, aber wer weiß, was mein Kopf da alles mit einbrachte
Lächelnde Grüße an Dich von Bruni am Donnerstagabend

von bruni am 27.4.17

Oh ja, liebe DIANA,
diese leise wehmütige Stimmung an solch einem Ort hatte ich im Kopf, als ich schrieb und die Verlassenheit mußte sich deutlich zeigen.
Danke für Deine feinen Worte, sie freuen mich sehr.
Herzliche Grüße an Dich von mir

von Finbar am 27.4.17

Klingt wie eine Stelle aus Erdzauber…ein verlassenes Dorf auf der Ebene der wilden Winde unweit des hohen Turms des Allmächtigen…

von diana am 27.4.17 - http://versspruenge.wordpress.com

oh, liebe bruni, die letzten beiden zeilen sind ein gedicht für sich!
aber auch insgesamt wundersame, wunderschöne zeilen, durch die diese ganz besondere stimmung, die an solch einem verlassenen ort so greifbar ist, schimmert. sehr schön, geheimnisvoll.
herzlichst,
diana

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