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Der Wanderer 2

Zeit zum Heimkehren


Sieh doch, es reifen
die Weinbeeren


Nachdem die Ernte
vollbracht


Kinder in später Sonne
gelacht


Mütter an Herbst und
Winter gedacht


beginnt das Jahr
sich zu neigen


und in der Ferne sein
Ende zu zeigen


Müde stützt sich der
Wanderer auf seinen
Stab


blickt über goldenes
Land und atmet den
Duft, der ihn nachhause
ruft ...

 

 

Samstagabend, 24.9.2016

Ein Gedicht aus dem
September 2010, das ich
sehr gerne aus seiner
Versenkung holte. Es hat
etwas, was mich anrührt


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Text u. Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 2.10.16

Liebe ULLI,
es gibt so viele müde Wanderer, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erkennen, wohin ihr Weg sie führen sollte u. andere erkennen ihn lebenslang nicht u. bleiben ruhelos bis an ihr Lebensende.
Ich glaube, jeder assoziiert mit diesen Zeilen so viele eigene Gedanken, daß sich immer ein bestimmtes Gesicht beim Lesen in den Vordergrund schiebt.
Herzliche Grüße zum Sonntagmorgen
von Bruni

Liebe Bruni, der Wanderer mit seinem Stab, da sehe ich gleich Guru Rinpoche vor mir, einer der erleuchteten Meister im tibetischen Buddhismus, den ich sehr mag!
Schön, dass du das Gedciht aus der Versenkung geholt hast, ich hätte es sonst wohl nie entdeckt.
Liebe Grüße
Ulli

von bruni am 1.10.16

Die Wanderarbeiter.. Liebe GERDA, hier bei uns sind es vorwiegend Polen, bei der Spargel- und Erdbeerernte.
Hier im Dörfchen geht es ihnen besser als in anderen Regionen. Ich unterhalte mich öfter mit einer Polin, die seit vielen Jahren kommt und sie erzählte mir genau, wie sie untergebracht sind und wie aufgehoben sie sich fühlen.
Das ist aber nur eine einzige der vielen Adressen, die Erntehelfer beschäftigt…
Es gibt die anderen, die ich nur sehe und nichts von ihnen weiß

von gerda am 1.10.16 - http://gerdakazakou.com

ein schönes sinniges Gedicht, liebe Bruni. die Arbeiter im Weinberg sind ja schon ein biblisches Motiv. Doch kamen mir die abgerissenen Gestalten der heutigen Weinbergarbeiter in den Sinn, für die es keinen Heimweg gibt. Sie kommen aus Bangladesh oder Pakistan und leben in elenden Behausungen, hoffend auf eine neue Ernte, irgendwo, damit sie ihren Tageslohn verdienen.

von bruni am 25.9.16

Ich mag ihn auch, den Herbst, liebe PETRA,vor allem dann, wenn er so wundervoll golden leuchtet wie heute grin
Herzliche Gutenachtgrüße von mir
an Dich

von bruni am 25.9.16

Liebe MICHAEL,
ich freue mich, daß es Dir gefällt.
Es ist eines, an das ich mich jetzt wieder erinnerte. Ich finde, es passt so gut in die herbstlichen Tage.
Ich schrieb es ja 2010 auch im September *g*
Einen lieben Gruß von Bruni

von bruni am 25.9.16

Liebe DIANA,
ich mag dieses herbstliche Gedicht vom Wanderer, der endlich nachhause möchte, auch. Er hat erlebt, was er erleben wollte, vielleicht mehr als gut für ihn war u. nun kommt eine Zeit, da es ihn in einen Hafen drängt.
Seine Sehnsucht gilt nicht mehr der Ferne, denn davon hatte er mehr als genug.
Liebe Grüße in die Nacht
von Bruni

von bruni am 25.9.16

Ach ja, sie sind so wichtig, die Ruhezeiten, nicht nur für uns, auch für die Natur. Nur wer oder was ausgeruht ist, hat Energie / Kraft, um seine Aufgaben zu erfüllen u. zu genießen, was immer wieder aufs Neue beginnt
Eine gute Woche wünsche ich Dir, liebe ANNA-LENA

von petra am 25.9.16

Liebe Bruni, sehr schön, dass du uns noch einmal diese feinen Zeilen präsentierst.
Der Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit, und er zeigt uns in diesem Jahr ganz wunderbar, was er so alles so kann.
Vielen Dank!
Alles Liebe zu dir von mir,
Petra

von Michael Hermann am 25.9.16 - http://kunstlyrikhermann.wordpress.com

Ein wunderschönes, ruhiges, beruhigendes Gedicht, liebe Bruni.
Alles Liebe,
Michael

von diana am 25.9.16 - http://versspruenge.wordpress.com

oh ja, schön, dass du es hervorgeholt hast, liebe bruni.
das ist wunderschön stimmungsvoll und fein in der aussage.
ausatmen, durchatmen, zur ruhe kommen.
alles liebe und einen sonnigen sonntag wünsche ich dir!
deine diana

Du tust gut daran, es aus der Versenkung zu holen, liebe Bruni.
Es ist kaum zu glauben, dass in drei Monaten bereits Weihnachten ist. Alles geht zu Ende und was sich nun verausgabt hat, darf auch zu recht müde sein, bereit in eine Ruhepause zu gehen und neue Kraft zu tanken.

Das wünsche ich dir für diese Nacht, ein intensives Ausruhen und ein gutes Erwachen am Sonntag.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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