Startseite | Kontakt | Impressum

Einsames Blatt

Ein einzelnes Blatt
müde und matt - vom
vergangenen Sommer
klammerte sich fest


Es wollte von seinem
Platz hoch oben nicht
weichen

 

Doch bald hatte es
das Einsamsein satt -
warf sich dem erst-
besten Windstoß in
seine offenen Arme


und er trug es fort -
zu einem anderen Ort

 

 

Dienstag, 8. Nov. 2016


image
Text u. Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 17.11.16

ich hoffe, liebe GERDA,
heute ist es ja ein wenig besser als all die Tage vorher, die ich immer im Bett verbrachte.
Nun ja, ein Blatt, daß so viel aushalten mußte, daß wird im Herbst ein wenig müde und dann fallen alle herab und rings um es wird es leer am Baum, da erkennt es in sich, wie müde und matt es doch auch ist und es fällt zu den anderen herab…

von gerda am 17.11.16 - http://gerdakazakou.com

so matt und müde, liebste Bruni, dass es einen Ausweg nur noch im Fallen sieht?  Aber schön sind die Zeilenm, und schön das Blatt. Du aber sollst bald wieder gesund sein, schließlich bist du kein Blatt, sondern ein Mensch. Liebe Grüße!

von bruni am 14.11.16

Liebe PETRA,
hier scheint sie auch und das ist toll, hoffentlich hilft es mir beim Gesundwerden…
Ja, vermutlich liegt es an diesen seltsam dusteren Tagen, daß die Gedanken auch so werden. Na ja, bei mir ist es mein mieser Gesundheitszustand, der mich bedrückt, aber wie das einsame Blatt fühle ich mich GottseiDank nun doch nicht *lächel*
Allerliebste Grüße an Dich von mir

von petra am 13.11.16

Liebe Bruni, der November ist für viele Menschen ein recht trauriger Monat.
Wenig Sonne, viel zu schnell wird es dunkel und dann dieser Nebel, da fühlt sich man/frau schon mal ganz schnell wie dein einsames Blatt.
Liebe Grüße von mir zu dir,
Petra
PS bei uns scheint seit fast einer Woche das erste mal wieder die Sonne😄

von bruni am 12.11.16

Genau, lieber HELMUT.
es hatte diese Einsamkeit hoch oben gründlich satt und flog davon…
Lieber Gruß von Bruni

von Helmut am 12.11.16 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Ja, Einsamkeit ist schwer erträglich. Da wird störrisches Festhalten am status quo manchmal überwunden.

Einen lieben Gruß
Helmut

von bruni am 11.11.16

Liebe MATHILDA,
ich hatte hier etwas vorgegriffen *g*, denn hier ist es auch noch nicht ganz soweit. Noch ist sie bunt, die Welt, voller farbenprächtiger Blätter, aber sie fallen unentwegt u. lange es dauert es nicht mehr, dann sind sie alle abgefallen, nicht nur einzelne. Liebe Grüße zu Dir von mir

von Mathilda am 10.11.16 - http://einfachtilda.wordpress.com

Es gibt sie…diese einsamen Blätter, aber es gibt auch noch Bäume voller Laub…unser Kirschbaum leuchtet golden und das ist ein Lichtblick an diesen trüben Tagen

Alles Liebe von Mathilda

von bruni am 9.11.16

Liebe Diana,
ich hatte immer ein einzelnes Blatt vor Augen, das noch an einem Zweig hing und von da bis zur Einsamkeit war es nicht weit…
Herzliche liebe Grüße von Bruni an Dich

von diana am 9.11.16 - http://versspruenge.wordpress.com

ein wunderschönes herbstgedicht, liebe bruni!
herbstzliche grüße wink
von diana

von bruni am 9.11.16

Wie schön, daß Du es nicht zu einfach findest. Ich habe jede Beifügung, jedes schmückende Wort, mit Absicht weggelassen
Manche Blätter haben jetzt eine unglaubliche Färbung angenommen u. dieses fand ich zu toll.
Liebe Grüße zum Morgen
von Bruni an Dich

von finbar am 8.11.16 - http://finbarsgift.wordpress.com

Wundervolle Poesie
und erst die Farben des Fotos, herrlich!!

von bruni am 8.11.16

Liebe ANNA-LENA,
hier hatte ich tatsächlich nur ein Blatt im Kopf, das einsam an einem Baum hing und dann doch noch vom Wind weggepustet wurde *lächel*
Es kann schon sein, daß mein Ton zur Zeit trauriger/wehmütiger klingt als vor einiger Zeit, denn ich fühle mich ringsrum krank und kämpfe täglich mit Übelkeit, Kopf- und Bauchschmerzen und
bin in meiner Aktivität dadurch sehr eingeschränkt. Ich hoffe, die erneute Magenspiegelung und die darauf folgende Darmspiegelung werden den Übeltäter zeigen.
Sehr herzlich ♥
Bruni am Abend

Auch wenn du nicht autobiografisch schreibst, liebste Bruni, empfinde ich ganz viel Traurigkeit und Wehmut in deinen Zeilen.
Flucht sollte immer die letzte aller Möglichkeiten sein, aber manchmal geht es einfach nicht anders. Ein wenig Abstand kann heilsam sein.

Einen lieben Gruß an dich,
Anna-Lena

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image image image