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Die Hülle

Mein Schutz ist meine
Hülle, mein Federkleid


Darunter verbirgt sich
nackt und blank meine
Seele, die als einzige
meine Gedanken und
mein Inneres kennt


Manchmal reicht mein
sommerlich leichtes
Federkleid zu meinem
wärmenden Schutz nicht
mehr aus


Und ich höre, wie etwas
in mir nach wärmeren
Federn schreit…

 

Dienstag, 31. Mai 2016


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 4.10.16

Liebe FEE,
Daunen, die wärmen, nehme ich gerne an und arbeite sie vorsichtig in mein Federkleid ein…
Lächelnde liebe Grüße von Bruni an Dich

von Karfunkelfee am 4.10.16

Liebe Bruni,
Hier weht Dir der Herbstwind ein paar Daunen zu.
Wickele Dich einfach darin ein.
Sie sollen Dir Wärme und Schutz und etwas Weiches gegen das Frieren sein. Einen lieben Gruß von mir zu Dir

von bruni am 12.6.16

Danke, liebe MARLIS,
Deine Worte freuen mich sehr und Corrys Kommentar berührte mich tief.
Er kam überraschend und ich konnte kaum glauben, was ich da las.
Sehr herzlich
Bruni zum Sonntagabend

Ein wundervolles Gedicht und ein wundervoller Mutter-Tochter-Dialog! Mit großem Respekt vor gerade diesem behutsamen Miteinander lese ich deine Worte!
Herzlichst, deine Marlis

von bruni am 3.6.16

Liebe CORRY,

Sehr nahestehende Menschen, denen man blind vertraut, dürfen sie sehen, weil sie in der Lsge sind zu verstehen und behutsam damit umzugehen. Es gibt aber auch Dinge, über die kann man nicht reden, obwohl man es manchmal gerne tun würde und doch möchte es die Seele für sich bewahren. Das sollte man dann akzeptieren.
Das menschliche Miteinander ist das Schwierigste, was es gibt. Wir sind mit so vielen Gefühlen ausgestattet, neben unserem ganzen Verstand, daß auch die Verletzlichkeit sehr groß sein kann.
Die Behutsamkeit im Umgang miteinander ist wichtig.
Die liebsten Abendgrüße an Dich ♥♥
von Deiner Mama

von Corry am 3.6.16

Ein dickes Fell oder eine dicke Haut…Ja,  man denkt,  es sei sinnvoll und würde schützen. Schutz vor dem echten Mensch,der Seele. Dürfen nahestehende Menschen die Seele sehen?? Ohne das Gefühl des Verletztseins zu spüren,  zu fühlen, lernt man sich nicht kennen und die anderen einen auch nicht. Bei sich bleiben zu können, auch wenn Erwartungen auf einen treffen und alte Muster in Gang bringen…Ja das wäre toll.

von bruni am 2.6.16

Die Elefantenhaut, liebe PETRA,
die alle Verletzungen abhält *g*.
Ja, ich weiß, die wünschen wir uns alle, aber so dick ist selten eine Menschenhaut.
Da gibt es auch viele Risse, ganz egal, wir dick sie ist, an irgend einer Stelle ist sie es eben nicht.
Lies mal hier, das war in 2006 *g*.
Da hörte es sich so an
http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2006/juni/risse
Liebe Grüße zum noch trockenen Morgen
von Bruni an Dich

von petra am 2.6.16

Ganz wunderbar deine Zeilen und soviel Wahrheit dahinter, liebe Bruni.
Ich bin in der Regel mit meiner Hülle zufrieden, aber es gibt dennoch Situationen, da möchte ich die eines Elefanten haben.
Ganz liebe Grüße in den Tag zu dir,
Petra

von bruni am 1.6.16

Liebe KARIN,
die Seele weiß genau, was sie braucht, sie läßt sich nicht täuschen. Ich glaube fast, sie ist klüger als unser Gehirn, sie blickt durch, wo der Verstand nur noch Fragezeichen in die Luft zeichnet *lächel*
Wünschen wir uns gegenseitig Stärke und Mut, liebe Karin, denn beides brauchen wir dringend.
Wie schön, daß Du reingeschaut hast.
Liebe Grüße an Dich von Bruni

von Karin am 1.6.16

Liebe Bruni,
unser aller Suche nach Geborgenheit, Wärme, Aufgefangensein lässt uns manchmal verzweifeln, wir müssen uns Ersatz suchen, finden ihn auch meist, anderes Seelenfutter, doch dazu bedarf es viel Kraft und vor allem des Mutes, nie aufzugeben.
Ich wünsche Dir Stärke und viele zusätzliche Daunenfedern für Deine Seele.
Mit liebem Gruß Karin

von bruni am 1.6.16

Liebe DIANA,
einer frierenden Seele geht es nicht gut und wenn sie der Mut ganz und gar verläßt, wird es schwierig mit dem dickeren Federkleid, denn selbst das reicht dann nicht mehr aus…
Ich hoffe, daß mein Federkleid sich den wechselnden Wetterlagen einigermaßen anpassen kann u. der Seele nie mehr als ein kurzes Frösteln geschieht.
Liebe Grüße auch Dir in den funkelnagelneuen Monat, nun schon den sechsten des Jahres.
Unglaublich, wie schnell doch das erste Halbjahr vorbeirauschte.

von diana am 1.6.16 - http://versspruenge.wordpress.com

was für ein guter und wahrer text, liebe bruni, so berührend geschrieben. die seele sollte nie frieren, aber sie ist empfindlich… mögen immer genug federn um sie herum sein!
liebe junigrüße an dich!
diana

von bruni am 31.5.16

Liebe ANNA-LENA,
nein, sie sollte nie frieren und geschieht es doch, braucht sie dringend ein dickeres Seelenkleid…
Ich danke Dir sehr für Deinen feinen Kommentar und schicke Dir liebe Grüße in Deine spätabendliche Arbeitsstube

Liebe Bruni,
manchmal muss man Hüllen fallen lassen, so weh es auch tut und sich nach einer wärmenderen Schicht umsehen.

Eine Seele, die friert, ist verletzlich. Kälte macht krank!

Ich wünsche dir Wärme, die dich bis ins Innere trifft.

Von Herzen,
Anna-Lena

von bruni am 31.5.16

Lieber FINBAR,
wir kennen es also beide, dieses Gefühl, ein dickeres Fell oder auch einige Federchen mehr als Schutz und Hülle um uns haben zu wollen.
Wenn die Seele friert, kann die Sonne noch so sehr scheinen, sie wärmt nur oberflächlich.
Ich grüße Dich herzlich zum Abend und hoffe, Du frierst nicht mehr *lächel*

von finbar am 31.5.16 - http://finbarsgift.wordpress.com

Dein heutiges Poem, liebe Bruni, spricht etwas wichtiges an, das ich auch nur zu gut kenne,
mir seeeehr vertraut ist…

Hab einen schönen sonnigen Tag,
herzliche Mittagsgrüßle
vom Finbar

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