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Lange danach

Verwüstetes Land und einsam
grüßend ein Baumgerippe


Ein Haus ohne Wände
auf verseuchtem Gelände


Fetzen trauernder Lieder
lehmverkrusteter Schmerz


Krumme Rücken, die sich
arbeitssam bücken


Reuevolle   Tränen
die endlich rinnen


Und - kaum hörbar -
ein zaghaftes Lachen


Besänftigt verstummen
die wehklagenden Schatten
die mal ein Leben hatten

 


Montag, 21. März 2016

Ein sehr beeindruckender
Film in schwarz/weiß
* Grüße aus Fukushima *


5 Jahre ist es her.
Die Wahrheit von heute
sieht nicht gut aus.


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 8.11.16

Eine Katastrophe mit unendlich viel Leid u. Folgen ohne Ende, liebe FEE
Liebe herzliche Grüße von Bruni
an Dich

von Karfunkelfee am 8.11.16

Siehst Du, liebe Freundin, dieser Eintrag wollte besonders von mir gefunden werden. smile
Gerade noch schrieb ich über Hiroshimas grüne Hoffnung, den Gingko und Du sprachst mir von Doris Dörrie’s Film über Fukushima. Du hast gute Zeilen dazu gefunden, was mich immer noch vor Entsetzen sprachlos sein lässt…angstvoll sein lässt. Doch irgendwann sind die Worte da und ich kann endlich Fukushima verdichten. Ich fühle sehr mit den Menschen dort. Liebe nachdenkliche Grüße von Deiner Fee

von bruni am 19.10.16

Als ich meine Zeilen schrieb, hatte ich kurz vorher diesen so sehr beeindruckenden Film gesehen, liebe FEE.
Er hatte sich mir hautnah vermittelt und im Geiste sah ich lange noch die verlorenen Seelen, von denen selten mal einer redet… das Grauen dieses Ortes und das langsam sich wieder aufbauende Leben dort

von Stefanie am 17.10.16

Wie schön, dass Du Fukushima aufgreifst! Da spricht heute kaum noch jemand drüber. Dabei ragen über 5.000 Brennstäbe aus dem Meer und drohen zu überhitzen. Dabei gibt es immer wieder entsetzliche Meldungen von Toten, Krankheiten, Traumatisierten…Versehrten dieses Unglücks, das die ganze Welt betrifft. Es wird in den Medien erschreckend tot geschwiegen. Es muss echt übel sein…

von Klaus-Dieter Kowalsky am 24.3.16 - http://kowkla123.wordpress.com

mache eine Pause.
Alles Gute für das Fest, KLaus

von bruni am 23.3.16

Liebe MARLI, danke für Deine guten Worte.
Ich bin sehr überrascht, daß meine Worte doch so eindrucksvoll geworden sind. Es fiel mir selbst nicht auf. War mir nicht bewußt, ich zweifelte herum und stellte sie dann doch ein, und als ich sie hier las, erkannte es erst, daß sie geglückt waren.
Ich hatte den Film intensiv verfolgt und dieses einsam grüßende Baumgerippe sah man immer wieder…
Mit den Gedanken an ihn bin ich nachhause gefahren…
Liebe abendliche Grüße an Dich

richtig ergreifend, liebe Bruni! Du hast es wie so oft wunderbar in Worte gefasst, was oftmals unaussprechlich scheint!
Ganz liebe Grüße zum Abend von
Marlis

von bruni am 23.3.16

Alle Menschen sind gleich, liebe ASTRID. Ich bestreite, daß sie Brüder und Schwestern sind *schmunzel* (im Geiste sowieso nicht) aber keiner kann sich üer den andern erheben. Es gibt kein Volk, das besser oder ein anderes, das schlechter ist.
Liebe Grüße von Bruni

von bruni am 23.3.16

liebe GERDA, genau so ist es.
Die Tränen fließen erst dann, wenn in uns ein Damm gebrochen ist, wenn er überwunden wurde.
Manchmal müssen wir etwas erkennen, was wir tief in uns vergraben hatten, dann beginnt erst die Verarbeitung; Gefühle entstehen neu u. befreiende Tränen können dem erleichterten Lachen den Boden bereiten.

von bruni am 23.3.16

Liebe PETRA, ja, dieses Grauen, immer versucht es, uns ein anderes Gesicht zu zeigen, aber jedesmal ist es nur eine grausige Fratze und wir wissen nicht, wie wir ihr begegnen sollen.
Ein Ende des Grauens würden wir uns wünschen, aber der Mensch trägt ein Gen in sich, das seine dunkle Seite jeder Zeit parat hält, auch wenn er kurz vorher noch den Biedermann *spielte*...
Gegen die Katastrophen der Natur können wir uns anders wehren, oder wir müssen sie hinnehmen, als unabänderlich, aber das Grauen, das der Mensch dem Menschen bereitet, dem gegenüber sind wir in sehr anderer Weise ausgeliefert.
Da wünschen wir uns nur, daß die helle Seite endlich wieder zum Vorschein kommt, ohne, daß das Dunkel sie sofort wieder verschlingt.
Herzliche Grüße an Dich nach Dresden, liebe Petra.

von Astrid Bergmann am 23.3.16 - https://meineartastridbergmann.wordpress.com/

Liebe Bruni,
wie treffend beschrieben, leider werden die Menschen nicht klüger, ob in Japan oder anderswo.

LG
Astrid

von gerda am 23.3.16 - http://gerdakazakou.com

die Wendung gegen Ende (Lachen, besänftigt) bringt die Tränen zum Fließen, die sonst zu Wut und lebensverneinender Verzweiflung würden.

von petra am 23.3.16

Liebe Bruni, deine Worte berühren, und das Grauen hört nicht auf!
Jetzt ist es Belgien und wann wird es uns treffen?!
Es ist so grausam, mir fehlen die passenden Worte.
Traurige Grüße aus Dresden,
Petra

von bruni am 22.3.16

Lieber FINBAR, eine grüne Regierung ist allemal besser als eine tiefschwarze, ekelhaft braune oder knallrote…
Wobei Intelligenz/Vernunft/gesunder Menschenverstand nicht durch Farbe bestimmt werden…
Fürchterliches passiert an so vielen Orten in der Welt und in Fukushima kam ein Entsetzen nach dem anderen.
Heute nun der Terroranschlag in Brüssel.
Ich kann es nicht fassen und doch ist es wahr.
Was ist nur der Mensch, der seine Mitmenschen so sehr hasst, daß er sie auf grausamste Weise tötet und sich selbst gleich mit?
Ein Mensch, der seine eigene Zerstörung in sich trägt…
Ich grübele mal wieder sehr.

von bruni am 22.3.16

So sieht es aus, als hätten die Menschen gar nichts gelernt, lieber MICHAEL!
Unentwegt neue Katastrophen, die der Mensch produziet durch Habgier, Machtgelüste und entsetzlichen Fanatismus, der zerstört und zertritt, was ihm im Weg steht!
Liebe Grüße von Bruni

von bruni am 22.3.16

Herzlich willkommen, liebe MONIKA-MARIA.
Du bringst es auf den Punkt.
Es war und ist immer noch ausströmender Tod und zusätzlich die Zerstörung durch Erdbeben und Tsunami, die aus einer lebendigen Gegend eine geisterhafte machten.
Liebe Grüße von Bruni

von bruni am 22.3.16

Nein, es kann auch menschliche Zerströrungskraft sein, wie heute wieder in Brüssel, liebe GABRIELE.
Wie entsetzlich, was da wieder passiert ist…Ich kann es kaum fassen.
Liebe abendliche Grüße an Dich von mir

von bruni am 22.3.16

Das NichtVergessen ist hochwichtig UND das Abstellen der Atommeiler, liebe DIANA.
Gegen die Naturkräfte, die hier noch zusätzlich verwüsteten, kann sich der Mensch kaum wehren…
Danke für Deine guten Worte u.liebe Grüße von mir

von finbar am 22.3.16 - http://finbarsgift.wordpress.com

Beeindruckend,
Deine Zeilen,
Einer Atommeiler
Katastrophe gedenkend,

Die auch dazu führte,
Dass im Ländle die
Schwarzen abgewählt wurden
Und es politisch grüner
Werden konnte

Wohl das einzig
Gute daran

von Michael Hermann am 22.3.16 - http://kunstlyrikhermann.wordpress.comcounty65

Gut aufgefangen, liebe Bruni.
Ich befürchte die Menschheit lernt nichts daraus.
Mit lieben Grüßen,
Michael

von Monika-Maria am 22.3.16 - http://monikamaria.wordpress.com

.... und immer noch nicht unter Kontrolle den ausstroemenden Tod ...
Segen sei immer und überall!
M.M.

von gabriele pflug am 22.3.16 - http://zichoriezauber.blogspot.com/

schrecklich ist das alles, liebe bruni!
deine worte dazu unterstreichen das noch mal sehr eindrücklich!
rund um unser land lauern die gefahren und ich will gar nicht dran denken, wer sich da zutritt verschaffen könnte.
es muss nicht nur eine naturkatastrophe sein!

liebe morgengrüße
gabriele

von diana am 22.3.16 - http://versspruenge.wordpress.com

... und sehr beeindruckende zeilen von dir, liebe bruni!
auch hier gilt: nicht vergessen.
sehr herzlich,
diana

von bruni am 22.3.16

Seit 5 Jahren, liebe ANNA-LENA? Ich habe das Gefühl, es wäre schon ewig so…
Es macht irgendwie keinen Unterschied. Du hast ganz recht. Lebensbedrohlich, die Existenz vernichtend ist es immer und Not und Elend bringt es mit sich.
Manchmal muß man das Darübernachdenken abschalten, sonst sieht man das Schöne der Welt nicht mehr…
Dir auch eine gute Nacht und friedvolle Träume

Vor fünf Jahren war es Fukushima, seit fünf Jahren ist es Syrien. Ob verstrahlt oder zerbombt, mit Giftgas verseucht, es macht keinen großen Unterschied.

Wohin soll das noch führen?
Nun Gute-Nacht-Grüße zu dir, liebe Bruni grin

von bruni am 21.3.16

Liebe BÄRBEL, nein, nicht frei von Gefahr, ganz und gar nicht.
Die Aufräumarbeiten sind problematisch und viel zu viele kleine Firmen nutzen die für einen Hungerlohn dort hart arbeitenden Menschen schamlos aus.
Der Mensch, der die Not von anderen zum Bereichern nutzt. Es ist zum Kotzen. Leider fällt mir kein sanfterer Ausdruck für Ausbeutung ein.

von bruni am 21.3.16

Liebe ANNA-LENA, und immer noch sieht es schlimm aus dort.
Säcke voller radioaktiv verseuchter Erde werden in Halden gesammelt, sehr ordentlich aufeinander gestapelt.
In einigen Gegenden um das Sperrgebiet sind die Strahlenwerte inzwischen so weit gesunken, dass sie wieder bewohnbar sind. Arbeiter reinigen die Häuser, bevor ihre Bewohner wieder einziehen können. Doch vieles sieht noch aus, wie direkt nach der Zerstörung. Eine geisterhafte Gegend, in der doch wieder einge leben, mehr schlecht als recht…
Eine Geschichte wie ein Albtraum.
Es ist ein beeindruckender Film, der zur Zeit in den Kinos läuft u. der in einem Beispiel zeigt, wie Hoffnung dort aussehen kann, sofern die Hoffnung wieder Kraft sammeln konnte.
Wie gut haben wir es hier.
Möge es bitte so bleiben.
Liebe Grüße an Dich

von minibar am 21.3.16 - https://minibares.wordpress.com

Schlimm das Ganze.
Und noch immer nicht frei von Gefahren.
Die Japaner bauen ja weiter auf Atomkraftwerke
deine Bärbel

Ich staune heute noch, wie die Japaner damals mit dieser furchtbaren Katastrophe umgegangen sind. Diese Mentalität beeindruckt mich ungemein.

Ein Teil des ohnehin dicht besiedelten Landes wird immer eine Hölle bleiben, unbewohnbar, verseucht und verstrahlt.

Starke Worte mit Tiefgang, liebe Bruni.

Nachdenkliche Grüße
Anna-Lena

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