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Wir lieben sie

Wir lieben sie!


wir lieben die Tiere hinter Gittern
und Stäben, bestaunen mit
offenen Mündern den stolzen
und aufrechten Gang


Wie glänzt doch ihr Fell, sieh sie
dir an, die Bären, die Füchse,
Löwen und Leoparden, der
wiegende Panther mit der stillen
Pupille…


Gefangen, damit wir sie niemals
vergessen…


Aus Pelz dann die Kragen, die
Mäntel von Nerz und aus Zobel,
als wären wir mit dem Schlachten
der edlen Pelze und Felle noch
nobel


Angeschossen und qualvoll
verendet, riesige Elefanten mit
Zähnen aus Bein

(An niedergeknüppelte Robben-
kinder darf ich nicht denken -
und wehe dir, du rührst mir mein
Baby an)


Katzen, Hunde, Mäuse und Ratten,
infiziert mit Bakterien, gefährlichen
Viren, damit sie zum Wohle des
Menschen krepieren

Aber wir lieben sie doch…

 


Donnerstag, 28. Januar 2016

Am Samstag, dem 13. Februar 2016,
um 17,00 Uhr, findet auf dem Kudamm
in Berlin eine Demonstration gegen
Tierquälerei und für den Schutz der
Tiere statt. Treffpunkt ist bei Bogner!
Teilnehmer sollten eine Kerze dabei-
haben, die in Gedanken an alle
gequälten und getöteten Tiere
angezündet wird.

Auf Wunsch einer lieben Berliner
Freundin schrieb ich meinen Text

 

 

 


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Text u. Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 24.3.16

Liebe GERDA, ich hätte nicht im Traum daran gedacht, einen solchen Text zu verfassen, bis ich darum gebeten wurde, und ich merkte sofort, bei diesem Thema ereifere ich mich.
Der Mensch, das Tier über den Tieren, das Wesen, das meint, alles stünde auf einer niedrigeren Stufe als er, der sich über die anderen erhebt und rigoros tut, was er will. Er zwingt ihm seinen Willen auf…
Ein Thema, das mich immer berührt, trotz meiner Inkonsequenz bei der Ernährung. Tja

von gerda am 24.3.16 - http://gerdakazakou.com

stark! Ja, fürchte dich vor der Liebe der Menschen, Tier. Auch in der Liebe sind wir schrecklich. (Ich liebe Hasenbraten und Lammfelljacken, du liebst Elfenbeinschnitzerei und Gänseleber ....)

von bruni am 7.2.16

Liebe SALOMÉ, nun war ich aber wirklich sehr erstaunt, Dich hier zu finden und es freut mich über alle Maßen, wie Du Dir vorstellen kannst.
Ich weiß ja, der Weg hierher ist mit Hindernissern gepflastert, aber DU hast es geschafft, Toll, ich danke Dir dafür!
Dann hast Du also doch so etwas wie Lampenfieber? Aber soll das nicht auch so sein? Sind es nicht die guten Schauspieler auch vor jeder Aufführung?
Ja, es ist diesmal ein Thema, das Dir mehr als als alles andere am Herzen liegt und da ist es wieder anders. Da mußt Du schildern, was Du weißt, was Du mit eigenen Augen sehen mußtest und es zerreißt Dir fast Dein Herz, auch nur still daran zu denken.
Aber Du tust es für sie, für die Tierwesen, die sich in der Menschensprache nicht auszudrücken vermögen, DU mußt es für sie tun!
DU redest für sie.
DU hilfst Ihnen auf diese Weise.

Ich werde intensiv an Dich denken und Dir meine Daumen drücken.

Sehr herzlich
Bruni

von salome dufy am 7.2.16

~Liebe Bruni—nun ist es nicht mal mehr eine Woche, bis ich deine Zeilen verlesen werde!Und—ich habe wieder Angst davor, denn ich sehe die armen geschundenen Seelen—die gequälten Lebewesen!und ich vermeine: sie kriegen sehr wohl in ihrer Leidenszeit mit, was mit ihnen geschehen soll; nicht nur, wenn sie zu einem Mantel gemacht werden sollen, auch, wenn sie zu Tierversuchen, Kampfspielen und zum gegessen werden herhalten müssen!
Der Mensch hält sich immer noch für etwas >Besseres<!!
Danke—für Deine wundervollen Zeilen! salome

von bruni am 31.1.16

Liebe MARLIS, als ich gebeten wurde, einige Worte darüber zu schreiben, fielen mir nur solch starke, schon sarkastische ein und ich merkte sehr, wie mich diese unnützen und gemeinsten Quälereien von Tieren immer wieder entsetzen, wenn ich sie mitbekomme, liebe Freundin. Anders hätte ich nicht schreiben können.
Tja, das Bildmotiv *g*, das mußte jetzt hierher, weil man ja hinter die Oberfläche des Affengesichtes schlüpfen kann, da ist ein Hohlraum und unentwegt macht sich da einer zum Affen und läßt sich fotografieren…
Herzliche ♥ Abendgrüße an Dich von mir

von Marlis Hofmann am 31.1.16 - http://wederwill.wordpress.com

Liebe Bruni, das sind starke Worte. Aber solche Worte sind manchmal notwendig, um aufzurütteln und unseren Blick zu lenken. Wunderschön ist dein Foto dazu - was für ein Motiv und wie fantastisch in Szene gesetzt.
Herzliche Abendgrüße von
Marlis

von bruni am 31.1.16

Liebe BARBARA, oh ja, diese inneren und äußeren Zwänge, die uns umgeben, sie sind mir sehr bewußt, aber wir haben eine sogenannte gefühlte Freiheit, in der wir uns bewegen können und nicht mal die gestehen wir diesen Tieren zu, die wir zu unserem Nutzen töten oder in Gefangenschaft halten, es sei denn, es ist in einem Zoo ein riesiges Freilandgehege, oder aber das Tier schon in Gefangenschsft geboren und kennt nichts anderes.
Nun wirst Du sagen, wir kennen es doch auch nur so und doch haben wir ein Denken, das uns befähigt, über viele Zwänge hinweg freiheitlich fühlen zu können. Wer es nicht kann, aus irgendwelchen Gründen nicht dazu in der Lage ist, der ist arm dran, da gebe ich Dir völlig recht, liebe Barbara.
Danke für diesen guten Kommentar und herzliche Grüße an Dich

von wortwesen-du/bmh am 30.1.16 - http://wortwesen2014.wordpress.com

Liebe Bruni, das ist ein aufrüttelndes Gedicht.
Du sagst zu Anna-Lena, Du seiest froh nicht hinter Gittern und Stäben verbringen zu müssen.
Liebe Freundin, auf den ersten Blick stimmt das ... auf den ersten Blick.
Eingezwängt in,  soll ich mal aufzählen, wo wir alle gemeinsam hinter Gittern stecken? (nicht zu vergessen die eigenen Gitterstäbe, die uns wir uns wie ein Korsett angezogen haben und es oft gar nicht bemerken) ich glaube da kämen so manche Begrenzungen ans Tageslicht.
Nein, ich fange erst gar nicht damit an ... das ist der Stoff für ein nächstes Gedicht für Dich wink


Ah! Mein Gedicht passt gut zum Thema ... in diesem Sinne
Herzlich Barbara
♥ ♥ ♥

von bruni am 30.1.16

Lieber FINBAR, wie recht Du doch hast, die größte Bestie von allen, das ist er viel zu oft und im nächsten Moment dreht er sich um und streichelt einem Kind die Wange. Unerklärlich ist es mir und eine wirklich plausible Antwort für dieses kontroverse Verhalten geht nicht in meinen Kopf.
Der Brückenaffe an der Alten Brücke hat einen Hohlraum hinter seinem Gesicht und ist so groß, daß er ein Menschengesicht faßt. Er wird oft zu einem TouristenFoto genutzt. Der Mensch macht sich zum Affen - ständig
Es liegt an der Einstellung des Fotoapparates, daß er Dir hier so fremd vorkommt *lächel*
Liebe Grüße am Samstagmorgen von mir an Dich

von finbar am 30.1.16 - http://finbarsgift.wordpress.com

Was für ein atemberaubendes Poem!

Ja, die Menschen können die wildesten Bestien sein!!

Wo hast du denn nur dieses tolle, sehr fremd wirkende Foto gemacht?
Es ist umwerfend gut!

Liebe Morgengrüße
vom Finbar

von bruni am 29.1.16

Liebe Astrid, mir geht es ähnlich.
Sich mit dem Fell eines toten Tieres zu schmücken, finde ich makaber und der sinnlose Mord an den wunderschönen Pelztieren ist für mich nicht zu verstehen. Tierversuche sind Quälereien, eingepferchte Tiere, in zu engen Ställen und Überlandtranporte, die nur in den Tod führen sind verabscheuungswürdig.
Grausames Handeln, ganz egal, ob gegen Mensch oder Tier ist für mich schwer zu verstehen und doch passiert es ständig.
Ich freue mich, daß Du bei mir liest, liebe ASTRID, und ich hoffe sehr,daß es Dir gut geht.
Würdest Du in der Nähe wohnen, wäre ich bei jeder Deiner Ausstellungen.
Herzliche Grüße an Dich
von Bruni

von Astrid Bergmann am 29.1.16 - https://meineartastridbergmann.wordpress.com/

Liebe Bruni,
je älter ich werde desto unverständlicher werden mir die Menschen die grausam zu Tieren und Menschen sind und den Pelz toter Tiere zur Schau tragen.
Es macht mich traurig und hilflos und lässt mich an der Menschheit zweifeln.

LG
Astrid

PS. ich lese alle deine Gedichte, meistens fehlen mir aber die Worte um einen Kommentar zu schreiben, bin einfach nicht so gut drauf.

von bruni am 29.1.16

So ist es, liebe ANNA-LENA und das ist so fürchterlich, daß sich mir alle Haare zu Berge stellen, wenn ich nur daran denke!
Und doch sollten wir über der Not, von der wir aktuell dicht umgeben sind, die Tiere nicht vergessen und darum meine Worte hier.
Ich grüße Dich, liebe Freundin, ohne Angst davor, mein Dasein hinter Gittern und Stäben verbringen zu müssen und dafür danke ich im Grunde täglich, auch wenn ich es nicht unentwegt ausspreche.

Wir scheuen uns auch nicht, Menschen einzusperren, Schauprozesse zu verfolgen und sich wie Voyeure daran zu ergötzen.

Nachdenkliche Grüße am Morgen! grin

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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