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Still und stumm

Still lag sie und stumm
am Rande der Menge -
der Boden war kalt


Sie hetzten vorüber,
eilten vorbei…
die Frau am Boden -
schon lang einerlei


Es lagen so viele
oder saßen auf Decken,
wozu also sollten sie
die Schlafende wecken…

 


Dienstag, 12. Jan. 2016


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 19.1.16

Es ist eine schwierige Sache, liebe EMILY.
Alle Menschen sind gleich, alle Menschen sind Brüder…,  heißt es nicht so oder so ähnlich?
Und doch gibt es die am Rande, die, die abseits sind, nicht *dazugehören* und das dürfte es nicht geben.
Aber wie es ändern? Ich vermute, daß es nicht gelingen wird und der Gedanke macht traurig.

von Emily am 19.1.16 - http://www.emily221.wordpress.com

Auch ein einzelnes Schicksal, ist am Ende mit vielen anderen verbunden. Es wird Zeit das zu begreifen.

von bruni am 15.1.16

Es gibt so viel Unwägbares, liebe PETRA,das jemanden sehr schnell aus der gewohnten Bahn werfen kann. Da würde ich mich nie erdreisten zu denken, daß es in unserem Land gar nicht passieren kann.
Wir sehen ja deutlich, daß es geschieht…
Herzliche Morgengrüße zu Dir

von petra am 15.1.16

Nachdenkliche Zeilen zu einem Thema, was immer mehr in den Fokus unserer Gegenwart rückt. Leider werden es immer mehr, die Hilfe und Unterstützung brauchen.
Und es sollte keiner sagen, dass jeder seines Glückes eigener Schmied ist.
Sehr bewegende Zeilen, liebe Bruni.
Herzliche Grüße in den späten Abend zu dir, Petra

von bruni am 14.1.16

Lieber Helmut, es sind meist Obdachlose, die da auf der Straße leben. Es sind nicht immer die, die wandern und nicht seßhaft sein wollen, sondern die, die Unglück erlebten, nicht damit fertig wurden und der Weg nach unten war vorprogrammiert. Es kann schneller gehen, als wir es uns vorstellen.
Vor allen in eisigen Zeiten macht es mir Probleme sie in diesem Elend zu sehen und in unserem reichen Land so am Rande zu wissen.
Ich danke allen Menschen, die sich ihrer annehmen.

von Helmut am 14.1.16 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Menschen auf der Straße: Modernes Nomadentum - wobei mir beim Wort “modern” alle Haare zu Berg stehen. Unsere Breiten sind ja nicht dafür geschaffen!

von bruni am 14.1.16

So ist es, liebe ANNAS-LENA.
Die Gedankenlosigkeit eilt weiter, hetzt an Orte, an denen diese armen Menschen keinen Platz haben…
Ich danke Dir für diese Worte, die mit meinen Gefühlen sehr übereinstimmen.
Nachdenklich auch ich
Deine Bruni

Es werden immer mehr, die - meist ohne es zu wollen - ins soziale Abseits gelangen. Und viele eilen vorbei, ohne den Gedanken an die Randgruppen unserer Gesellschaft an sich herankommen zu lassen.

Nachdenkliche Grüße
Anna-Lena

von bruni am 14.1.16

inzwischen sieht man sie in allen größeren Städten, liebe BÄRBEL.
Auch das sollte es nicht geben, und es stimmt auch nicht, daß es sich hier immer um Menschen handelt, die faul sind. Menschen, die auf der Straße leben, haben ihre Geschichten und viele davon sind so trostlos, daß es zum Heulen ist.
Und es ist sehr einfach wegzusehen… Meist tun wir es auch und oft genug schäme ich mich deswegen.
Lieber Gruß an Dich

von minibar am 13.1.16 - https://minibares.wordpress.com

Oha, sowas sieht man in unserem kleinen Ort nicht.
Aber wenn ihr das sehen müsst…
Schlimm!
deine Bärbel

von bruni am 13.1.16

Ja, lieber FINBAR, man sieht so viele, an allen möglichen Orten und nie weiß man so genau, wie man sich richtig verhalten sollte…
Liebe Grüße von mir an Dich

von finbar am 13.1.16 - http://finbarsgift.wordpress.com

Bewegende Zeilen, liebe Madame de la Poesie, auch hier habe ich einen solchen Anblick mitten in der Stadt fast täglich zu ertragen…

Herzliche Wintergrüße
from me to you

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