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Ohne Sinn

Als er das Laute nicht mehr ertrug
den Trubel die Enge die vielen
Menschen um sich

 

Als ihn selbst die Mücke an der
Wand schon störte, Wolken nur
noch zu weich zu hart oder auch
nur zu zerzaust erschienen die
Erde nicht mehr rund genug und
er auf ihr seinen Platz nicht
mehr fand

 

Da zog er sich in eine Welt zurück
in die ihm keiner folgen konnte

 

Er fühlte und sah nicht mehr
Nichts ging ihm noch auf den
Geist denn der hatte sich längst
verabschiedet…

 

Er zerstach *nur* noch Autoreifen
und gelegentlich zertrat er mit
seinen großen Füßen eine Blume
weil er sie nicht mehr erkannte
und nur noch mit falschem Namen
benannte

 

 

Samstag, 30. April 2016


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 8.11.16

Vor allem ist es die Interesselosigkeit am Mitmenschen, die zuerst auffällt,und dann auch die steinernen Mienen, die Masken, die undurchdringlich sind, liebe FEE.
Ich denke auch, daß es heute verstärkt so ist.
Liebste Grüßle von mir zu Dir

von Karfunkelfee am 8.11.16

Liebe Bruni,

Du beschreibst hier sehr nachfühlbar, wie ein Mensch sich von innen beginnt zu verschließen bis hin zur Versteinerung. Es macht mich nachdenklich. Mir scheint manchmal, es werden immer mehr Menschen so, verstumpfen irgendwie…..das ist erschreckend, finde ich…Liebe Grüße von der Fee

von bruni am 3.5.16

Tja, liebe MARLIS,
die Menschen am Rande der Gesellschaft, zu der sie ja auch mal gehörten…
Ein Kapitel, das mir immer nur eine Zeitlang Ruhe läßt und dann werde ich wieder daran erinnert.
Es gibt so viele davon und oft sind es auch junge Menschen, die nicht klarkommen und sich dorthin zurückziehen, wohin wir ihnen nicht folgen können, in eine Welt, die mit der realen nichts mehr gemein hat.
Herzliche Grüße am Abend
von Deiner Bruni

Liebe Bruni, Worte, die traurig machen und einen hilflos zurücklassen, gerade weil sie so voller Mitgefühl geschrieben sind. Du schreibst in einem Kommentar, dass sie dir regelrecht aus der Feder geflossen sind - und das merkt man, sie kommen von Herzen!
Ich wünsche dir einen schönen Tag und danke dir, dass du auch Worte für die “Ausgestoßenen” findest.
Herzlichst, deine Marlis

von bruni am 2.5.16

Es ist gut, daß sie berühren,
liebe PETRA,
dann haben sie ihr Ziel erreicht *lächel*
Unser Mitleid hat so ein Mensch, aber ich glaube nicht, daß wir da helfen könnten, er ist schon viel zu weit von jeglicher Realität entfernt…
und zurück möchte er nicht mehr.
Herzliche abendliche Grüße an Dich
von Bruni

von petra am 2.5.16

Liebe Bruni, deine Worte berühren mich.
Es ist schlimm, wenn ein Mensch nichts mehr fühlt, er einsam ist und keinen Zugang zum realen Leben findet.
Und es ist niemand da, der ihm hilft. Aber vielleicht ist er schon soweit, das er Hilfe ablehnt, weil er sich ein anderes Leben gar nicht mehr vorstellen kann…?!
Herzliche Grüße zu dir in den Abend,
Petra

von bruni am 30.4.16

Lieber FINBAR,
ich las einen Zeitungsartikel und die Worte entstanden fast von selbst…
Es war mir fast unangenehm, wie sie sich entwickelten. Ich wollte sie gar nicht dermaßen bedrückend haben, aber sie konnten nicht anders, sie haben sich selbst geschrieben.
Ich wünsche Dir eine gute Nacht mit Träumen, die Dir voller Sinn erscheinen und einen Sonntag, der hell und sonnig wird, ohne diese angesagten Regenschauer.

von bruni am 30.4.16

Du hast recht,
liebe BÄRBEL,
es gibt viele Menschen, denen es so geht und es ist ein echtes Trauerspiel.
Es gibt so viele Gründe, warum einer nicht mehr klarkommt und keiner sollte sagen, so etwas wird MIR nicht passieren…
Liebe Grüße von Bruni

von bruni am 30.4.16

Ja, liebe BARBARA,
eine Welt, in der er sich nicht mehr zurechtfand und er verließ sie auf seine Weise…

von finbar am 30.4.16 - http://finbarsgift.wordpress.com

Das klingt bedrückend,
liebe Bruni…

Sinnlos ist so vieles
auf der Erde…

Zeilen die mitten ins
Herz treffen!

von minibares am 30.4.16 - https://minibares.wordpress.com

Liebe Bruni,
es gibt leider nicht nur einen Menschen, dem es so geht.
Schlimm, dass sie so allein sind
deine Bärbel

...eine unvorstellbare arme Welt in der er sich bewegte.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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