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Liebeskummer

Er bedrückt und bedrückt und am
Ende reißt er Dich in kleine und
größere Stücke…


Versuchst Du tapfer und tränen-
schluckend,  Dich selbst wieder
zusammenzusetzen, bemerkst
Du voller Entsetzen, daß Du
Deine eigenen Teile scheinbar
nicht alle kennst,


denn am Ende bleiben welche
übrig, die Du einfach nicht mehr
einordnen kannst und so
unfertig bleibst Du von Stund an


Nie mehr wirst du vollständig sein

 

Dienstag, 8. Sept. 2015

Eine grundsätzliche Überlegung, wie es
sein könnte…
Nach einem wunderschönen Song mit
einem herzzerreißenden Liedtext
bei Christiane und einem spontanen
Kommentar von mir

https://365tageasatzaday.wordpress.com/

 


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 10.9.15

*lächel*, es gibt so vieles zum Liebeskummer zu sagen, liebe Marlis. Ei im Liebesnest gefiel mir ausgesprochen gut, aber das Gefühl bei Liebeskummer, nun immer wieder nach den fehlenden Teilchen zu suchen, das stelle ich mir wie ein lebenslanges Verwirrspiel vor…
Liebe ist ja kein Geplänkel, kein kurzes Techtelmechtel, das nach einigen Tagen u. Nächten schon vergangen sein kann,  es ist ein starkes, inniges u.verbindendes Gefühl, das nur dem verständlich ist, der es selbst erlebt hat.
Herzliche nachmittägliche Grüße von Bruni an Dich

von Marlis Hofmann am 10.9.15 - http://wederwill.wordpress.com

“Ein Ei im Liebesnest” habe ich gelesen, hat Finbar es beschrieben - wie treffend! Aber wunderbar treffend hast du es auch beschrieben, das kummervolle Gefühl der Unvollständigkeit ohne den anderen!
Liebe Grüße an dich, liebe Bruni,
von Marlis

von diana am 10.9.15 - http://versspruenge.de

Puh, ja, wie wahr, leider, liebe bruni!
starke zeilen!

von bruni am 10.9.15

Liebe PETRA, spontan wollte ich schreiben, man/frau lernt Ungeduld (vergiß das ganz schnell *lach*), aber es gibt andere wichtige Dinge, die sich dann endlich zu erkennen geben u. manchmal ist es gut, daß man erkennen kann.
Vom Alter ist er wirklich total unabhängig…
Liebe Grüße in einen schönen sonnigen Morgen von mir zu Dir

von bruni am 10.9.15

*lächel*, oh ja, lieber FINBAR, ein irres Gefühl, kein gutes, sondern eines, daß sich stark und heimtückisch einnistet, Dich kneift u. pufft, Deiner Seele so lange zusetzt, bis Du versuchst, Dich dagegen zu wehren u. da gibt es die verrücktesten *Spiel*arten, es geschehen die schlimmsten Dinge…

Ich wünsche Dir einen feinen und goldenen Morgen im allerschönsten Monat des Jahres, dem September, lieber Finbar.

von petra am 10.9.15

Liebe Bruni, du hast ihn so treffend beschrieben -den Liebeskummer. Kennen tun wir ihn alle, das ist vom Alter ganz unabhängig.
Aber man/frau lernt in dieser Zeit auch sehr viel über sich selbst… grin
Ganz liebe Morgengrüße zu dir von Petrs

von finbar am 9.9.15

Ein seltsames Fänomen ist er, völlig erratisch, unbeherrschbar,

da hat uns Mutter Allnatur ein verrücktes Ei ins Liebesnest gelegt…

Liebe Grüße zur Nacht
vom Finbar

von bruni am 9.9.15

Ich denke auch, liebe ANNA-LENA, er kann gallenbitter schmecken, der Liebeskummer u. wenn ein Aus für den einen total überraschend kommt u. er aus dem siebenten Himmel unsanft auf den Boden knallt, dann gibt es sehr schmerzhafte blaue Flecken, die sich nur langsam wieder zurückbilden (wenn sie nicht für immer auf der Seele sichtbar bleiben)...
Bis dahin eine Zeit des Grauens, denke ich mir u. die Literatur spricht von Seelenqualen und Selbstmorden, s. die Leiden des jungen Werther von unserem hochverehrten Herrn Johann Wolfgang von Goethe.
Liebe nächtliche Grüße an Dich von mir

von bruni am 9.9.15

Immer bleibt etwas übrig, ach ja, lieber HELMUT, ich glaube, das ist wirklich so.
Wir meinen, uns zu kennen u. kennen doch nur einen Teil von uns, den, den wir kennen WOLLEN. Anderes lassen wir unter dem Tisch, behaupten, es könne nicht zu uns gehören *g* und wenn wir uns zusammensetzen wollen, damit wir wieder vollständig sind, erkennen wir unser Unvermögen,  wissen nicht, wohin mit den übrig gebliebenen Teilen unseres Ichs….

Ich erinnere mich gut an Liebeskummerphasen in jungen Jahren, was habe ich geflennt, getobt und mein Gefühlskarussell oft vergeblich anhalten wollen.
Aber es kann auch später kommen und auch wenn man älter geworden ist, treibt er mit uns seine teuflischen Spielchen.

Liebe Abendgrüße
Anna-Lena

von Helmut am 9.9.15 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Das “Entsetzen, daß Du
Deine eigenen Teile scheinbar
nicht alle kennst”

kennen wir doch alle, wenn wir ehrlich - auch uns selber gegenüber - sind.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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