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Alles verändert sich

Ist dein Leben tagtäglich bedroht,
deine Familie lebt seit jahren
in höchster Not,


ehemals eigenes Land gehört dir
nicht mehr und auch Dein Glaube
bringt dich in größte Gefahr,


nur noch vom Krieg zerschossene
und zerstörte Häuser sind um dich
her, die Felder unfruchtbar, verwüstet,
dein ganzes Leben ist sorgenschwer


Dann reift mit der restlich ver-
bliebenen Kraft in dir der Plan,
dieses Land, das nicht mehr in der
Lage ist, dir und deinen Lieben
ein Ort der Heimat zu sein, end-
gültig zu verlassen…


Alle um dich sprechen von einem
Wunderland und sonst weißt du nichts,
du kennst nur diesen einen Namen
und den merkst du dir


Du schließt Tür und Tor, falls so
etwas noch vorhanden ist und reihst
dich ein in den immer dichter
werdenden Strom der Flüchtlinge


Wo du am Ende, das Anfang sein soll,
ankommen wirst und wie es dort sein
wird, das weißt du nicht…


Alles verändert sich und einfach
wird es nicht sein

 


Montag, 14. Sept. 2015


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 23.9.15

JA, das hoffe ich auch, liebe Anna-Lena.
Wir sind wohl in aller Welt als das Wirtschaftswunderland bekannt. Nun kommen die Menschen, um hier Aufnahme in ihrer Not zu finden u. wir können zeigen, was wirklich in uns steckt.
Liebe Grüße zur Nacht an Dich
von Bruni

Alles verändert sich, das ist der Lauf des Lebens, von Höhen zu Tiefen und wieder weiter.
Mögen die derzeitigen Veränderungen nicht in einer Sackgasse landen sondern etwas bewegen und verändern.
Die Menschheit braucht einen Anstoß zu erwachen, die Ärmel aufzukrämpeln und zu handeln, in unser aller Sinn und Wohlergehen.

Liebe Grüße
Anna-Lena

von bruni am 20.9.15

Das ist eine irre gute Antwort, lieber Helmut.
Also erst mal Ängste abbauen!

Liebe Grüße von Bruni zu Dir

von Helmut am 20.9.15 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Wir können das Ende der Odyssee nur zu einem guten Anfang machen, wenn wir uns von doofen Ängsten nicht bedrängen lassen.

Liebe Grüße
Helmut

von bruni am 19.9.15

Liebe Marlis, was dann sein wird, kann keiner von uns wissen.
Mir ging es darum, daß jeder eine Chance auf Leben haben sollte u. dort, wo Leben in Gefahr ist, da sollte Hilfe geleistet werden. Hilflose sollten in ihrer Not nicht alleine gelassen werden.

Was dann sein wird? Ob sich die Welt je ändern wird? Es wäre zu schön, aber daran kann ich auch nicht glauben.
Also ein Appell meinerseits an Sachlichkeit, Vernunft und Menschlichkeit. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Liebe Grüße an Dich
von Bruni

von Marlis Hofmann am 19.9.15 - http://wederwill.wordpress.com

Ja, liebe Bruni, es gibt viele schwere Schicksale auf der ganzen Welt und wie treffend hast du es beschrieben. Aber ich schließe mich Finbars Frage an: Was dann? Man müsste die ganze Welt ändern!
Liebe Grüße,
Marlis

von bruni am 17.9.15

Aber liebe Karin, natürlich sind nicht alles verfolgte Menschen, die hier ankommen. Es gibt jede Menge Gründe, in dieses Land zu wollen, in dem wir leben, indem wir zuhause sind. Nur die, die etwas stärker sind, erreichen ihr Ziel. So war es auch nach dem zweiten Weltkrieg bei uns, vom Osten in den Westen. Aber dazwischen ist die Masse Mensch, die Hilfe braucht. Die EU ist überfordert, vieles von unserer Seite wurde versäumt zu klären, das ist klar, aber mir ging es darum, wenigstens bei mir hier einen Gegenpol gegen HASSgedanken zu setzen, nämlich den der Menschlichkeit den ankommenden Fremden gegenüber. Gute Lösungen sehen sehr anders aus als die, die sich im Moment abzeichnen u. Krawalle u. Draufschlagen gibt es jede Menge auch von Rechtsradikalen, nicht nur am Münchner Bahnhof von Menschen, die sich verzweifelt bemühen, menschenwürdig anzukommen, dort, wo man es ihnen so zuckersüß als Schlaraffenland in den Mund legte.
Die Jungen und Starken kämpfen u. die Anderen weinen, halten sich im Hintergrund.
Lass Dich nicht nur von einem Vorfall leiten, denk an die Hilfsbedürftigkeit, die es auf jeden Fall gibt, liebe Karin.
Kämpferisch ist gut, wenn es mit Worten geschieht u. nicht mit Fausthieben. Deshalb freue ich mich sehr über Deinen Kommentar hier bei mir.

von Karin am 17.9.15

Liebe Bruni,


Du verarbeitest gekonnt das in Deinem Gedicht, was die Medien uns vorspiegeln, ich weigere mich zu glauben, daß ALLE, die in so großer Zahl jetzt zu uns strömen arme,verfolgte Menschen sind, das machen uns die Medien weis, Kinderbilder wecken ja sofort Beschützerinstinkte und Mitleid. Es werden sehr viele Menschen darunter sein, mit denen wir in Zukunft große Schwierigkeiten bekommen, die schon jetzt kriminell sind (eine Freundin erzählte mir von Geschehnissen auf dem Münchner Hauptbahnhof)und unsere jetzige Hilfe reicht ja nicht aus, die eigentliche schwere noch viel kostspieligere kommt erst noch.
Ich finde die Hilfsbereitschaft überwältigend, aber das wird umschlagen und davor habe ich Angst.
In Europa geht schon seit geraumer Zeit kein guter Geist mehr um, denn an der EU hätte es gelegen, den Anrainerstaaten von Anfang an die Hilfe zukommen zu lassen, die sie brauchen, um den Flüchtlingsstrom zu bewältigen.
Es wird wieder so kommen, daß die mit den Ellbogen sich auch unter den Flüchtlingen durchsetzen und die wirklich Armen (ich habe da die Afrikaner vor Augen) bleiben auf der Strecke.
Die Kommunen kämpfen schon seit längerer Zeit vor allem finanziell mit Schwierigkeiten und bekamen keine Unterstützung seitens des Bundes und erst jetzt fließt mehr Geld , es wird bei weitem nicht ausreichen…es ist ja bald Wahl!
Die Flüchtlinge und wir werden manipuliert und das macht mich so traurig.
Jetzt kommentiere ich seit so langer Zeit mal wieder bei Dir und dann gleich so kämpferisch; sieh es mir bitte nach.

von bruni am 16.9.15

Wie könnte es auch einfach sein, lieber Klaus. Einfach ist es 1 und 1 zusammenzuzählen. Hier geht es um Menschenleben, um Hilfe am Nächsten u. bei der riesigen Zahl der Flüchtlinge wird es immer schwieriger u. wenn sich die EU hier nicht einigen kann, dann war sie nichts wert.
LG von Bruni

von bruni am 16.9.15

Ich finde, daß Hilfe vor Registieren kommen muß, liebe BÄRBEL. Es ist eine Sache der Humanität. Das Registrieren ist hochwichtig, ganz klar, aber die 1. Hilfe geht vor.
Lieber Gruß von Bruni an Dich

von Klaus-Dieter am 16.9.15 - http://kowkla123.wordpress.com

toll beschrieben und ja, einfach wird es nicht.
Einen guten Tag wünsche ich Dir

von minibar am 15.9.15 - https://minibares.wordpress.com

Liebe Bruni, wie das mal ausgeht?
Wer weiß...
Deine Worte treffen genau das Dilemma.
Wie es weitergeht, wenn immer so viele kommen. Es ist nie genügend Personal da, sie alle zu registrieren.
deine Bärbel

von bruni am 15.9.15

Liebe PETRA, wie sollte es da auch wirklich gute Antworten geben.
Im Moment ist der Karren in den Dreck gefahren, wenn ich es mal so salopp ausdrücken darf.
Menschen flüchten in Massen und wohin sollen sie? Was sie wollen, wissen wir. Sie wollen ein Stück von der Freiheit, die sie bei uns zu sehen scheinen…
Dir liebe Grüße von mir nach Dresden

von bruni am 15.9.15

Wo das alles enden wird, lieber FINBAR, das wissen wir noch nicht. Mir sieht es nach einer neuzeitlichen Völkerwanderung aus, die nicht zu stoppen sein wird, es sei denn, Grundlegendes ändert sich.
Dazu gehört auch, daß sämtliche Waffengeschäfte gestoppt werden, damit es da keinen Nachschub geben kann und einem Umdenken aller beteiligten Menschen…

Ein riesiger Exodus?
Würde ich nicht ausschließen!
Was dann sein wird, das weiß ich nicht.

von petra am 15.9.15

Liebe Bruni, du hast die Situation sehr einfühlsam und doch sehr treffend in deinen Gedanken für uns formuliert.
Viele Fragen und es scheint zur Zeit keine Antwort zu geben.
Es wird sich viel verändern müssen…
Liebe Grüße von mir zu dir,
Petra

von finbar am 15.9.15

Sehr aussagekräftig,
Liebe Bruni,
Kein Mensch weiß
Wie und wo das alles
Enden wird…
Vielleicht wird aus dem
Kleinen Flüchtlingsstrom
Gar ein riesiger Exodus!
Und dann?

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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