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Der starke Heinrich

Ruppig bisweilen
und knodderig knurrend,
eindrucksvoll, mächtig
und leicht gebeugt, was
von hohem Alter zeugt


Der Hüter meiner Kindheit,
der Vater meiner Mutter
und ihrer Geschwister,
der Mann an der Seite
meiner Lieblingsoma


Ein Hüne mit schweren
Schritten und überaus
kritischen Blicken,
einem Herzen, das er
nicht leicht öffnete,
zornspühend bisweilen
und im Alter von stiller
Milde


Ein einfacher Mann,
dem ich heute leider
nichts mehr sagen kann…


Ich denke oft an ihn,
er ist wichtig in meiner
Erinnerung


M e i n   O p a


Sonntag, der 17. Mai 2015


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 21.5.15

diese großmütter sind gold wert, liebe petra. nicht jeder hatte sie, es ist ein glück, das wir beide hatten, wobei die eine weit weg wohnte u. in meinen augen auch nicht so herzlich, wie meine lieblingsoma…
mein opa konnte mit ach u. krach seine unterschrift schreiben. schriftliches erledigte meine oma. er kam 1898 zur welt, stammte aus einer ärmlichen familie u. seine brüder u. er konnten nur dann zur schule, wenn keine feldarbeit anlag… es war eine sehr andere zeit als heute.
herzlichst
deine bruni

von petra am 20.5.15

Dein Großvater wäre sehr stolz auf dich, liebe Bruni, könnte er diese Zeilen lesen.
Leider hatte ich nur einen Opa, zu dem hatte ich aber keine Beziehung. Er war mir immer fremd und wenn ich ehrlich bin, kann ich mich kaum an ihn
erinnern. Dafür hatte ich zwei ganz tolle Großmütter.
Liebe herzliche Grüße zu dir,
Petra

von bruni am 20.5.15

hallo, liebe marion, da hast du jetzt also meinen opa kennengelernt grin u. meine oma u. rechts von den beiden auch noch meine mutter, als sie jung war.
danke für deine worte, sie freuen mich sehr.
herzliche grüße an dich

Da ich einige Tage nicht mehr reingeschaut habe, kam ich gerade in den Genuss, mehrere deiner Gedichte zu lesen. Und auch deine wunderbaren Bilder sind herrlich anzusehen!

von bruni am 19.5.15

jeder hat andere erinnerungen, liebe bärbel… wie schade, daß du keinen deiner großväter kanntest. wie gut, daß wenigstens beide großmütter für dich u. deine geschwister da waren.
liebe grüße von bruni

von minibar am 19.5.15 - https://minibares.wordpress.com

Meine beiden Großväter konnte ich nicht mehr kennenlernen. sie sind während des Krieges gestorben. Einer ist auf der Zeche in einen Schacht gefallen, beim anderen weiß ich es nicht.
Er war tatsächlich groß gewachsen.
Wie schön, dass er mit dem Alter milder wurde.
Meine beiden Großmütter vermisse ich auch, vor allem die Mutter meiner Mutter.
deine Bärbel

von bruni am 19.5.15

oh, das tut mir sehr leid, lieber FINBAR, an diesen meinen opa erinnere ich mich wirklich gut. als er starb, war ich fast erwachsen, ca. 17 jahre alt. mal sehen, ob ich es noch genauer herausfinden kann… er war wichtig in dieser familie, aber die oma eigentlich noch mehr *lächel*, jeder auf seine weise.
liebe grüße von mir

von bruni am 19.5.15

liebe marlis, er war nahe, immer, aber er ging seine wege u. als ich laufen u. verstehen konnte, war ich oft mit dabei. wenn ich darüber nachdenke, dann habe ich auch von diesem einfachen, aber sehr präsenten mann, eine frühe u.starke naturliebe mitbekommen u. dafür danke ich ihm heute noch. freunde von mir begutachtete er immer zuerst u.schlug sie in die flucht, wenn er sie nicht mochte *g

liebge grüße zu dir u. die heilungswünsche kann ich sooo gut gebrauchen, liebe marlis.

von finbar am 19.5.15 - http://finbarsgift.wordpress.com

feine Reminiszenz grin

und ich kann dich gut verstehen…
meinen einen opa kenne ich nicht,
mein anderer brachte sich um,
als ich nur 9 jahre alte war,
furchtbar…

von Marlis Hofmann am 18.5.15 - http://wederwill.wordpress.com

eine schöne, doch auch melancholische Erinnerung an einen Begleiter deiner Kindheits- und Jugendtage, dem du heute gern etwas sagen würdest. Was wäre es wohl - was würde er antworten? Ein tatasächlich sehr interessanter Gedankengang…
Liebe Grüße und Heilungswünsche sendet dir
Marlis

von bruni am 18.5.15

jeder hat andere geschichten, liebe anna-lena. meist kennt man die omas u.opas nicht so gut, die weiter weg wohnen. wir wohnten mit den eltern meiner mutter in einem haus, da war der kontakt intensiv, ich war immer unterwegs, die treppen runter, zu oma u. opa *lächel
viele gedanken waren in meinem kopf, aber kein aktueller anlass, ihn gerade jetzt zu erwähnen.
liebe grüße von mir zu dir

Die Wichtigkeit mancher Menschen wird einem erst nach deren Tod bewusst. Eine Oma kannte ich gar nicht, die andere habe ich sehr geliebt, sie starb, als ich 7 war, kurz danach ein Opa (auch er war sehr bedeutend in meinen Kinderjahren) und der, der eigentlich ein Mensch war, den man nicht kennen musste, hat mich bis ins Erwachsenenalter begleitet.

Gibt es einen Grund, dass du deinen Opa gerade heute erwähnst?

Mit vielen Besserungswünschen und Grüßen
Anna-Lena

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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