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Die Maske

Risse in der Maske -


Sie hält nicht mehr stand

Zerschlissen im Alltag

wirft sie ihr

Feiertagsgesicht

an die nächstbeste Wand

 


Zeigt Frust und Tränen

schreit in Schwärze

nach Leben

 


Höllische Finsternis

tritt ins Licht -  zeigt das,

was verborgen

hinter dem viel zu glatten

Oberflächengesicht

 

 


Samstag, 28. März 2015

Manche Maske ist zu perfekt!

 

Bei der Basler Fasnacht
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Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 2.6.15

liebe fee, es hört sich so an, als würdest du es gut kennen, das gefühl hinter der maske… konntest du sie ablegen?

von Karfunkelfee am 1.6.15

Der Nachteil jeder Maske ist der, dass sie noch so schmiegsam sein kann und doch die Eigenschaft der Starre niemals ganz ablegt. Irgendwann tritt ihre Künstlichkeit zutage und dahinter erscheint das nackte Gesicht. Manch einer staunt, wenn er feststellt, dass er sich lange unter einer Maske quälte und wie viel freier es sich ohne so ein Ding vorm Gesicht atmet…

von bruni am 30.3.15

Liebe Diana, ja, sie können ganz schön gruselig sein, diese Masken, die sich der Mensch da überzieht, dabei sind es keine häßlichen Fratzen, sondern die viel zu glatten Gesichter, die alle Emotionen verbergen, gute wohltuende und auch die frustigen, schmerzvollen und deshalb sind sie gruselig, weil man nicht weiß, wen oder was man wirklich vor sich hat, was sich vor einem verbirgt.
Herzliche Grüße an Dich, liebe Diana

von diana am 30.3.15 - http://versspruenge.wordpress.com

gruselig gut, liebe bruni!
herzliche grüße von mir

von bruni am 29.3.15

Lieber Finbar, manchmal ist eine Maske nützlich, das ist richtig, aber wenn sie Teil der Persönlichkeit wird u. nie mehr abgesetzt werden kann, dann können sich Depressionen, Hass und Wut dahinter in Ruhe entwickeln u. die Maske hat ihren ursprünglich wohltuenden Schutz verloren. Auch beruflich wird sie viel zu oft getragen. Die Ehrlichkeit bleibt auf der Strecke u. nur das Funktionieren zählt noch.
Danke für Deine guten Worte und noch einen schönen Sonntagabend wünscht Dir Bruni

von finbar am 29.3.15 - http://finbarsgift.wordpress.com

Menschen ohne Masken
sind kaum denkbar
in der heutigen
beruflichen Gesellschaft,
jede/r fast muss dort eine,
seine Rolle spielen,
es wird dir abverlangt,

aber privat sollten die
Masken verblassen und
verschwinden…
doch nur zu oft ist das
NICHT der Fall!

Und das ist furchtbar!

Herzliche Sonntagsgrüße
vom Finbar

von bruni am 29.3.15

Guten Morgen, liebe Petra, aber ja, wir tragen alle unsere Masken - mehr oder weniger dichte und auch total undurchdringliche. Unsere Maskengesichter verdecken vieles u. vieles davon macht im Hintergrund krank und immer kranker… Oft ist es dann zu spät, wenn die Maske endlich gelüftet wird. Dabei sollten wir doch in der Lage sein, als Menschen unter Menschen das zu zeigen, was uns wirklich bewegt u. nicht nur das, von dem wir denken, daß es angebracht ist.
Wir verbiegen uns so oft, daß wir es gar nicht mehr bemerken u. irgendwann wird die Maske fester Bestandteil unseres Ichs.
Wohl dem, der Menschen um sich herum hat, die ihn annehmen, mögen und so verstehen, wie er tatsächlich ist.
Liebe Sonntagmorgengrüße an Dich von Bruni

von petra am 29.3.15

Tragen wir denn nicht alle eine Maske?!
Wir legen sie doch nur ab, wenn wir uns sicher und geborgen fühlen.
Krankheit, Ängste, Trauer passen doch immer weniger in unsere “Spaßgesellschaft”.
Ein berührender Text, liebe Bruni.
Liebe Grüße zum Sonntag von
Petra..

von bruni am 28.3.15

Danke für Deine beiden Kommis, liebe ANNA-LENA. Beide sind mir gleich wichtig.
Ich dachte an die menschlichen Masken im allgemeinen, die eines Menschen, der bestimmt eine trug und auch an die Masken, hinter denen sich Ungerechtigkeit und Gefühllosigkeit verbergen…
Jeder drückt auf seine Weise aus, was alles sich hinter Masken verbergen kann. Ich tue es meist sehr verschlüsselt und oftmals mehr als vorsichtig, weil Porzellan so schnell zerschlagen ist - oder auch Fensterscheiden u. Menschen zu Monstern gemacht werden, die auch keine waren oder es sind.
Herzliche Grüße an Dich

von bruni am 28.3.15

und doch tragen wir alle Masken, liebe BÄRBEL. Manche legen sie oft ab, andere tragen sie nur zu besonderen Anlässen u. viele tragen Halbmasken, die nur die verweinten Augen bedecken. Aber kaum einer hat nicht wenigstens eine, die er nach Bedarf anzieht…
Wieviele Ängste verbergen sich auch hinter Masken, wieviele ihre tiefe innere Traurigkeit, ihren Frust, ihren Ekel vor dem Leben, der so viele Gründe haben kann…
Wir wissen nichts, gar nichts und meinen doch manchmal, wir seien allwissend und unfehlbar.
Herzliche Grüße an Dich

@minibares:
Vorsicht davor, den Medien alles zu glauben!

Masken verlieren ihre Beständigkeit irgendwann, sie sind nicht für die Ewigkeit ausgelegt.

Sehr tiefgründige Zeilen, liebe Bruni. Wie sich die eigene Sprachlosigkeit doch immer wieder in Worte verwandeln kann…

LG Anna-Lena

von minibar am 28.3.15 - http://minibares.wordpress.com

Genau, liebe Bruni.
Er war krankgeschrieben, hat diese AU’s zerrissen und hat den Dienst angetreten. Unverantwortlich.
Seine Maske konnte erst erkannt werden, als er die Tür verschlossen hielt.
Mir kommt bei diesem Schreiben schon wieder eine Gänsehaut über den Rücken.
deine Bärbel

von bruni am 28.3.15

Liebe Marlis, mir ging dieser entsetzliche Flugzeugabsturz im Kopf herum, das was da Unfassbares passiert ist…
Es stimmt schon, echte Gesichter enthalten auch viel mehr Schönheit als eine Maske, denn sie zeigen Menschliches und fehlbare Menschen sind wir alle, Menschen mit Lebensfalten, Runzeln, Narben und frischen Verletzungen. Doch wir sollten sie immer zeigen können. Verbergen bringt letztendlich nur Schlimmes, Nichtwiedergutzumachendes…
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Liebe Grüße zu Dir von
Bruni

von Marlis Hofmann am 28.3.15 - http://wederwill.wordpress.com

Und eine Befreiung kann das Abwerfen der Maske für den Betroffenen allemal sein. Lasst also die Masken fallen, auch wenn man dahinter die Hölle vermutet, ist das wahre Gesicht manchmal gar nicht so schrecklich. (Hoffe ich zumindest…)
Liebe Grüße an Dich von
Marlis

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