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Das Grauen

Grotesk tanzt
Entsetzen in
finsterer Nacht,
gespenstiges Flüstern
und heiseres Klagen


Totbringende Hölle,
blutiger Schein,
du bist mit dem
Grauen grausig
allein


Das Böse bricht aus
steinigem Boden hervor,
züngelt an morschem
Gebälk empor


Zitternde, eisige,
höllische Nacht, hör
doch die Angst, wie
sie höhnisch lacht


Donnerstag, der 8.  Jan.  2015

Es handelt sich bei diesen Zeilen
um einen Teil eines Gedichtes
aus dem Juni 2013, aber ich glaube,
heute, einen Tag nach dem
Attentat in Paris,  passt es sehr gut


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 12.1.15

ja, eigentlich ist alles vorhanden, liebe Emily, es steckt in diesen Zeilen, so viel Angst und grauenhaftes unvorstellbares Geschehen. Eigentlich wird man stumm, sprachlos u. kann nicht fassen, was passierte…
Liebe Grüße zu Dir von Bruni

von Emily am 12.1.15 - http://www.emily221.wordpress.com

Mehr muss man dazu nicht sagen.
Alles Liebe, Emily

von bruni am 12.1.15

Du hast es gut gelesen, erkannt, was ich da verpackt hatte u. das Kreuz ist in diesem speziellen Falle wirklich eine Metapher für menschenverachtenden Hohn.
Sieh in die Geschichte, in die Kreugzüge, das Missionieren auf Teufel komm raus. Das Ausmerzen Andersdenkender…oder auch nur scheinbar Andersdenkender…
Auch hier gab und gibt es fanatische Menschen, die es für ihre Zwecke nutzten u. nutzen…

Ich grüße Dich herzlich, liebe Marlis

von Marlis Hofmann am 12.1.15 - http://wederwill.wordpress.com

Höhnisch lachende Angst, die ein einsamer Mensch hört… Das Gedicht geht einem sehr nahe, näher als man beim ersten Lesen merkt! Dazu noch das Foto mit dem gespenstisch beleuchtetem Kreuz - Zuversicht oder eher Hohn? Ich bin mir nicht sicher, bei diesen starken Worten über das Grauen!
Liebe Grüße,
Marlis

von bruni am 10.1.15

Liebe Bärbel, ja, nun sind sie tot und immer mehr Tote… Ich kann mich nicht darüber freuen, weil die Wurzel des Übels dadurch nicht mal leise berührt wird.
Die Staatskosten interessieren mich im Moment nicht so sehr, liebe Bärbel

Traurige Grüße von Bruni

von minibar am 9.1.15 - http://minibares.wordpress.com

Liebe Bruni, Anna-Lena hat es auch heute gebracht.
Ja, es ist nicht vorzustellen, was dort passiert ist. Da ist bekannt, dass der eine im Jemen zur Ausbildung war, hat Verbot, in die USA zu fliegen. Darf sich aber offensichtlich frei bewegen.
Das schreit doch zum Himmel.
Nun sind sie tot, und zum Glück keine langwierigen Prozesse auf Staats-Kosten folgen.
deine Bärbel

von bruni am 9.1.15

Grauenvoll sind manche Tage, liebe PETRA, und wenn die schlimmen Nachrichten nicht enden, dann weiß man manchmal nicht, wo man die kleine Blume Hoffnung noch hernehmen soll…
Sehr betroffene Grüße von Bruni

von bruni am 9.1.15

manchmal haben wir aber Probleme, weil wir nicht wissen, wie wir uns wehren sollten, liebe DIANA.
Nun habe ich gelesen, daß die Attentäter tot sind. Mehr weiß ich noch nicht, weil ich den ganzen Nachmittag unterwegs war.
Aber hier sehe ich schon wieder Gewalt und es bedrückt mich mehr, als ich anfangs wahrhaben wollte…
Einen lieben Abendgruß zu Dir

von petra am 9.1.15

Liebe Bruni, dein Gedicht passt sehr gut zu diesem
Anlass, aber leider ist das Grauen viel schlimmer.
Nachdenkliche Grüße von mir,
Petra

von diana am 9.1.15 - http://versspruenge.wordpress.com

ja, liebe bruni.
auf dass wir nie aufhören uns zu wehren, dem etwas entgegenzusetzen, und seien es worte!
liebe grüße von mir!

von bruni am 9.1.15

ja, das gibt es leider, lieber Hemut, obwohl kaum vorstellbar…
Liebe Grüße von mir

von bruni am 9.1.15

Liebe Gaby, da sind wir mal wieder einer Meinung u. in diesem Falle freut es mich besonders.
Liebe Nachtgrüße an Dich

von Helmut am 9.1.15 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Am schlimmsten ist trotzdem das befürchtete Grauen, das in manchen Gegenden eigentlich nicht vorkommen kann, wo man aber alles Unmenschliche tut, es zu verhindern – und es dadurch provoziert oder selber schafft.

Ja, liebe Bruni, es passt perfekt und bedarf keiner weiteren Worte.
Stille Grüße von mir.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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