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Vom Blitz getroffen

wenigstes
bieb der Himmel noch oben,
erschlug mich nicht, als
ich still lag, vom Blitz
getroffen wie ein
waidwundes Tier
hilflos und nur von
einer leichten
Flockendecke bedeckt


bis meine Brüder und
Schwestern des Waldes
mich fanden, mich mit
ihren Leibern zu wärmen
begannen, meine Füße
wie mit Heizkissen
wärmten, meine Brust
behutsam vom Schnee
befreiten


mich schubsten und
schoben, bis ich mich
ungelenk erhob, meine
Glieder nacheinander
mit Vorsicht berührte,
Arme und Beine wieder
zu spüren begann,
das Prickeln in meinen
Fingern mir Lebendigkeit
zeigte und ich Schritt
für Schritt in mein
Leben zurückkehrte

 

Samstagabend, 21.Febr.2015

 

 


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 26.2.15

Tja, lieber Helmut, wir wissen schon, warum wir unsere Märchen so lieben *lächel*
Liebe Nachtgrüße zu Dir

von Helmut am 25.2.15 - http://www.maier-lyrik.de/blog

In Märchen gibt es noch solche solidarischen Brüder und
Schwestern ...

Liebe Grüße
Helmut

von Mathilda am 22.2.15 - http://einfachtilda.wordpress.com

Wenn ich das so lese, dann fühle ich mich wie ein Baum und meine Wurzeln werden von der Frühlingssonne gewärmt. Ich denke, so könnte ein Baum fühlen, der den Frühling empfängt.

Liebe Grüße von Mathilda ♥

von bruni am 22.2.15

ja, nochmal gerettet, liebe Bärbel.
LG zum Abend von Bruni

von minibar am 22.2.15 - http://minibares.wordpress.com

Gestern hatten wir einen Blitz unterwegs gesehen und ein Donner folgte, aber Regen kam runter.
Bei dir war es Schnee. Erst der Schreck, dann die liebevolle Hilfe.
Ist ja nochmal gut gegangen.
deine Bärbel

von bruni am 22.2.15

Danke, liebe Diana,
ja, die Hilfe/Hoffnung nahte/war nicht weit, aber zuallererst sah es für dieses arme Wesen dort nicht so gut aus…
Die schönsten Sonntagsgrüße von mir sende ich jetzt zu Dir

von diana am 22.2.15 - http://versspruenge.wordpress.com

hui, ja, so kann es geschehen, und der himmel bleibt doch über uns, trotz allem.
wie gut, wenn da hilfe nah ist!
schöne zeilen, liebe bruni.
sonnige sonntagsgrüße zu dir
von diana

von bruni am 22.2.15

Stimmt, wie aus dem Nichts und doch nicht *lächel*, überraschend schon, liebe MARLIS. Es hat mich selbst fasziniert, wie sich die Geschichte entwickelte, während ich schrieb.

Liebe Grüße von mir zu Dir

von bruni am 22.2.15

*lächel*, oh ja, das ist es, liebe ANNA-LENA. Doch die Frage ist, warum es dermaßen getroffen da lag, was war nur geschehen?
Ich grüße Dich herzlich am leicht sonnigen Sonntagmorgen

von Marlis Hofmann am 22.2.15 - http://wederwill.wordpress.com

Der Himmel bleibt Himmel, egal, wie es uns geht - tröstlich einerseits und auch wieder ein bisschen teilnahmslos, er bricht nicht über uns zusammen, auch wenn wir manchmal das Gefühl haben, er müsste… Und dann kommen die Helfenden, manchmal wie aus dem Nichts und wärmen und trösten uns.
Ein sehr schönes Gedicht!
Einen schönen Samstagabend und liebe Grüße!
Marlis

Ist es nicht ein wunderbares Gefühl, trotz aller Widerwärtigkeiten aufgefangen, umsorgt und behütet zu werden?

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
Anna-Lena

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