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Kein Ende

Als ich Wichtiges
verlor, umgaben mich
dunkle Tage, die in
nächtlicher Raben-
schwärze gipfelten


Die überreich vor-
handene Farbenpracht
des Sommers verblasste
ganz und gar


Zyklamfarbenes Rot
bleichte aus
Himmlisches Blau
verwässerte mehr
und mehr und weinte
aus sämtlichen
Blütenkelchen


Gelbes Leuchten
verlor seinen satten
Glanz und saftig-
frisches Grün
verschwand;  die
Erde trocknete aus


Bis ich erkannte,
daß ich an einem
Anfang stand und
nicht vor einer
undurchdringlichen
letzten Wand

 

Samstag, 15. Aug. 2015

 


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 20.8.15

Schafft man es, so zu denken, liebe Petra, kommt man weiter u. aus dem Schmerz wird ein leichtes Ziehen u. damit kann man leben. Aus einem Ende einen Anfang zu machen, ist aber nicht ganz so einfach…
Liebe Abendgrüße von mir

von petra am 20.8.15

Schöne, hoffnungsvolle Zeilen sind das, liebe Bruni. Wenn man/frau es dann geschafft hat, ist das Ende ein neuer Anfang.
Liebe Grüße zum Abend,
Petra

von bruni am 20.8.15

oh ja, liebe Marion, das, was wir noch nicht kannten, das Geheimnis hinter dem allzu Klaren. Es macht lebenswert, zeigt von großer Lebendigkeit, der Lust am Leben.
Ganz herzliche Morgengrüße an Dich
von Bruni

Schöne Silben, liebe Bruni. Und eine gute Erkenntnis! Auf dass wir immer das Neue hinter den Türen entdecken.

von bruni am 18.8.15

Es kostet Kraft, lieber HELMUT, zu einer solchen Erkenntnis zu kommen und es ist nicht so einfach, wie es sich in meinen Worten evtl. anhört. Mühselig kommt man/frau dazu, aber man kommt…weil man es unbedingt möchte.
Liebe Grüße von Bruni

von Helmut am 18.8.15 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Wunderbare Erkenntnis!

Liebe Grüße
Helmut

von bruni am 17.8.15

Liebe DIANA, dankeschön für Deinen feinen Kommentar *freu*.
Wenn nach dem Verblassen der Farben alles neu beginnt, wird es so gut, wie es nie war. Ich bin da ein sehr optimistischer Mensch. Meine Gläser sind immer halb voll grin
Vergehen ist immer von Veränderungen erfüllt, aber von einem endgültigen Ende nie.
Montägliche liebe Grüße an Dich von mir

von bruni am 17.8.15

Liebe MARLIS, stimmt, es klingt zuversichtlich. Während des Schreibens fiel es mir gar nicht auf *lächel*.
Am Haus auf auf dem Foto gehen sicherlich am späten Abend die Läden auf und Essendüfte u. Geschirrgeklapper ist dann zu hören. Das Leben beginnt wieder. Es machte nur seine lange Siesta, wie jeden Tag. Am Abend wird es dann überall sehr geschäftig.

Liebe mittägliche Grüße an Dich

von bruni am 17.8.15

Lieber FINBAR, manchmal ist es nicht einfach, zu dieser Einstellung zu gelangen. Wenn es dann endlich gelungen ist, liegt eine Menge geistige Arbeit hinter uns.
Danke für Deine Worte und auch ich jubele laut, daß uns die heißen Tage nun eine sehr notwenige Pause gönnen.
Herzliche Grüße an Dich
von Bruni

von diana am 17.8.15 - http://versspruenge.wordpress.com

wow, liebe bruni, das ist ganz stark!
man sieht geradezu die farben verblassen… und doch heißt das alles, dass etwas neues geboren werden kann.
ein neuer anfang von etwas ist möglich.
sehr gelungen!
mit sehr lieben grüßen zu dir
deine diana

von Marlis Hofmann am 17.8.15 - http://wederwill.wordpress.com

Liebe Bruni, was für ein wundervoll zuversichtliches Gedicht, wortschön und inhaltlich so kräftig. Und das schöne Foto erst! Man hat das Gefühl, dass der Fensterladen unter dem romantischen Balkon bald wieder geöffnet wird, man riecht die frische Luft nach dem schweren Regen…
Herzliche Morgengrüße sendet dir
Marlis

von finbar am 17.8.15

Feine tiefsinnige
Lebenspoesie,
Liebe Bruni…

Endlich können wir uns alle wieder von allem erholen…
Die unerträglich tropische Hitze ist endlich weiter gezogen!

Liebe Morgengrüße
Vom Finbar

von bruni am 16.8.15

Da gebe ich Dir recht, liebe Silbia, es ist schwer, weiter zu sehen und das Helle trotz allem zu erkennen…
Es gibt so vieles, was die Seele bedrücken kann u. oft braucht es lange, bis sie sich erholt. Aber sie ist stark, die Seele und erfinderisch *lächel*
Herzliche Grüße zum Sonntag von Bruni

von Silbia am 16.8.15 - http://naturinsilben.wordpress.com

Dies mit dem Verstand zu erkennen ist ein Schritt, es aber auch ins Gefühl bekommen ein ganz anderer und der schwerste.
So oft erlebt, habe ich doch kein Rezept, wie man diesen Vorgang beschleunigen könnte. Nur, immer wieder das Schöne, Helle, Gute suchen… wink

Lieben Gruß durchs Wolkengrau,
Silbia

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