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Viel oder wenig

Viel verstehe ich. Manchmal viel mehr, dann wieder weniger.
Würde ich mehr verstehen, käme ich vielleicht den Weltengeheimnissen auf die Spur.


So aber beschränke ich mich im wesentlichen auf die kleinen Dinge, auf
die Zwischenmenschlichkeiten und auch hier hänge ich schon, weil sie so
voller Unwägbarkeiten und Gefahren stecken, voller geheimer und verborgener Ecken.


An den Kanten der Ecken bleibt schon manch einer hängen, reißt sich blutende Wunden,
die nur gesunden, wenn die Seele nicht nur an einem seidenen Faden hängt, wenn sie
in sich stabil ruht, genügend Mut/Energie/Kraft auf Vorrat hat, um Wunden zu schließen,
die durch die Schwierigkeiten in der Zwischenmenschlichkeit entstehen konnten.

Manchmal verstehe ich viel, doch meist viel zu wenig.


Weltengeheimnisse sollen meinetwegen die anderen erkunden. Das Universum bleibt MIR
ein großes Rätsel, das ich wie ein staunendes Kind´bewundere und mit großer Demut
betrachte.


Manchmal möchte ich mehr wissen, aber wie schön ist es doch auch, staunend vor
Geheimnissen zu stehen und gleichzeitig zu wissen, ICH werde sie nie ergründen können,
denn ich bin nur ein Mensch von den vielen, die zur gleichen Zeit mit mir hier wohnen
(eines der vielen schwankenden Schilfrohre) auf diesem Wunderplaneten,
den wir Erde nennen.

 

Sonntag, der 7. September 2014




Kommentare

von bruni am 12.9.14

Liebe Petra, außergewöhnlich meinst du, wären sie, diese Zeilen?
Na ja, Du weißt wie das ist, jede Menge Gedanken gehen einem durch den Kopf und manchmal schreibe ich halt welche auf grin
Nein, man/frau muß wirklich nicht alles wissen u. wie schön ist es doch, immer wieder etwas erfahren zu können, was einem vorher nie klar geworden war…
Liebe Wochenendgrüße sende ich Dir

von Petra am 12.9.14

Wir werden keinen Menschen finden, der alles weiß, liebe Bruni.
Was ich in diesem Zusammenhang wichtig finde, dass man/frau neugierig und wissbegierig bleibt und die Augen vor Neuem nicht verschließt.
Es sind außergewöhnliche Zeilen, liebe Bruni, über die ich mit Sicherheit noch etwas länger nachdenken werde.
Liebe Grüße Petra

von bruni am 12.9.14

Alleskönner sind auch wieder zu perfekt…
So´n kleines bissel mehr könnte nicht schaden, sag ich mir ziemlich oft, lieber Finbar *lächel*

von finbar am 12.9.14 - http://finbarsgift.wordpress.com

wirklich ein schönes
philosophisches Poem…

mann/frau muss ja auch nicht
ALLES wissen,
welche eine LAST das auch wäre…

herzlich
finbar

von bruni am 11.9.14

ich freue mich sehr über Deine Zeilen, liebe Mira. Sie geben mir ein gutes Gefühl.
Danke dafür und herzliche Grüße von Bruni

was für eine Wärme geht von Deinen Zeilen aus, was für eine Menschlichkeit.
Deine Worte gefallen mir so gut, ja tun mir gut grin
LG

von bruni am 9.9.14

Lieber Helmut, so sollte es sein, und doch scheint es keinen Staat zu geben, wo die Menschen, die genau dies umsetzen könnten, in den Regierungen sind.
Sie scheinen sich aus guten Gründen von der Politik fernzuhalten…
Manchmal sieht man einen solchen “Stern” kurz aufblitzen u. schon ist er wieder verschwunden. Warum das so ist, das können wir nur erraten.

Herzliche Grüße von Bruni

von Helmut am 9.9.14 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Wovon i c h gerne mehr verstehen will ist, warum Staaten wie Menschen agieren und reagieren, obwohl doch so viele verschiedene Sichtweisen zu größerer Dichte des Verstehens zusammenfließen müssten.

Liebe Grüße
Helmut

von bruni am 9.9.14

Lieber Finbar, die Schilfröhren sind mir sehr im Gedächtnis geblieben. In ihrer Gemeinschaft sind wir geborgen, wohl aufgehoben, auch wenn wir uns manchmal aus der Menge schleichen und andere Wege gehen. Wir wissen, sie sind
da und nehmen uns jederzeit wieder auf in dieses große Feld der Gemeinsamkeit.
Herzliche Abendgrüße an Dich von Bruni

.

von finbar am 9.9.14

Ach wie schön
Wenn du philosophisch
Ein wenig trommelst
Mit lyrischen Sprachgebilden
Wie unser verehrter Lehrer
Pascal mit seinem
Schilfrohr *lächel*

von bruni am 8.9.14

Ja, liebe Diana, so denke ich auch, es gibt mehr als wir wissen und viel mehr, als wir auch nur erahnen können.
Ich muß nicht alles wissen, das stemmt auch nie ein einzelner Mensch, aber es gibt Dinge, die sind so absolut staunenswert, so bewunderungswürdig, da werde ich klein wie ein Mäuschen, wenn ich sie betrachten kann, wenn ich erkenne, daß da etwas sein muß, was ich nicht sehe, weil es außerhalb meines Verstandes liegt, das aber existiert und sogar schon sehr lange genutzt wird in Wissenschaft und Forschung…
Über jeden Lichtblitz grin freue ich mich wie ein Schneekönig.
Danke für Deinen tollen Kommentar und herzliche Grüße von mir

von bruni am 8.9.14

Liebe Bärbel, in einer Mail habe ich versucht, Dir zu erklären, was mich hier viel zu viel Platz gekostet hätte *lächel*
Ich meine eigentlich nicht das alltägliche Denken, sonders das, bei dem sich die Gehirnzellen in ganz anderer Art bewegen müssen.
Ich muß dazu vielleicht sagen *g*, daß ich zur Zeit Sophies Welt lese und versuche eben, gemeinsam mit ihr die Geschichte der Philosophie zu ergründen.
Herzliche Grüße an Dich und einen feinen Urlaub wünsche ich Dir

von diana am 8.9.14 - http://versspruenge.wordpress.com

... ja, mit dem verstehen ist es so eine sache. vieles wird uns wohl immer ein rätsel bleiben. sowohl im kleinen als auch im großen. aber manchmal gibt es vielleicht lichtblitze ... wink
feine nachdenkliche zeilen, liebe bruni!

sei ganz lieb gegrüßt von diana,
(die daran glaubt, dass es viel mehr gibt zwischen himmel und erde, als wir mit unserem kleinen verstand erfassen können) smile

von minibar am 8.9.14 - http://minibares.wordpress.com

Ok, manchmal meine ich was zu wissen und beharre drauf. Bis sich herausstellt ich war auf dem falschen Dampfer, lach.
Wie geht philosophisches lesen???
deine lachende Bärbel
Hey, dien Captcha ist heute wieder schlau: sense und mein Alter

von bruni am 7.9.14

Es ist schwierig, immer zu denken, es ist zu wenig, was frau/man denken kann, es müßte doch mehr gehen… Ich bin nicht unzufrieden, aber manchmal wünsche ich mir eben, einen größeren Durchblick zu haben, liebe Anna-Lena. Ja, die Neugierde, die habe ich u. Herausforderungen beäuge ich mit Vorsicht, aber manchmal traue ich mich *lach* u. seltsamerweise geht es immer gut.
Ich hoffe, Du schläfst gut, ich werde es bestimmt auch tun grin.
Herzliche Grüße an Dich von Bruni

Ich glaube, wenn wir alles verstünden, wären wir arm dran. Wo bliebe die Neugier, die Abenteuerlust und die Herausforderung? Deine bemerkenswerten Zeilen nehme ich nun mit in den Schlaf und denke darüber weiter nach.
Herzlichst,
Anna-Lena

von bruni am 7.9.14

Liebe Bärbel, es gibt von Wislawa Szymborska ein Gedicht “Teenager” - sie schrieb es als ältere Frau, die sich selbst trifft, im Teenageralter -  das ich sehr klug finde, weil es so richtig und stimmig ist. So ähnlich geht es mir auch, denn als junge Menschen haben wir schnell das Gefühl, alles zu wissen und wenn wir älter werden, erkennen wir, daß wir an vielem zu zweifeln beginnen.
Hier ist ihr 6. Vers, um den geht es mir:
Wir unterscheiden uns gewaltig,
denken und reden völlig unterschiedlich.
Sie weiß wenig -
dafür mit übertriebener Sturheit.
Ich weiß viel mehr -
dafür nicht mit Sicherheit.
So ähnlich geht es mir, ich zweifele an so vielem, also weiß ich doch eigentlich wenig mit Sicherheit.

Du mußt meine Zeilen philosophischer lesen grin.
Herzliche Grüße von Bruni

von minibar am 7.9.14 - http://minibares.wordpress.com

Liebe Bruni, ich will auch nicht alles verstehen können.
Wie sollten wir?
Die Geheimnisse der Menschheit, sie bleiben geheim.
Ok, ab und zu können wir eins lüften und staunen dann, lach.
Aber im Großen und Ganzen bin ich so zufrieden.
deine Bärbel

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