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Gehen und Kommen

Ich seh dich gehen,
du drehst dich nicht
entfernst dich weiter
wirst kleiner und kleiner
verschwindest am Ende
ganz und gar
wirst unsichtbar


Die Ferne schluckte dich
behielt dich für sich


Mich läßt du stehen
wolltest lange schon
gehen, ich sah es nicht,
nur dein Gesicht, das
von anderem spricht


**************************


Doch dann seh ich dich
wiederkommen von dort
aus der Ferne, sie hatte
dich gerne, doch sie er-
kannte den Schmerz, der
täglich aus deinen Augen
sprach


Da hieß sie dich gehen,
zurück, Stück für Stück
Alte Brücken trugen dich
gut, du fasstest Mut


Und du eiltest weiter,
wurdest sehr heiter und
dann kamst du an - dort -
wo dich die Nähe behutsam
in ihre samtigen Arme nahm


Donnerstag, 16. Okt. 2014

 

 


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 25.10.14

Marlis, ach, wenn Du wüßtest, wie sehr mich Deine Worte hier freuen.

Herzliche Samstagsgrüße von Bruni

von Marlis Hofmann am 25.10.14 - http://wederwill.wordpress.com

Es ist eines deiner schönsten Gedichte!
Es ist vollkommen!
Deine marlis

von bruni am 18.10.14

*lächel*, so einen Umweg habe ich beschrieben, liebe Anna-Lena. Du hast es wunderbar erkannt.
Liebe Grüße und eine schöne und geruhsame kurze Zeit in Deinem holländischen Kloster. Ich bin jetzt schon gespannt, was Du danach darüber schreiben wirst.

von bruni am 18.10.14

ja, liebe Barbara, die Gedanken praktizieren es immer, dieses Kommen und Gehen u. nicht immer ist es ausgewogen grin
Herzliche Grüße zum Wochenende sende ich Dir

von bruni am 18.10.14

Liebe Petra, Schmerz, Enttäuschung, habe ich in Worten gut verpackt. Beim aufmerksam Lesen wirst Du sie entdecken - bei ihr und bei ihm auch…
Die Lyrik versteckt vieles u. läßt großen Raum für die Fantasie.
Lächelnde liebe Grüße zu Dir von mir

Manche Wege führen lediglich über Umwege in die richtige Richtung grin .
Deine Zeilen gefallen mir sehr, liebe Bruni.

Liebe Grüße ins Wochenende,
Anna-Lena

von bmh am 18.10.14 - http://silberperlen.wordpress.com

genau so ist es ja auch mit den Gedanken ... ein ständiges Kommen und Gehen.

LG

von Petra am 18.10.14

Du beschreibst das “Gehen und Kommen” so wunderschön, liebe Bruni, dabei können oft Schmerz oder Enttäuschung dazwischen liegen, bis man/frau erkennt wohin er/sie gehört. Ist das Leben nicht immer ein Kommen und Gehen?
Liebe Grüße zum Samstag
Petra

von bruni am 17.10.14

Wie schön, daß Du nun hier angekommen bist, lieber Helmut grin.
Liebe Grüße von Bruni

von bruni am 17.10.14

Liebe Bärbel,
es ist doch nur ein Gehen und dann ein Wiederkommen, sonst nichts *lächel*
Herzliche Grüße von Bruni zu Dir

von minibar am 17.10.14 - http://minibares.wordpress.com

Liebe Bruni, so ein Hin und Her, das kann ich mir gar nicht vorstellen.
deine Bärbel

von Helmut am 17.10.14 - http://www.maier-lyrik.de/blog

So komme ich immer wieder gerne in den goldenen Herbst zurück.

von bruni am 17.10.14

oh ja, manchmal ohne Ruh, das geb ich gern zu. Und doch brauchen wir alle den Ort, von dem wir wissen, ohne ihn fehlt uns das, was unser Leben füllt mit dem Stoff, aus dem nicht nur die Träume gemacht sind, nein, es ist der, der das Lebenswerte festhalten kann, denn ihn brauchen wir als Basis für alles andere.
Liebe morgendliche Sonnengrüße von der Bergstraße zu Dir.

von finbar am 17.10.14 - http://finbarsgift.wordpress.com

pendeln wir nicht ALLE
in einer wahren FALLE
zwischen nah und fern
oh nur viel zu gern?

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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