Startseite | Kontakt | Impressum

Macht sie euch untertan

Macht euch die Erde untertan


Wer kennt sie nicht, diese Worte
und der Mensch versucht es mit
aller Gewalt und allen Gaben,
die ihm zur Verfügung stehen


Er fällt die Bäume, verlegt die
Flüsse, bewässert die Wüsten,
läßt an anderer Stelle vertrocknen,
wo Fruchtbares sein könnte


läßt Häuser wachsen, wo Flußauen
liegen und ist erbost, wenn Hochwasser
seine dicht an die Ufer gestellen
hübschen Häuser überschwemmt


Oh ja, er bemüht sich gewaltig,
sie sich untertan zu machen und
manchmal sieht es aus, als hätte
er endlich Erfolg, bis sich die
Erde wehrt…


und ihr Recht auf Freiheit begehrt

 


Samstag, sehr früh, 8. Nov. 2014

auf dem Philosophenweg entdeckt
image
© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 9.11.14

Liebe MARLIS, was ein so kluger Mann sagte, sollte man ja annehmen und nicht noch überlegen, ob diese Aussage denn auch stimmt.
Aber genau das geht mir doch tatsächlich im Kopf herum, ob es wirklich so ist. Sind wir wirklich das einzige Wesen, das Verantwortung hat, das sie auch übernimmt (wenigstens meistens grin ) Was ist mit den Bienen, den Ameisen, den Tiermüttern? Es gibt so viele Beispiele, wo ich denke, stimmt es wirklich…? Eine wichtige philosophische Frage, ich werde sie mal stellen müssen.
Wie schön, daß Du so spät noch hier warst.

von bruni am 9.11.14

So ist es, liebe ANNA-LENA. Aber ich denke, der Mensch hätte diesen Satz nicht gebraucht, er hätte auch ohne ihn genau so gehandelt…
Dir liebste Grüße in die Nacht von mir

von bruni am 9.11.14

Ein Satz aus der Bibel, liebe BARBARA… Er ist so schrecklich, daß ich mal darüber schreiben mußte. Das Plakat gab dann den endgültigen Anstoß dazu
Liebe Grüße an Dich

von bruni am 9.11.14

An den Braunkohleabbau hatte ich gar nicht gedacht, liebe BÄRBEL. Ich komme ursprünglich aus dem Saarland, da wurde unter Tage Steinkohle abgebaut, die darüberstehenden Häuser bekamen Risse, senkten sich im Laufe der Jahre, Mauern barsten auseinander, es gab zwar Entschädigungen, aber die Menschen zogen weg, die Dörfer leerten sich u. dann brauchte man auch den Bergbau nicht mehr, die sowieso ungesunden Arbeitsplätze fielen weg…
Eine verflixte Geschichte mit dem Menschen, der die Erde ausbeutet, so gut er kann.
Der Filoweg ♥ in HD, ja, er ist für viele Gedanken gut. Jedesmal entdecke ich etwas Neues *lächel*

von bruni am 9.11.14

Dort hätte man also auch nicht bauen dürfen, liebe PETRA!
Flüsse tragen nun mal Hochwasser, mal weniger, mal mehr, wird es nicht berücksichtigt, die Flußauen zugebaut, muß sich doch keiner darüber wundern was dann geschieht…

von Marlis Hofmann am 9.11.14 - http://wederwill.wordpress.com

Danke für dieses schöne Gedicht, nachdenklich sollten wir manchmal sein und den Fortschritt, oder den vermeintlichen Fortschritt, kritisch betrachten.
“Der Mensch ist das einzige Wesen, das Verantwortung haben kann. Indem er sie haben kann, hat er sie.”(Hans Jonas)
Herzliche Abendgrüße, Marlis

von bruni am 8.11.14

Liebe Diana, ich baue auch auf ihre Stärke u. ich denke, wenn wir nicht gemeinsam mit ihr arbeiten, sondern weiter gegen sie, dann werden wir es alle bitter büßen müssen.
Und nun mondige späte Abendgrüße von Bruni zu Dir

Der Mensch handelt so, wie er sein Ego am besten befriedigen kann, er hört und versteht gern das, was er hören und verstehen will :-( .

Liebe Grüße in den Abend, liebe Bruni grin .

Mich macht der falsch verstanden Ansatz - macht euch die Erde untertan - traurig.

Dir aber die liebsten Grüße ins WE

Barbara

von minibar am 8.11.14 - http://minibares.wordpress.com

Oh ja, sie beuten alles aus, wo es nur geht. Wenn ich an die Braunkohle denke, die im Tagebau abgebaut wird, mit diesen überdimensionalen Baggern. Und dafür schon viele Orte verschwinden mussten. Das ist schon schlimm genug.
Natürlich gibt es auch noch andere und viel mehr Sünden.
Aber die Erde wehrt sich.
Dein Gang über den Philosophenweg hat dir ja allerhand zu denken mitgegeben.
deine Bärbel

von petra am 8.11.14

Danke, liebe Bruni, ich werde dir deine Frage gleich hier beantworten. Dass bei uns an der Elbe sehr viel im argen lag und immer noch liegt, zeigt das große Hochwasser von 2002 oder erst das vom letzten Jahr. Noch immer gibt es Menschen, die sich wegen der “wunderbaren” Aussicht gegen eine Schutzmauer wehren und ein ganzer Ort hat das Nachsehen.
Leider ist das gängige Praxis und kein Einzelfall.
Liebe Grüße
Petra

von diana am 8.11.14 - http://versspruenge.wordpress.com

ich hoffe, wir schaffen es nie, sie uns zur gänze untertan zu machen, die erde, die natur ... und ich baue auf ihre stärke. smile
(die man doch im einklang mit ihr viel besser nutzen könnte smile )
ein wichtiger, guter text, liebe bruni!
sonnige morgengrüße von mir

von bruni am 8.11.14

Liebe PETRA,
nachdenklich - ja, da hast Du sehr recht, das sind sie, meine Gedanken dazu. Es ist ja ein sehr berühmtes Plakat, das ich hier fotografiert habe u. es scheint nicht mehr so sehr gut erhalten *g*, aber seine Aussage setzt viel Denken frei. Ich vermute, bei Dir an der Elbe wird auch jede Menge sein, was der Mensch veränderte und was nun schon zeigt, wie falsch die Entscheidung dazu war. Oder irre ich mich und um Dresden herum kann sich die Natur entfalten, wie sie es immer tat u. die Menschen, die da wohnen, sind sich bewußt, wie sie von diesem wichtigen Fluß abhängen?

Herzliche Morgengrüße zu Dir und vielen Dank für Deinen mir sehr wichtigen Kommentar.

von bruni am 8.11.14

Lieber FINBAR, was man da oben entdecken kann, ist unglaublich *g*...
Es könnten fast schwarze Schwäne sein,ja grin , aber die würde ich dann viel lieber im Neckar sehen, unten im tiefen Tal,  doch dort sind mir noch nie welche begegnet, leider.
Hast Du den alten Fahrradlenker links im Foto gesehen? An dieser Stelle eines ziemlich verborgen liegenden Grundstücks ist scheinbar immer jemand am Werkeln und ändert im Eingangsbereich, der aber fest verschlossen ist, immer wieder seine “Dekos” bzw. seine philosophisch nachdenklichen Erinnerungstafeln, irgendwo lag auch noch eine Handvoll Muscheln, leider habe ich vergessen, sie zu fotografieren.
Wir wissen ja alle, wieviel im argen liegt und hier weist einer dezent an stiller Stelle darauf hin, er weiß ja genau, wieviele Menschen täglich hier vorbeikommen, um den Blick von oben auf die Altstadt zu genießen…
Herzliche samstägliche Morgengrüße zu Dir. Schön ist es, Dich gleich am Morgen hier zu finden u. Deine guten Gedanken zu meinem Text

von petra am 8.11.14

Sehr nachdenkliche Zeilen zu einem aktuellen
Thema, liebe Bruni.
Die Natur holt sich ihr Recht, wenn es manchmal auch lange dauert.
Sonnenherbstliche Grüße aus Dresden
Petra

von finbar am 8.11.14

PS ad Foto: sind das lauter schwarze Schwäne?! *lächel*

von finbar am 8.11.14

Es ist wichtig
Mit Mutter Allnatur
Zu kooperieren
Andernfalls
Wird sie uns
Ihre Atmosphäre
Wieder wegnehmen
Und irgendwo
Anders im
Kosmos
Unterbringen

Sehr gute Zeilen, liebe Bruni, ganz im Sinne von meinem derzeitigen gravatar… *lächel*
Herzliche Morgengrüße vom Finbar

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image image image