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Ein literarisches Stöckchen

wurde mir von Finbar weitergegeben und wenn ich
Literatur höre, werde ich sofort schwach, überwinde meine
Abneigung gegen Stöckchenwerfen *g* im Allgemeinen
und fange dieses hier mit Freuden auf.

Es besteht aus sechs Fragen und am besten beginne ich
gleich mit der ersten


WELCHES BUCH LIEST DU MOMENTAN?

Ich habe extra gewartet, um nicht zugeben zu müssen,
daß ich ein Kinderbuch verschlinge und mir vor Lachen
die Augen wische über Catweazle und seine Kröte
Kühlwalda, die durch einen mißglückten Zauber in die
Neuzeit gelangen.
Es war sehr schnell ausgelesen und endlich konnte ich
den Zeitdieb beginnen von Steinunn Sigurdardóttir.

WARUM LIEST DU DAS BUCH UND WAS MAGST DU DARAN?

Ich lese es, weil es mir als besonderes Buch über die
Liebe ans Herz gelegt wurde und nun stelle ich fest,
wie ungewöhnlich lesenswert es tatsächlich ist.  Ein
herausforderndes Buch, frisch und frech geschrieben
poetisch leicht beschwingt, obwohl die Protagonistin
erlebt, wie der Geliebte letztendlich nicht mehr in ihren
Armen versinkt, sondern sich wohl einer anderen Liebe
zuwendet…
Ich bin noch am Lesen und sehr gespannt, wie es
weitergehen wird.

 

WURDE DIR ALS KIND VORGELESEN UND KANNST DU
DICH AN EINE DER GESCHICHTEN ERINNERN?

Da verschwimmt meine Erinnerung.  Ich bin mir nicht mehr
sicher, wie es war.  Es könnte sein, daß mir meine Oma am
Küchentisch mal den Seppel Schwartenmagen vorgelesen hat
*lach*.  Ein damals schon sehr zerfleddertes Buch, das wohl
viel erlebt hatte. Den Verfasser weiß ich nicht mehr.

 

GIBT ES EINEN PROTAGONISTEN ODER EINE PROTAGONISTIN,
IN DEN/DIE DU MAL REGELRECHT VERLIEBT WARST?

Als Kind muß ich wohl in den Winnetou verliebt gewesen
sein, sonst hätte ich nicht so jämmerlich geheult,  als er ums
Leben kam.
Als Erwachsene liebe ich oft die Personen in den Büchern,
die ich lese,  ganz besonders Sorcha aus der Sevenwaters-Saga
von Juliet Marillier oder auch ihren Mann, den Roten, einen
Traummann, den sich alle Frauen wünschen.  Kein Prinz aus dem
Märchen, nein, aber einer mit weichem und weitem Herzen,
großem Mut und ungewöhnlich scharfem Weitblick

Rendel , Morgons Gefährtin aus dem Erdzauber von P.  McKillip
muß jeder lieben, der sie lesend kennenlernt.

Von Hermann Hesses Helden ist jeder angetan, der sich mit ihnen
beschäftigt.  Goldmund wuchs mir sehr ans Herz und natürlich
Josef Knecht, den ich nie mehr vergessen werde. Ich bewunderte
ihn, als er noch ein Knabe war und vom Musikmeister geprüft
wurde, dann als Magister Ludi und später für seinen Mut, sich so
zu entscheiden, wie es ihm sein Selbst befahl

 

IN WELCHEM BUCH WÜRDEST DU GERNE LEBEN WOLLEN?

Das ist sehr schwierig für mich. Würde ich doch evtl.  gerne als
Sorcha leben in alter Zeit,  in der der alte Glaube zu verschwinden
drohte und doch noch vorhanden war.  Eine Frau, die heilen und
sehen konnte, die eine Liebe fand, in der sie lebenslang aufgehoben
war inmitten der Brüder und dieser besonderen Familie.
Ich schwanke zwischen ihr und Rendel, die eine Größe hatte, die
unbeschreiblich war mit traumhaften Gaben, die ich mir natürlich
alle auch wünschen würde.  Sie konnte sich verwandeln,  konnte
fliegen, wenn sie es wünschte und wer möchte DAS nicht können…

 

EIN LIEBLINGSSATZ AUS EINEM BUCH?

Eine kluge und wundervolle Stelle aus dem Glasperlenspiel, die so
vieles zusammenfasst

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In neue,  andre Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.


Ein literarisches Stöckchen, gerne aufgenommen und aus dem Bauch
heraus zu jeder Frage das geschrieben, was mir in diesem Moment
eingefallen ist. Morgen würde es schon wieder anders aussehen, aber
heute ist es so…

Ich lege es nun erst mal in die Ecke und gebe es nicht gleich weiter.
Da würde ich mich mit Finbar überschneiden, also muß ich erst noch
eine Zeitlang darüber brüten, wo es denn neu landen könnte…

 

Samstag,  29.  März 2014




Kommentare

von bruni am 3.4.14

Guten Morgen, lieber Finbar. Ja, so ist es in der Tat grin
Herzliche Grüße in einen Tag, der auch Dir irgendwann am Abend endlich Lesestunden bescheren wird. Die Tage, an denen man/frau aus irgendwelchen Gründen nicht lesen kann, sind wie verlorene Tage. Ihnen fehlt Entscheidenes!

von finbar am 3.4.14 - http://finbarsgift.wordpress.com

ja, wir haben einen ähnlichen lesegeschmack, weil wir einen ähnlichen lesegeschmack haben wollten und immer noch haben wollen… *lächel*
und sogar gemeinsam schöne, besondere bücher lesen und uns darüber austauschen, und was könnte schöner sein auf erden als dies, für zwei solche Leseratten wie wir beide es sind?! *g*
dir einen schönen lesetag nun wünsche! smile

von bruni am 30.3.14

jeder liest andere Sachen, liebe Anna-Lena, und an Lesematerial hat es keinen Mangel. Unentwegt kommen neue Bücher heraus und viele der Klassiker hat man, bzw. ich immer noch nicht gelesen. Meine ungelesenen Bücherstapel sind hoch und die ausgelesenen und wieder gelesenen Bücher füllen die Regale u. jedes Buch zeugt von Lesegenuss, von einer Geschichte mit der ich Gedanken verbinde u. in der ich mich eine Zeitlang aufhielt. Lesen heißt Eindrücke sammeln u. als bekennende Sammlerin sammele ich diese und ich sammele sie mit großer Freude und Lust.
Du wirst Zeit finden, Dein Stöckchen aufzugreifen, das weiß ich, auch wenn es vielleicht noch Wochen dauern kann…
Das macht ja nichts, es drängelt keiner *lächel*
Liebe Grüße in die Nacht, wie so oft, von Bruni

Auch dein Stöckchen, liebe Bruni, ist sehr interessant. Frau muss lesen, wonach ihr der Sinn steht und das ist oft ganz unterschiedlich. Ich hoffe, ich kann es auch bald mal aufgreifen.

Gute-Nacht-Grüße
Anna-Lena

von bruni am 30.3.14

Wie schön, daß Du das Stöckchen bei mir schon entdeckt hast, lieber Finbar.
Du meinst, da haben wir einen ähnlichen Lesegeschmack? Das finde ich ja toll
und Hesses Stufen sind mir nun noch viel klarer, als noch vor einiger Zeit und das ist so gut…
Eine Lieblingsstelle aus einem der gelesenen Bücher, so hieß es im Stöckchen u. da gäbe
es doch so viele… und immer wieder andere. Sich da für eine zu entscheiden ist nicht einfach, doch dann war es plötzlich sonnenklar!
Hesses Stufen - ja, das ist es! Es steht nun gewissermaßen für alle die besonderen Stellen,
die man/frau im Laufe des Leselebens findet, liest und aufhebt, auf einem Blatt, im Kopf oder einfach dort, wo man immer wieder nachschlagen kann…


Herzlichst Bruni mit einem großen Lächeln

von finbar am 30.3.14 - http://finbarsgift.wordpress.com

wie schön, liebe Bruni, da haben wir ja eine ganze Reihe wunderschöner Leseüberschneidungen *lächel*

Hochinteressant, deine Antworten!

und ... gibt es ein wertvolleres Poem für die Menschen als Hesses Stufen?
Wohl kaum…

danke und hab einen schönen Sonntagabend, herzlichst
Finbar

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