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Nur die Maske

Fotografiere mich nicht
Lass die Technik dir bitte
kein Bild von mir machen


Nur durch deine Augen Blicke
erhalte ich eine Besonderheit
Kein Foto offenbart dir auch
nur einen einzigen meiner
Gedanken


Meine Oberfläche würdest du
sehen, doch ich frage dich,
was spiegelt denn schon
eine Oberfläche?


Glitzern und Funkeln?
Zuviele Fältchen oder gar
im Laufe des Lebens müde
gewordene Blicke?


Sie ist nur die Maske,
die mich verbirgt,
fotografiere sie nicht


Nimm meine Gedanken,
mache dir durch sie ein
Bild von mir, blicke durch
deine Brille, die hinter die
Dinge sieht


Fühl meine wärmende Haut
höre mein pochendes Herz
und erkenne dabei deinen
eigenen Schmerz

 


Freitag, 18. Juli 2014

 

 


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 27.7.14

Weißt Du, liebe Emily, ich fotogafiere ja auch unentwegt u. freue mich über jeden schönen Augenblick, den ich eingefangen habe, aber bei Menschen ist es nicht immer gut, von einem Foto gleich zu meinen, man wüßte, was sich hinter dem AugenblicksGesicht verbirgt…
Da braucht es ein Weilchen, bis man auch dahinter blicken kann u. das geht nicht mit einem Foto alleine. Es gehören einfach viel mehr Dinge dazu, Zeit, Gespräche u. noch mehr.
Dir herzliche Grüße von mir u. ich werde mal nachsehen, ob es wieder feine Sachen bei Dir zu essen gibt grin

von Emily am 27.7.14 - http://emily221.wordpress.com

Liebe Bruni,
jedes Wort stimmt, ich muss es zugeben. Gerade waren wir einige Tage unterwegs und NATÜRLICH haben wir geknipst, was das Zeug hält. Die Bilder geben Erinnerungen zurück, aber der eigentliche Moment sollte im Herzen sein und hoffentlich bleiben. Es gibt Dinge, die kann man nicht einfangen. Einen unglücklich getroffenen Bauch allerdings schon wink

Viele liebe Grüße zu dir, Emily

von bruni am 21.7.14

wie festgefroren, ein einziger Ausdruck eines Gesichtes, das sich doch mit jeder Stimmung verändert…
Wie eine Maske, ja, es ist einfach der beste Ausdruck dafür, liebe Mira.
Ich danke Dir sehr für Deine Worte
Liebe Abendgrüße zu Dir

ein tolles Gedicht.
Oft genug wirkt ein Foto - dieser kurze festgehaltene Moment wie eine Maske.
Ich lasse mich nicht gerne fotografieren.
Nichts - oder fast nichts weiß der Betrachter von mir. LG

von bruni am 20.7.14

Ein winziger Moment, ein einziger Blitz kann auch nur einen kaum aussagefähigen Eindruck einer Oberfläche vermitteln, nichts dahinter u. nichts davor…
Um einen Eidruck von einem Menschen zu bekommen, muß es schon mehr sein, als dieser eine Moment…
Sehr herzliche Grüße zu dir, liebe Anna-Lena

Ein Foto ist nur eine klitzekline Momentaufnahme, ein zuckender Blitz, der für einen Moment sichtbar ist.

Ein Text, der mir aus dem Herzen spricht, liebe Bruni.
Herzlich,
Anna-Lena

von bruni am 19.7.14

Liebe Bärbel, manche Masken reichen bis weit hinter die Oberfläche.
Da ist es nicht nur das Gesicht, das erstarrt, da ist es der ganze Mensch . Er KANN sich nicht mehr mitteilen, es funktioniert nicht mehr. Er ist wie versteinert hinter seiner Ganzkörpermaske u. Deine Schwester erlöste sich von der Starre auf ihre Weise. Anderes fiel ihr nicht mehr ein… und zum Helfen war es da bestimmt schon zu spät, liebe Bärbel
Liebe, sehr nachdenkliche Grüße von Bruni

von minibar am 19.7.14 - http://minibares.wordpress.com

Liebe Bruni, da ist was dran.
Manche Menschen tragen aber auch eine Maske, ich denke an meine Schwester, damals. Sie lächelte nur, obwohl es z.B. in dem Moment nichts zu lachen gab. 
Das hatte mich damals echt ge- oder verstört. Sie hat sich echt verstellt. Ihre Sorgen mochte sie uns nicht mitteilen. Das führte zu ihrem Ende… leider, leider.
deine Bärbel

von bruni am 19.7.14

Danke Dir sehr, liebe Diana.
Es freut mich jetzt außerordentlich, daß Du es genau so siehst wie ich.
Herzliche Wochenendgrüße von mir

von diana am 19.7.14 - http://versspruenge.wordpress.com

wie wahr, liebe bruni smile
wunderbar in worte gefasst.
ein foto sagt nur wenig aus ...
mit sonnigem wochenendgruß
diana

von bruni am 19.7.14

Liebe Petra, so spät in der Nacht kam Dein Kommentar an, aber ich habe ihn gleich gefunden grin
Wie recht Du doch hast, kein Blick in die Augen kann durch ein Foto wirklich ersetzt werden. Die reale Nähe ist wichtig u. schmerzlich ist es, wenn sie fehlt. Kein Foto ist ein Ersatz dafür.
Herzliche Grüße noch nach Mitternacht von Bruni

von petra am 18.7.14

Worte, die mir aus dem Herzen sprechen, liebe Bruni. Ein Foto - mag es noch so gelungen sein - ersetzt nicht den Blick in die Augen oder den Druck einer Hand.
Und in diesem Zusammenhang habe ich mir viele deiner Fotos ganz bewusst noch einmal angesehen und finde sie sehr schön und interessant.
Liebe Grüße in die Nacht zu dir
Petra

von bruni am 18.7.14

*freu*, dann hab ich es wohl geschafft, lieber Finbar, genau das mitzuteilen, was ich im Sinn hatte.
Das macht dem Schreiber ein gutes Gefühl
Ganz herzliche Grüße an Dich

von finbar am 18.7.14 - http://finbarsgift.wordpress.com

Ich seh’s genauso wie Klaus: toll geschrieben!

Nach dem mehrfachen Lesen, da wird einem so RICHTIG klar, worum es im Leben WIRKLICH geht…

herzliche Abendgrüße
vom Finbar

von bruni am 18.7.14

ich fotografiere ja selbst leidenschaftlich gerne, liebe Monika, so wie Du auch, mag es aber nicht, selbst fotogfrafiert zu werden, weil ich wirklich denke, es kann viel zeigen, das schon, aber ICH sehe mich anders…
Liebe Grüße zu Dir

von syntaxia am 18.7.14 - http://webloggia.wordpress.com

Fotos können so sehr täuschen, wenn wir Menschen ablichten!Man kann es natürlich auch positiv sehen: es braucht viele viele Fotos um mehrere Facetten eines Menschen einzufangen. Das kann der reale Augenblick mit mehreren Sinnen gepaart sicher besser.

..grüßt dich Monika

von bruni am 18.7.14

so sehe ich es auch, lieber Klaus.
Danke für Deine Worte u. einen lieben Gruß von mir

von Klaus am 18.7.14 - http://kowkla123.wordpress.com

Ich finde, man sollte es öfter ohne Fotoapparat versuchen, sich ein Gesicht einzuprägen, liebe Bruni, toll geschrieben, schönes Wochenende, Klaus

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