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Kämpfe um Grenzen

Als die Menschen durch
Grenzen die Erde entstellten
Familien durch Gräben und
Stacheldraht trennten

 

Brüder die Schwestern
nicht mehr erkannten
sich immer mehr in
Feindschaft verrannten

 

wurde der Himmel schwarz
wie die Nacht / Blitze und
Donner drohten von oben,
Hagel und Sturm
überschwemmten das Land

 

Wassermassen bedeckten
fruchtbare Flächen
Abgründe und Höllen taten
sich auf

 

und die letzten der
menschlich offenen Herzen
wanden sich in Krämpfen
und zuckenden Schmerzen

 

 

 

Mittwoch, 30. Juli 2014

 


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 20.8.14

Es hört und hört nicht auf, liebe Fee, dabei sollte man doch denken, inzwischen wüßte jeder, wie groß das Leid noch vor kurzem war und schon geht es wieder los.
Über jeden kurzen Waffenstillstand sind wir froh und schon hören wir, daß er gebrochen wurde. Es ist ganz egal, von wem, denn das nächste Mal macht es die andere Seite und ich frage mich, was sie erreichen wollen. Sollte es mal wieder ein Kampf um Frieden sein? Um Frieden zu KÄMPFEN klappte nie. Wenn er nicht in den Menschenherzen entsteht, wird er sich nie im Miteinander weiter entwickeln, geschweige denn ausbreiten können.
Liebe Grüße von der Bergstraße in den Teutoburger Wald an Dich, liebe Fee

von Karfunkelfee am 20.8.14

Ausgerechnet eines Deiner ‘dunklen’ Gedichte sprach mich direkt an, in dieser Zeit, wo Krieg ein tägliches Thema der Nachrichten ist, weil es gerade jetzt wieder so brennt an allen Weltecken.
Die Bilder sind kaum auszuhalten, im Netzt kursiert ein Hinrichtungsvideo…so nah kommt dieser Wahnsinn heran. Dein Gedicht ist Wut und Schmerz zugleich, doch es fordert Frieden.
Einen sehr herzlichen Gruß
vom Teuto
von der Karfunkelfee

von bruni am 1.8.14

Stimmt leider, lieber Finbar, und täglich sehe ich im TV Qualmwolken, die von gewaltigen Einschlägen herrühren. Ich höre die erklärenden Worte dazu u. erfasse, wie die Menschen zu dieser neuen Gewalt stehen und ich fasse es nicht. Die Gewalt erzeugte Gewalt, immer, und wenn sie einmal begonnen hat, läßt sie sich kaum noch stoppen, bis alles mal wieder in Schutt und Asche liegt, was liebevoll und mühselig aufgebaut wurde…
Herzlichst
Bruni

von finbar am 1.8.14

Ja, zu stark, und viel zu mächtig, und sehr groß unser aller Ohnmacht, liebe Bruni…
Herzlich
Finbar

von bruni am 31.7.14

es freut mich sehr, daß die Wut, die ich während des Schreibens fühlte, rüberkommt, daß sie zu erkennen ist, lieber Finbar. Es ist ein Thema, so alt wie die Welt, und die ist tatsächlich inzwischen schon sehr entstellt…
Immer neue Kriegsschauplätze, immer neue Greueltaten, Gewalt, wohin Du blickst. Es ist nicht zu fassen, was sich der Mensch da antut, oder besser gesagt, antun läßt, weil er sich nicht dagegen zu wehren weiß.
Das Böse ist wohl zu stark

von finbar am 31.7.14

Gewaltige, ja geradezu sintflutartige Poesie Zeilen, die in meinen Kopf hinein eilen und sie dort entfalten mit Macht…
Ja, Adam und Eva, Kain und Abel, die Welt steht wieder mal kurz davor aus den Fugen zu geraten und du hast das umwerfend dargestellt…

von bruni am 30.7.14

Dieser Hass, der aus vielen Gründen entstanden sein kann, wird geschürt und die Gier nach mehr Land, nach Immermehr, nutzt ihn schamlos für ihre Ziele.
Die Ärmsten, die bedenkenlos geopfert werden, zählen für die Machthabenden nicht.
Sie sind die Dummen, die Berge von Toten, die grausam Verletzten, die, die letzendlich vertrieben werden oder flüchten müssen, um das nackte Leben zu retten u. keine Heimat mehr haben…

LG von Bruni an Dich, liebe Bärbel

von minibar am 30.7.14 - http://minibares.wordpress.com

Bruderkämpfe, wie ja oft gesagt wird.
Hass ist was unsagbar Schlimmes.
Nur dadurch kommen Kriege zustande.
Meins ist meins, und ich will noch mehr!!!
Her damit!
So ungefähr ist die “einfache” Variante der Kriegsvorläufe
deine Bärbel, die sich das so vorstellt.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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