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Dichter

Dichter denken anders
dichter, schlichter,
kapriziös und
zwiegespalten


Tief versunken
in Gedanken
träumen sie von
blauen Blumen,
grüngestreiften
Algenschulen,
Stühlen, die im
Winde tanzen
löcherige Socken
fangen, Uhren,
die die Zeit
vergessen
Tieren, die nur
Suppe schlürfen
weil es auch die
Wächter dürfen


Dichter denken,
lenken Schiffe,
die den Horizont
befahren,
Maut- und Mond-
gebühren sparen,
gestern nicht
geboren waren


Dichter lachen
bis die hohen
Himmel
schwingen
wolkenweiche
Engel singen
lassen schroffe
Felsen zittern


Weinen heftig
füllen Flüsse
fließen dann
durch grüne Auen
wollen ferne
Ufer schauen
wagen sich
auf Sternenpfade
lassen Regenbogen
noch im Dunkeln
funkeln und
bewegen sich
mit leichten Worten
an geheimen
Dichterorten


Dichter denken

a   n   d   e   r   s

 


Freitag, 4.  Juli 2014

 

 

 

 

 


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 20.8.14

Liebe Fee, wie schön, Dich hier zu finden. Es ist eines meiner Lieblingsgedichte, jede einzelne Zeile liebe ich. Lächelnde liebe Grüße zu Dir

von Karfunkelfee am 20.8.14

Was für ein wunderschönes Gedicht…
es lebt in diesen Details, die alles beleben,
was uns umgibt…

Einen lieben Gruß
von der Karfunkelfee

von bruni am 13.7.14

genau, liebe Marlis, wenn uns die Gedankienflügel tragen, dann müssen die Gedanken anders sein, als die, die wir im Alltag denken…
Genau das ist ja das Schöne, sich abheben zu können von der Erde und leicht und locker in der Luft zu fliegen für eine kurze Zeit.
Verschmitze Grüße an Dich von mir

von Marlis Hofmann am 13.7.14

Tja die Dichter! und dann aber erst die Dichterinnen!!!! anders denken sie und manchmal befürchte ich wohl auch ein wenig komplizierter - nicht für jedermann zu verstehen sind manchmal die doch so verschlungenen, fantastischen Gedankengänge! Aber das ist nun einmal so!
Liebe Grüße, nun bereits zum Sonntagmittag,
Marlis

von bruni am 7.7.14

ja, lieber FINBAR, nun bin ich auch zufrieden damit. Manchmal passieren “Fehler”, die müssen geändert werden. Sie verunstalten das Gesamtbild, das ja eine gewisse Harmonie ausstrahlen soll.

Es ist ein alter hölzerner Gartenstuhl, den ich in einer wunderschönen Gartenausstellung aufgenommen habe.
Liebe Grüße von einer ebenso neugierigen Bruni grin

von bruni am 7.7.14

Es sind Zeilen, liebe ANNA-LENA, die mir aus der Seele purzelten. Da kam immer wieder eine neue Idee an. War gar nicht so einfach, die kleinen Dinger zu sortieren *lach*
Dir ganz herzliche Grüße von mir

von bruni am 7.7.14

Lieber MICHAEL, ein echter Gernhardt, den Du mir hier als “Strafe” schickst.
Lächelnde Grüße zu Dir von Bruni
PS Es freut mich sehr, daß Du Dich nach ewigen Zeiten mal wieder hierher verirrt hast

von bruni am 7.7.14

jeder macht etwas anderes, lieber KLAUS, ich schreibe mich frei, seitdem ich die Lyrik gefunden habe… *lächel*

von finbar am 7.7.14 - http://finbarsgift.wordpress.com

...wunderbar stimmig nun alles…

und wo haste die alte Holzbank (Juli-Kopf) aufgenommen?

Herzlich Finbar,
der Neugierige

Dichter sind eben andere Menschen, doch ohne sie wären wir so arm. Danke für diese tollen Zeilen, liebe Bruni!

Liebe Grüße und komm gut in die neue Woche grin ,
Anna-Lena

von Michael am 6.7.14

Liebe Bruni,

ein schönes Gedicht!

Ich war lange nicht mehr zu Besuch auf Deiner Seite. Dachte, Du meldest Dich mal wieder, aber meinen Geburtstag vergisst Du ja jedes Jahr auf’s Neue - schlimme Bruni!
Zur “Strafe” (und da Du Dich auf das
Wort “schlichter” als Reim auf Dichter eingelassen hast), musst Du jetzt das nachfolgende Gedicht aushalten.

Einen lieben Gruß,
Michael

FOLGEN DER TRUNKSUCHT

Seht ihn an, den Texter.
Trinkt er nicht, dann wächst er.
Mißt nur einen halben Meter -
weshalb, das erklär ich später.

Seht ihn an, den Schreiner.
Trinkt er, wird er kleiner.
Schaut, wie flink und frettchenhaft
er an seinem Brettchen schafft.


Seht ihn an, den Hummer.
Trinkt er, wird er dummer.
Hört, wie er durchs Nordmeer keift,
ob ihm wer die Scheren schleift.


Seht sie an, die Meise.
Trinkt sie, baut sie Scheiße.
Da! Grad rauscht ihr drittes Ei
wieder voll am Nest vorbei.


Seht ihn an, den Dichter.
Trinkt er, wird er schlichter.
Ach, schon fällt ihm gar kein Reim
auf das Reimwort “Reim” mehr eim.

-Robert Gernhardt -

von Klaus am 6.7.14 - http://kowkla123.wordpress.com

Schön ist es die Begabung zu haben mit Worten so vieles auszudrücken in allen Facetten, einen schönen Sonntag wünsche ich, Klaus

von bruni am 6.7.14

Liebe Petra,
siehst Du, wie ich strahle? Als wäre die Sonne eben erst aufgegangen u. dabei ist sie schon eine lange Weile sehr fleissig am heutigen Sonntag.
Dir herzliche Wochenendgrüße von mir zu Dir nach Dresden

von Petra am 6.7.14

Wunderbares Gedicht, liebe Bruni,. Was für ein Glück, dass es Dichter gibt, die uns mit solchen Zeilen Freude bereiten. Danke!
Liebe Grüße Petra

von bruni am 5.7.14

ach, wie schön, liebe Bärbel, daß Du es gelesen hast u. Freude daran hattest.
LG von mir

von minibar am 5.7.14 - http://minibares.wordpress.com

Liebe Bruni,
beschwingt schreibst du, was Dichter bewegen kann.
herrlich, hat richtig Freude gemacht.
Liebe Grüße Bärbel

von bruni am 5.7.14

Wenn ein Dichter nicht reich an Ideen ist, liebe Diana, dann kann er gleich einpacken *g*, leere Blätter füllen sich nur, wenn reichlich Ideen herumpurzeln, die er auflesen kann grin.

Herzliche Grüße von mir zu Dir

von bruni am 5.7.14

Anders gedichtet, jaaaaaaaaaaaaa, lieber Finbar und absichtlich, kein Zufall *lach*
Herzlich am Samstagabend von Bruni

von diana am 5.7.14 - http://versspruenge.wordpress.com

wunderbar bunte zeilen, liebe bruni, wie reich an bildern - genau so, wie der dichter denkt! gefällt mir.
herzlichst,
diana smile

von finbar am 5.7.14 - http://finbarsgift.wordpress.com

...ganz bezaubernd anders gedichtet… *lächel*

Herzlich
Finbar

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