Startseite | Kontakt | Impressum

Ein Baum

Manchmal,
wenn ich ein Baum bin,
hilft mir der Wind,
meine Zweige zu strecken
zum Baum gegenüber.

Wie leise und sanft ist
sein Lächeln über mein
unentwegtes Bemühen

 

Er fühlt das Wehen meiner
Blätter in seinem alten
verwitterten Baumgesicht,
hört die Worte, die ich
erzähle, erfährt Geheimes,
das er schon kannte

 

und langsam neigt er sich
zu mir, bis unsere Äste
einander berühren und
gleichzeitig spüren, wie
sie mit den Jahren zu
einem einzigen Baum
verschmelzen

 

Unsere Wurzeln, die keiner
sieht, sind inzwischen
innig ineinander
verschlungen und bilden
ein dichtes Geflecht

 

 

Montag, 24. Febr. 2014

 


image
© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 9.4.14

klingt wunderschön, liebe Marlis, was Du von Eva Strittmatter schreibst. Ich muß mal auf die Suche nach ihr gehen… Scheint mir wichtig zu sein.

Ich habe keinen Platz unter Bäumen, an dem ich schreibe. Bei mir kann es überall erfolgen u. die ankommenden Ideen muß ich immer schnell notieren. Da reicht dann schon eine Zeile grin
Liebe Grüße zu Dir
von Bruni, die sich immer freut, Dich hier zu entdecken

von Marlis Hofmann am 8.4.14

Ein wunderschönes Gedicht und es erinnert mich an Eva Strittmatter, die ich sehr verehre. Zum Dichten und zum zu-sich-kommen sei sie immer unter große Bäume gegangen, hatte sogar einen geheimen versteckten Platz dort, steht in einer Biografie. Ich denke nun gern an Dein Baumgedicht und grüße ganz herzlich,
Marlis

von bruni am 27.2.14

Liebe Bärbel, noch sehen sie nackt aus, das stimmt schon, aber hier blühen die Mandelbäume schon, ich kann es kaum fassen. Danke für Deinen feinen Kommentar u. liebe Grüße in die frühe Nacht von Bruni

von minibar am 27.2.14 - http://minibares.wordpress.com

Das Baumgesicht ist gut zu erkennen.
Wie schön, dass sie sich miteinander verbandeln.
Ein zauberhaftes Gedicht, liebe Bruni.
Bäume sind einfach wunderbare Gewächse, sie sehen zur Zeit noch recht nackt aus, so können wir sie besser erkennen, wie sie wirklich ausschauen.
deine Bärbel

von bruni am 26.2.14

*lächel*, ein kleiner unerfahrener Baum, noch jung an Jahren lehnt sich an den welterfahrenen, sturmerprobten alten Baum an, die beiden verstehen sich immer besser und ihre Wurzeln sind irgendwann nicht mehr auseinander zu halten…
Ja, es muß wohl eine Baumliebe sein, lieber Finbar. Etwas anderes kann ich mir hier auch nicht vorstellen grin
Herzliche Grüße von mir an Dich

von finbar am 26.2.14 - http://finbarsgift.wordpress.com

ach wie schön
liebevolle bäume
wurzelmäßig
eng ineinander
verzahnt und
äste die sich umarmen -
BAUMLIEBE

von bruni am 25.2.14

Du hast gut gelesen, lieber Jörg, und sehr genau, mit großem Einfühlungsvermögen

Liebe Grüße sende ich Dir
nach Kanada? Ich denke,
sie kommen an grin, die Grüße

von Jorge am 25.2.14

Das Wort “Nähe” ist mir beim Lesen dieser Zeilen eingefallen.
Und Zuneigung, Vertrautheit, vielleicht Liebe ...

von bruni am 25.2.14

Sie erzählt wirklich sehr viel,liebe Anna-Lena. Du bist ja auch jemand, der ihr oft zuhört, ich weiß es.
Herzlichst
Bruni

von bruni am 25.2.14

Liebe Lintschi,
ich mag sie auch, diese Zeilen, sie passen gut zu mir *lächel*
Liebe Grüße zu Dir

PS Ich freue mich immer sehr, wenn ich Dich mal bei mir finde

Was für wunderbare Zeilen, liebe Bruni.
Wir sollten genauer hinhören, was die Natur uns zu erzählen hat.
Liebe Grüße
Anna-Lena

oh! das ist schön! so innig! das mag ich aber sehr. sehr!

lieb grüßt die lintschi

von bruni am 24.2.14

Anbäumeln ist gut, liebe Monika.
Wenn es funktioniert und sie sich zueinander neigen, bis in die Wurzelspitzen, dann stehen sie beide wirklich fein und fest zusammen grin
Liebe Grüße von Baumfreundin zu Baumfreundin

von syntaxia am 24.2.14 - http://webloggia.wordpress.com

Anbäumeln sozusagen. wink
Und wenn die Wurzeln miteinander verschlingen ist der nötige Halt gegeben - fein!

..grüßt dich Monika (die Bäume sehr sehr mag)

von bruni am 24.2.14

Liebe Barbara, wie schön, daß Du mein Baumgesicht erkennen kannst.
Nicht jeder sieht es, sondern wundert sich…
Liebe sonnige Grüße sende ich Dir
PS Du weißt ja selbst, wie wichtig die Fantasie für uns alle ist, fehlt sie uns, brauchen wir mit dem Schreiben erst gar nicht zu beginnen.

von bruni am 24.2.14

Guten Morgen, liebe Diana, Bäume faszinieren uns u.wie oft fotografiere ich sie, doch als ich diesmal das passendste Foto suchte, fand ich keines, das perfekt passte in meinen Augen grin
Ich muß also weiter fotografieren, vielleicht hab ich dann plötzlich eines, von dem ich denke, SO, DAS PASST!
Dann wird dieses hier sofort ersetzt werden. Ich danke Dir sehr für Deine feinen Worte u. gehe mal auf die Suche nach meinen anderen Baumgedichten, um sie mit diesem hier der Freude halber zu vergleichen *lächel*
Liebe Grüße von Bruni

Ja, ich sehe das Baumgesicht - und genieße Deine Phatasie grin
Ich wünsche Dir ein gute Zeit, liebe Bruni

von diana am 24.2.14 - http://versspruenge.wordpress.com

schööön ist das, liebe bruni!!
ich liebe sie ja ohnehin ... die bäume ... und das bild, die symbolik dieser. smile
wunderbar ...
einen schönen wochenstart,
mit lieben grüßen,
diana

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image image image