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Sein und Sinn

Ich bin


doch gab es mich nicht,
bis meine Mutter mich
in der Höhle ihres Bauches
barg und s o l a n g e
beherbergte, bis ich
zartes Pflänzchen
stark genug schien,
um von ihr wieder
entlassen zu werden


Nun war ich auch zu
groß, um noch länger
zu bleiben und ihr
überaus kluger Menschen-
körper stieß mich aus

Ich wurde geboren


Seit damals bin ich
und ich finde, mein
Sein macht Sinn


Über den Sinn unseres
Seins wird heiß diskutiert

Warum bin ich?
Warum wurde ich?
Warum gibt es mich?
Was erfülle ich,
indem ich bin?


Wurde ich nun wegen der
vielen Fragen nach dem
Sinn meines Seins
ein fragwürdiges Wesen?


Aber dann wären alle
Menschen fragwürdige
Wesen, denn wir alle
existieren und da wir
existieren, sind wir…


Fragen über Fragen
um den Sinn des Seins


Samstag, 28. Sept. 2013

Manchmal äußert sich Humor
in einem einzigen Wort     grin

 


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Text u. Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 4.10.13

*lach*, eigentlich piekten sie mich nicht, sie sind nur da, immer mal wieder, aber die Antworten für mich selbst, die habe ich parat. Da weiß ich, wo ich stehe. Allgemeines Sein und sein Sinn - das war es, was mich bewegte… ICH bin doch das Individuum, das etwas Besonderes ist *lächel*. Aber ich brauche das Menschenfeld um mich herum, sonst gucke ich dumm.
Herrlich, liebe Fee, alle Deine Ausführungen hier - nicht nur bei diesem Poem…

von Karfunkelfee am 4.10.13

Guten Morgen,

Aaaah…das, was Du schreibst, klingt ganz nach ein paar aggressiven Frühwarnfragen.
Sinn und Unsinn.
Also pack Dir mal Deine Fragen und stopf sie erst mal (morgens vor allem) -
unter die Bettdecke. Wenn sie nicht artig sind, drohe ihnen sofort mit Stagnation und Altwerdenwollen. Das schüchtert solche Fragen sehr ein, weil sie von Zukunftsperspektiven leben.
Es ist ihre härteste Sanktion, wenn der Mensch, dem sie hinterherrennen, einfach nicht mehr mit ihnen reden will.
Meine Frühwarnfragen nach Sinn und Unsinn des Lebens, in denen das Wort “Mutter” vorkam, habe ich hartnäckig ein ganzes Jahr lang damit beruhigt, indem ich, wenn sie mich begannen nach Sinn, Unsinn und “Mutter” zu fragen, sofort antwortete mit: 42
Wie aus der Pistole geschossen kam das!
Das machte die Frühwarnfragen so unsicher, dass sie ihren Sinn vergaßen und erst einmal lange lange lange….
mit Rechnen beschäftigt waren (Und Doug Adams zu lesen…) wink
Ich wickelte sie übrigens in das daunenweiche Wagenbett meiner Kinder ein. Dann frieren sie nicht und sind erstmal fixiert….für eine Weile…

Ein paar Tricks für Dich.
Herrlich sinnlos unlogische, darum funktionieren die manchmal auch…:))

Einen lieben Gruß zu Dir,

Dein feechen

von bruni am 30.9.13

Liebe Anna-Lena,
Monika, Bärbel u. Klaus,

der Sinn des Seins wirft viele Fragen auf u. jeder hat andere dazu, andere Ansichten darüber.
Wir haben viel zu sagen auf diese vielen Fragen u. ich finde es sehr schön, wie vielfältig man danach fragen kann.
Es fängt schon damit an, warum wir denn überhaupt fragen…
Aber ich denke, würden wir nicht fragen können, würden wir unserem Menschsein nicht gerecht. Als denkende Wesen wurde uns das Fragen mit in die Wiege gelegt u. das ist sehr gut so.

LG von Bruni

Der Mensch -
das fragende,
das erfragende,
das gefragte,
das fragwürdige Wesen.

Und über tausende von Jahren
fragt und erfragt er und fragt andere
und er ist nach wie vor gefragt grin .

Liebe Grüße
von mir,
Anna-Lena

von syntaxia am 29.9.13 - http://webloggia.wordpress.com

Da muss ich aus einem Lied von Herman van Veen zitieren. Es heißt: Nach Hause

Wenn du wissen willst,
dass du einzig und allein gemacht bist aus Bindung, okay- und auch wegen der Neugier auf die Mischung…

Das ist auch eine Erklärung. wink
..grüßt dich Monika

von minibar am 29.9.13 - http://minibares.wordpress.com

Warum ich bin?
Was ich bin? - Das ist für mich die Frage. Das Warum wurde vor langer Zeit entschieden, lach. Da können wir doch nichts dran ändern grin
Genau, der Sinn unseres Seins… Was wir damit tun…
Oha, stundenlang könnte ich jetzt darüber nachdenken. Ob es mich weiterbrächte?
Lachende Grüße grin deine Bärbel

von klaus am 29.9.13 - http://kowkla123.wordpress.com

Das ist sehr treffend und gut beschrieben.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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