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Rest von Leben

Warmer Spätsommerregen
und der Herbst daneben


Frischgegrabene Erde


Sattbraune Krumen an
behandschuhten Händen


Ein altes Grab, daß es
lange schon gab


In zwei Urnen ruht der
Rest von Leben, das es
einstmals gegeben

 


27. Sept. 2013

Worte nach einem
Pflegebesuch am
Grab meiner Eltern


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 4.10.13

mir geht es ganz genau wie Dir, liebe Fee.
In meinem Kopf sind sie gespeichert, Bilder und Gerüche, Düfte und Jahreszeiten… Alles ist da, aber nicht in diesem Grab, dem dem ich die Konventionen pflege. Einen lieben Gruß zu Dir

von Karfunkelfee am 4.10.13

Seltsam, wie ich manchmal am Grab meiner Großeltern stehe und nichts finde.
Garnichts.
Kein Gefühl - für mich sind sie gar nicht dort. Ihre Hüllen, ihre Asche sind in der Erde, das, was einst stofflich an ihnen war.
Doch ihre Orte, wo ich sie finde,
sind woanders - in einem Geruch, den ich unter einer Brücke wiederfinde, der nach Spaziergängen an der Hand meiner Großmutter in der Kindheit riecht. Nelken. Ihre Lieblingsblumen.
Doch ihre Gräber?
Dieses Konventionelle mit den Eisblumen drauf, den Grabschalen?
Allerheiligen zünde ich wieder die Kerzen an und würdige den letzten Ort, an den ihr Körper ging.
Doch ihre Seele, ihr Herz und das, was sie waren für mich, ist bei mir und in aller Welt.
Es ist etwas - das glücklicherweise
nicht zu Erde und Staub zerfällt…

Wunderschön,
Deine Zeilen…
(endlich Zeit zu kommentieren…) smile

Dein feechen

von bruni am 30.9.13

Die Gräber an sich sind friedvoll und die Friedhöfe, auf denen sie sich befinden, sind es auch meist, aber ich glaube, nicht alle Gedanken sind friedvoll, die die Davorstehenden haben, weil sie ja oft von soviel Kummer und Leid geprägt sind, liebe Lintschi.
Dir einen lieben und friedlichen Gruß von mir grin

von lintschi am 29.9.13 - http://filosofium.wordpress.com

ein berührendes gedenken ...
gräber sind so was friedvolles, finde ich.
ich gehe gerne auf friedhöfe.
aber für die erinnerung brauche ich sie auch nicht.
viel liebes dir!

von bruni am 29.9.13

genau so ist es, liebe Anna-Lena, sie sind die Punkte, an denen wir gedenken könnten, täten wir es nicht sowieso in unseren Erinnerungen immer wieder.
Wir pflegen hier nur die Traditionen…
Lieber Gruß am späten Sonntagabend zu Dir

Gräber sind
die sichtbaren Fixpunkte
der letzten Ruhestätte.
Lebendig bleiben die Verstorbenen nur in uns,
in unserer Erinnerung.

von bruni am 27.9.13

na ja, liebe Bärbel, 2x/Jahr fahre ich hin, das ist nicht sehr viel, aber ich mache es sehr gerne. Dreihundert km sind es hin und zurück. Das läßt sich gut in einem Tag erledigen. LG von Bruni

von minibar am 27.9.13 - http://minibares.wordpress.com

Liebe Bruni, zu meinen Eltern kann ich nicht, sie liegen zu weit weg. Doch sie sind in meinem Herzen, immer und immer wieder.
ich habe sie geliebt, beide.
Lieder geht es nicht, sie zu besuchen.
Aber es fehlt mir nicht.
deine Bärbel

von bruni am 27.9.13

Sie sind nicht vergessen. So viele Erinnerungen hab ich. Dieses Grab dort ist das, was für alle von den beiden Menschen sichtbar ist u. darin ihre Asche, das, was blieb, als ihre Körper zerfielen.
Ich werde dieses Menschenende nie begreifen.
Liebe Grüße zu Dir, liebe Barbara

So lange Du zum Grab Deiner Eltern gehst, werden sie nicht vergessen sein. Der Rest ihres Lebens - ist er nicht eher in Deinem Herzen in der Erinnerung?

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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