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Eine Redensart

Unter die Räder kommen,
eine Redensart, die
Schlimmes verheißt…


Du wirst überrollt, es
erfaßt dich ein unentwegt
und unbeirrt vorwärts
drängendes “Etwas”


Ein wild gewordener Stier,
ein Tier mit mindestens
vier Hörnern, das dich
stößt und schiebt, in den
staubigen Boden der
spannungsgeladenen
LebensArena drückt


Du verlierst den Boden
unter den Füßen und
landest in der Gosse,
kannst keinen Fuß mehr
fassen, dein Leben ist
nichts mehr wert, läuft
nur noch verkehrt


Alles überfordert dich,
du hältst dem Druck nicht
mehr stand, alle Organe
versagen, sterbenskrank
kommst du nicht mehr
auf die Beine. Du hast
dich selbst verloren


Der Lebenszug hat dich
überrollt, vernichtet und
plattgewalzt, er fährt
weiter, doch dich gibt
es nicht mehr, denn

du kamst unter die Räder…


Mittwoch, 22. Mai 2013

 


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© bruni kantz

Kommentare

von bruni am 2.7.13

wie schön, daß Du es gefunden hast, liebe Tina und vielen Dank für Dein Kompliment *freu*

von skryptoria am 2.7.13 - http://skryptoria.wordpress.com

Was für eine umfassende und treffende Zusammenfassung der dem Ereignis folgenden Geschehnisse ... Kompliment, liebe Bruni!

von bruni am 23.5.13

Liebe Anna-Lena, wie gut, daß Du mich an den Schutzengel erinnerst, den hatte ich ja völlig vergessen *lächel*.
Ich bin begeistert und bedanke mich sehr für Dein tolles und einfühlsames Korollargedicht.
Liebe Grüße von Bruni ♥

von bruni am 23.5.13

Das wünsche ich mir auch, lieber Helmut. Doch ob es eine solche Gesellschaft wirklich gibt? Auf jeden Fall eine traumhafte Vorstellung, auf die hingearbeitet werden sollte von jedem einzelnen, auch wenn es schwierig erscheint. Liebe Grüße zu Dir

Wenn du Angst hast,
unter die Räder zu kommen,
rufe deinen Schutzengel,
Stehaufmännchen nennt man ihn.

Reiche ihm die Hand
und er hilft dir auf.
Rede mit ihm
und er spricht dir Mut zu.
Er gibt dir die Kraft,
die ersten Schritte zu versuchen.
Wenn du strauchelst,
steht er neben dir.
Wenn deine Füße dich tragen,
verspürst du die Kraft,
alleine zu laufen
und mit deiner Standfestigkeit
siehst du den drohenden Rädern
lächelnd hinterher.

Liebe Grüße von mir zu dir ♥

von Helmut Maier am 23.5.13 - http://www.maier-lyrik.de

Überrollt, ausgebrannt, vernichtet? - ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der es vor allem darum geht, das zu verhindern!

Liebe Grüße
Helmut

von bruni am 23.5.13

normalerweise gibt es tatsächlich immer noch eine Möglichkeit, wie Du so schön sagst, den Dreck abzuklopfen und neu zu beginnen. Dazu braucht man die nötige Kraft. Ist sie vorhanden, ist ein Neuanfang möglich. Bist Du aber, im Sinne dieser Redensart, überrollt worden u.vermutlich ernsthaft, lebensgefährlich, tödlich verletzt, dann kann es keinen neuen Beginn geben.

Ich habe hier nur versucht, diese Redensart zu erklären -  auf meine Weise, liebe Bärbel

von minibar am 23.5.13

Du sprichst davon, dass man total unter die Räder kommt.
Aber es gibt doch auch die Möglichkeit, sich wieder aufzuraffen. Den Dreck abzuklopfen… und die Chance zu einem Neuanfang bekommt.
Das will ich doch stark hoffen.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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