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Warum

ich schreie

W A R U M


ich verstehe es nicht
begreife nichts mehr
es gab keinen Grund
er war doch gesund


pflegte sich sehr
nahm das Leben nicht
schwer


Warum gab er auf?
Wieso hielt ihn
nichts mehr? War ihm
alles zu schwer?


Wo war der Punkt?
War er doch nicht
gesund? War seine
Seele so wund?


Was wollte er denn?
Er hatte doch alles
Was fehlte ihm nur?


Er liebte das Heim
war nie mehr allein
sie kümmerten sich
und lobten ihn auch


Der Fluß war sehr tief
als das Wasser ihn rief

 

Dienstag, 26. März 2013


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 27.3.13

Nach diesem Gedicht habe ich eben gesucht, liebe Monika.
Ich kenne es gesprochen von Katharina Thalbach und es hat
mich sehr beeindruckt, zeigt es doch sehr deutlich, wie
schwer es oft scheint, leben zu müssen

Letzter Versuch
Ada Christen

Ich habe mich zu erhängen gesucht:
Der Strick ist abgerissen.
Ich bin in’s Wasser gesprungen:
Sie erwischten mich bei den Füßen.
Ich habe die Adern geöffnet mir:
Man hat mich noch gerettet.
Ich sprang auch einmal zum Fenster hinaus:
Weich hat der Sand mich gebettet.
Den Teufel! ich habe nun alles versucht,
Woran man sonst kann verderben -
Nun werd’ ich wieder zu leben versuchen:
Vielleicht kann ich dann sterben.

von bruni am 27.3.13

Du hast natürlich recht, liebe Monika, Hinhören, Erkennen und dadurch helfen, falls das gehen könnte, wären gut. Oft reichen diese Gespräche nicht aus. Leider.
Jemand, der ankündigt, muß nicht der sein, der nur “androht”, es gibt genügend Beispiele, bei denen es anders war. Ein sensibles Thema, ja, eines, das immer wieder zum Nachdenken drängt. Wenn die innere Ausgewogenheit aus dem Gleichgewicht gerät, ist jeder gefährdet.

von syntaxia am 27.3.13 - http://webloggia.wordpress.com

Insgesamt habe ich zum Freitod eine spezielle Meinung.
Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wird geschrien. Nicht immer ist es so, aber ich habe es mehrfach erlebt. Angehörige, die eh nicht hinhörten und die Pein nicht verstehen wollten. Dann auch solche Sprüche:“Wer es ankündigt, der tut es doch nicht!” Ja, und dann hat sie es doch getan…
Du hast ein sensibles Thema fein verwortet, liebe Bruni.

..grüßt dich Monika

von bruni am 27.3.13

jeder von uns kennt oder kannte jemand, der nicht mehr leben wollte oder konnte.
Es ist schwierig, damit umzugehen, weil wir oft denken, wir haben falsch oder zu wenig gemacht, aber wir versuchen meist das Beste und es ist halt so sehr oft nicht genug. Eine Schwester auf diese Art zu verlieren, ist grausam u.die Verarbeitung schafft man bestimmt nicht alleine. Gut, daß Dein Mann auch Dein Freund ist, liebes Bärbelchen

von minibar am 27.3.13 - http://minibares.wordpress.com

Ok, denn meine Schwester hat sich auch selbst gerichtet. Sie hat sich erhängt.
Damit fertig werden war auch verdammt schwer. Gott sei Dank haben das unsere Eltern nicht mehr miterleben müssen.
Mein Bruder hat sie damals gefunden. Ihr Sohn war 13 Jahre jung, also gerade in der Pubertät.
aber sie wohnten weit weg von uns.
Mit meinem Mann kann ich immer über sowas reden, das hilft ungemein.

von bruni am 27.3.13

Ja, liebe Gaby, ich bin nur immer noch erkältet *schief grins* und schöne entspannende Ferientage für Dich und Deinen Mann

von bruni am 27.3.13

Liebe Maren, es gibt viele Selbstmorde, die die Angehörigen vor Rätsel stellen.

Menschen, die ihre Ängste und Nöte niemandem offenbaren können, nicht in der Lage sind, sich mitzuteilen und immer tiefer in ihr schwarzes Labyrinth rutschen, aus dem sie nicht mehr herausfinden. Sie sehen nur noch einen einzigen Ausweg, diesen hier.
Liebe Grüße ins eisige Hamburg zu Dir

Dann bin ich ja beruhigt grin .
Morgengrüße aus dem ersten Ferientag wink

von Maren Brüning am 27.3.13

...autsch…
Aber für WEN- schön wäre eine Erklärung desjenigen, der geht, an diejenigen, die sich dieses WARUM nicht erklären können. Aber je mehr man darüber nachdenkt, desto klarer wird das WARUM… Erklärungen sind überflüssig,- annehmen und akzeptieren fällt schwer,  aber notwendig und absolut nötig, um verstehen und weiterleben zu können…
sinnierende Grüße in die Nacht
Maren

von bruni am 26.3.13

Nein, liebe Anna-Lena, es ist in diesem Falle wirklich nichts Reales. Hat nichts mit mir zu tun. Du mußt Dich nicht sorgen. *lächel* Ich dachte nur nach…

von bruni am 26.3.13

So ist es, liebe Mathilda, es gibt manchmal keine Antwort. Wir müssen hinnehmen was geschah. LG von mir

von bruni am 26.3.13

Lieber Finbar, es handelt sich hier um reine Fiktion, um nichts, was in meiner Vergangenheit passierte. Liebe Grüße von Bruni ♥

von bruni am 26.3.13

Nein, liebe Bärbel, es handelt sich um niemanden bestimmten. Mir gingen nur die vielen unklaren Selbstmorde im Kopf herum, die so unverständlich scheinen

von bruni am 26.3.13

genau das wollte ich herausausarbeiten, liebe Barbara, Geschehnisse, auf die es keine Antwort geben kann, weil uns die entsprechenden Kenntnisse fehlen. LG von Bruni

Liebe Bruni,
ich hoffe, das ist nichts Reales :-( .
Besorgte Grüße
Anna-Lena

von Mathilda am 26.3.13 - http://einfachtilda.wordpress.com

Das liest sich sehr besorgniserregend.

Alles Gute für dich und manchmal ist gut, wenn man gar nicht nach dem warum fragt…manchmal.

LG Mathilda ♥

von finbar am 26.3.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

hm…
starke worte!
sind sie in die vergangenheit gerichtet?
da fällt mir der schwanenkönig ein
der in den see ging in tiefer pein…

von minibar am 26.3.13 - http://minibares.wordpress.com

Oh, liebe Bruni, war es ein Freund von dir?
Das ist immer bitter und gar nicht zu verstehen.
Aber er wollte es wohl so. es war seine Entscheidung. Er muss Gründe gehabt haben. Sowas macht man nicht mal eben so.

manchmal kommt man nie zu einer Antwort und damit muss der Mensch leben.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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