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Verbiegen

Lass dich nicht verbiegen
schrie´s in ihrem Traum


Als sie erwachte
war sie kalt und steif
gefroren alle Glieder
zittrig suchten die
klammen Finger nach dem
daunengleichen Gewand
mit weichem Flaum an
Kragen und Saum


Sie verlor es im Traum,
lag fast erfroren ohne
schützende Hülle, weil
der Traum so borstig
und knarrend rief:


LASSE DICH NIE UND
NIMMER VERBIEGEN


Nun sucht sie verzweifelt,
sich zu erwärmen,
zitternd und zagend,
unbeweglich und
kaum etwas wagend

 

Karfreitag, 29.März.2013

Nicht jeder Traum wird
richtig gedeutet


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 1.4.13

Lieber Helmut, ich danke Dir sehr fürs Überlegen. Stärke und Kraft wird leider nicht immer richtig eingesetzt u.somit leider vergeudet. Liebe Grüße an Dich

von Helmut Maier am 1.4.13 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Die Reihenfolge wäre interessant: Erst die Mahnung und dann die Verzweiflung - oder umgekehrt?

Sehr starker Text!

Liebe Grüße
Helmut

von bruni am 30.3.13

Starr und steif zu sein ist nicht gut, ohne Wärme und Gefühle sind wir arm dran, liebe Bärbel. Wir würden auf Dauer versteinern. Lieber Gruß zu Dir

von minibar am 30.3.13 - http://minibares.wordpress.com

Passt richtig zum Karfreitag.
Aller Wärme und Gefühle entrissen.
Alle Träume ausgeträumt.
Nur noch Kälte um mich herum. Bibbern innen und außen. Gottverlassen.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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