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Die Brücke

Als mich die Angst
mit ihrer Gier besetzte,
der Graben mir zu breit
erschien, die Schlucht
zu tief, die heftig meinen
Namen rief, der Abgrund
hart und schußbereit zu mir
nach oben blickte,

 

bekamen meine Worte Flügel,
spannten sich und trugen
mich in lichte Helle,
füllten mich mit ihrem Schein,
die Angst wich von mir,
ließ mich los, ich spürte,
daß die Flügel trugen,

 

überwand das Dunkeldichte
dieser grundlos tiefen, allzu
breiten Menschenschluchten
und lenkte meine neuen
Schritte in meines Lebens
beste Mitte

 

Ein Glück, daß diese
helle Brücke auf festen
starken Pfeilern stand

 

 

 

Sonntag, 23. Juni 2013

 


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 14.3.15

tja, manchmal hilft der Abgrund zu guten Erkenntnissen…und eine Brücke hilft dabei sehr.
Ich freue mich immer, wenn ich bemerke, Du bist am Stöbern u. vielen Dank für Deine guten Worte, liebe Marlis.
Herzliche Grüße von Bruni an Dich

von Marlis Hofmann am 14.3.15 - http://wederwill.wordpress.com

Ganz wundervolle Worte, liebe Bruni. Zuversichtlich, ausgeglichen. Wahrscheinlich muss man aber erst einmal sehr nahe am Abgrund stehen, um zu solcher Erkenntnis zu kommen.
Ganz liebe Grüße
Marlis

von bruni am 29.6.13

Nun ist unbedingt noch eine zweite Antwort von mir zu Deinen Worten notwendig. Ich habe es schon bei Dir in
http://spielderGezeiten.wordpress.com
formuliert:

Liebe Barbara, für diese Worte würde ich Dich küssen, hätte ich Dich in meiner Nähe! Wie gut hast Du das herausgefunden, was ich schon längere Zeit fühle und mit der Brücke versuchte ich, einen Abgrund zu zeigen, dem eine überbrückende, belastbare Brücke, fast hätte ich geschrieben, entgegenkommt, begegnet, plötzlich auftaucht aus dieser grundlosen Tiefe…
Wie schön hast Du ergänzt, aufgehellt, das herausgestellt, was haargenau der Punkt ist.

Liebe Grüße zu Dir und nochmal vielen Dank, daß Du Dich in diesem Maße damit auseinandergesetzt hast.

von bruni am 28.6.13

Liebe Barbara, was für ein schönes, gutes und eindrucksvolles Poem hast Du als Korollar zur Brücke verfasst. Du kannst stolz auf Dich sein.
Vielen Dank dafür und liebe Grüße
von Bruni

In Deiner Hand ein Edelstein

Lebendig ist das Wort,
verleiht Dir Flügel.
Dann wieder stößt es
wie ein Pfeil ins Herz.

Nicht immer trägt es uns
in lichte Höhen,
oft bohrt es sich hinein
in unsern Schmerz.

Was beängstigt sind
die falsch gelehrten Bilder.
Sie stehn wie dunkle Wächter
vor dem Tor.

Herz, sage mir, wovor du bangst -
sag ... wovor?

Flucht vor sich selbst,
weil nicht gewagt
zu er-fragen,
was das Innere sagt?

Dort ruht versteckt ein Edelstein.
Du rufst Dich selbst
bei Deinem Namen.
Ihn zu enthüllen und zu fassen,
lasse auf den Ruf Dich ein.

Zur eignen Mitte, sind es
nur ein paar Schritte

©bmh, 6/2013

Liebe Grüße
Barbara

von bruni am 24.6.13

Sie sieht wirklich wunderschön aus, liebe Bärbel. Während des Tages ist sie auch eindrucksvoll, aber bei Dunkelheit wird sie so genial angestrahlt, daß das Blau schon von weitem leuchtet. Es ist die Brücke zwischen Ludwigshafen und Mannheim.
Lieber Gruß von Bruni

von minibar am 24.6.13 - http://minibares.wordpress.com

Was für eine schöne Brücke ist das?
Die schaut so wunderschön aus. Der kann man vertrauen, da bin ich sicher.
Es gibt natürlich auch Brücken, die schwanken, da überlegt man sich, ob man sie benutzt…
deine Bärbel

von bruni am 24.6.13

wie recht Du hast, liebe Mathilda, sie führt zusammen, sie überwindet und was überwindet sie? Einen Graben, einen Abgrund und bei diesen beiden Begriffen gibt es den dunklen Hinter(Unter)-grund.
Liebe Grüße zu Dir

von Mathilda am 24.6.13 - http://einfachtilda.wordpress.com

Für mich ist eine Brücke etwas, das verbindet und von daher käme bei mir nie der Gedanke von Angst, eher von Freude und Zusammenführung.

Liebe Grüße von Mathilda

von bruni am 24.6.13

der Begriff Brücke assoziiert halt auch solch dunkle Gedankengänge, die dann hoffnungsvoll auf die Brücke zulaufen…
Jaaaaaaa, es war schön mit ihnen u. die Sonne lächelte gnädig, obwohl sie etwas launisch war an diesem Sonntagnachmittag

von finbar am 24.6.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

angst, gier, graben, dunkles, brücke…
oioioioioioioi…
da haben dich aber harte Gedanken geritten!

wars schön mit den “Kinderchen”? *g*

von bruni am 23.6.13

Liebe Anna-Lena, ohne gedankliche Fallschirme ist das ganze Leben ein großes Risiko *lächel*, ich genieße einen windigen, aber sonnigen Sonntag u.werde sehr bodenständig nachher meine Kinderchen treffen *lächel*
Liebe Grüße von mir

Wenn zur rechten Zeit eine Brücke im Dunkel erscheint, so sollten wir alles daran setzen, sie zu erreichen.
Aber nicht immer stehen Brücken auf soliden Pfeilern. Mitunter sollten wir den gedanklichen Fallschirm ins Reisegepäck packen.

Ich wünsche dir einen bodenständigen Sonntag grin .
Liebe Grüße von mir zu dir wink

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