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Steinerner Faun

Ein steinerner, bocksfüßiger
Faun wandert durch Zeit und
Raum auf der Suche nach
seinem bisherigen Leben,
denn das mußte es geben,
sein Leben als Mensch


Die Melodie, die er von ferne
hörte, die ihn in seinem
steineren Dasein störte, ließ
ihn träumen von wilden Pferden,
Weiden und Wiesen, kleinen
Hütten in ihren Mitten, dunklen
undurchdringlichen Wäldern
und einem gierigen Falken,
dem wertvolle Beute gelang


und er erkannte den boshaften
Zauber, der ihn in den moosigen
Stein verbannte


Hier würde er stehen und warten,
bis eine käme, die er von damals
kannte, als man ihn noch
mit Namen nannte


Zärtlichkeit und Liebe würden
den Kern des Steines erreichen
und ihn endlich erweichen


Freitag, 15. Febr. 2013

Stein und Flöte
heißt der Märchenroman,
der mich zu diesen
Zeilen veranlasste

Collage
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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 19.3.13

von meinem Faun verzaubert, liebe Fee, das hört sich aber gut an *lächel*

von Karfunkelfee am 19.3.13

wunderschön, Bruni…
ich ließ mich verzaubern…

na ja…bin ja eine Fee…
die haben mit dem Materialisieren ähnliche probleme wie die faune…;)

von bruni am 15.2.13

es ist eine wahrhaft märchenhafte Geschichte, lieber Finbar. Du weißt ja auch, wie sie sich dehnt und an den Nerven zerrt, wie mann/frau nachhelfen möchte, ihm die Flöte in die Hand drücken und ihn dort von seinem Sockel heben möchte, mit eisigem Wasser aus dem Teich besprengen will, damit er wenigstens mit den Augen zwinkert, sich schüttelt… aber nein, er steht stocksteif und lauscht nur in sich hinein. *seufz*
Dir ganz herzliche Grüße für den schönen Kommentar, der mich nun strahlen läßt

von finbar am 15.2.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

liebe ohne zärtlichkeit…
gibt es die?

oh dieser arme steinfaun steinauge,
wann wird er wieder zum lauscher

all jener flötenklänge und
dem dreiklang seiner amsel?

herzliche grüße an die
wundervolle dichterin

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