Startseite | Kontakt | Impressum

Worte verschwanden

Als blecherne Klänge

die Worte erschreckten,

diese in Enge und Gedränge

nicht mehr zueinander

fanden, da wurden sie

still und verschwanden,

eines nach dem anderen…

 

Bis es dann etlichen

Menschen auffiel und

in ihrer Besorgnis

meldeten sie ihre Worte

als vermißt…

 

Nun werden diese

steckbrieflich gesucht,

von vielen händeringend

und wild gestikulierend,

aber noch keines hat

sich bisher wieder

gemeldet und auch in

Fundbüros wurde keines

abgegeben…

 

S p r a c h l o s

ließen sie uns zurück…

 

 

Dienstagabend, 17. Dez. 2013

 


image
© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 25.11.14

Liebe Petra, ich finde es wundervoll, daß Du diese Worte hier gefunden hast. Ohne Dich hätte ich nie mehr daran gedacht und das wäre sehr schlimm gewesen, denn durch Dich erkenne ich, was ich da eigentlich gesagt habe und wie recht hast Du mit Deinen Worten dazu, denn gerade heute dachte ich es wieder, als ich zwei an einem Tisch beobachtete u. keiner sah den anderen an, jeder unterhielt sich nur mit seinem kleinen handlichen Gerät…
wozu dann gemeinsam sitzen? Weißt Du das?
Schön, daß Du am Aufstöbern bist, liebe Freundin aus Desden und liebe Grüße am Dienstagabend von Bruni

von Petra am 23.11.14

Nachdenklich werde ich bei deinen großartigen Zeilen, liebe Bruni. Diese Art der Sprachlosigkeit ist gerade in der Vorweihnachtszeit traurig. Manch einer würde sich vielleicht mit einem netten Wort an sein Gegenüber wenden, scheut sich aber, weil dieser ziemlich verzückt auf sein Handy starrt und seine Umwelt gar nicht mehr richtig wahrnimmt.
Es werden jedes Jahr mehr Menschen, die sich von der modernen Technik abhängig machen, schade….
Liebe Grüße zum Sonntagmorgenaus dem sonnigen Dresden
Petra

von bruni am 19.12.13

Dir ist es also auch aufgefallen, liebe Bärbel… Sprache scheint bei vielen unwichtig zu werden. Kommunikation kommt aus der Mode.

von minibar am 18.12.13 - http://minibares.wordpress.com

Oh ja, diese Leute mit ihren Handys vor den Augen, schlimm, dass sie nicht unters Auto kommen, wundert mich immer wieder. oder vor einen Briefkasten knallen.
Ruhig und langsam gehend, manchmal sogar noch langsamer als ich… schlurfen sie durch die Innenstädte und kümmern sich keinen Deut um die, die neben ihnen gehen…
Sagen kein Wort, brauchen ja keines.
Ach mein Captcha ist mal wieder passend:_ Single

von bruni am 18.12.13

Liebe Tina, es ist keine gute Vorstellung, die mir da im Kopf herumging, aber sie drängt sich oft auf, wenn man gerne die Menschen beobachtet…

Liebe Grüße an Dich u. es freut mich sehr, daß Du den Weg zu mir gefunden hast. Es bedeutet mir viel.

von skriptum/skryptoria am 18.12.13 - http://skriptum.wordpress.com

Bedenkenswerte Worte, die nie gesprochen wurden.

Interessant und vielver_sprechen_d!

von bruni am 18.12.13

reine Fiktion, liebe Diana, noch haben wir sie ja *lächel*, aber wenn ich mir die sprachlosen jungen Menschen ansehe, die alle nur in ihre Handy starren u. mit dem Gegenüber vielleicht mal einen kurzen blick tauschen, dann kommen mir schon solche Gedanken…
Dir liebe morgendliche Grüße von mir, selbstverständlich mit Worten grin

von diana am 18.12.13 - http://versspruenge.wordpress.com

... sehr gut in worte (lächel, ach, da sind ja noch ein paar?! die hatten sich wohl versteckt wink) gefasst, diese hektische sprachlosigkeit.
dabei vermag doch schon ein leises wort so viel. aber dieses braucht ruhe und raum.
ein text, der nachdenklich macht, sehr gelungen, liebe bruni!
... mit lieben wort.grüßen smile
diana

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image image image