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Wunsch nach Flügeln

ich wünschte mir Flügel

zum Fliegen, dachte ich,
über Täler und Schluchten,
über Traurigkeiten und
steigenden Frust

Flügel, die mich in die
Lüfte trügen und über das
eigene Trägsein hinweg

Ich wünschte es sehr
und immer mehr, fragte
nach einem Bausatz,
doch man lachte mich
aus, schüttelte die
Köpfe und Unverständnis
über den dummen Wunsch
las ich aus müden
Gesichtern heraus

Da betete ich laut und
schrie meinen Wunsch weit
in die Natur, zum hohen
Himmel und flauschigen
Wolken empor

Ich reckte meine Arme,
mein erdschwerer Körper
spannte sich wie ein
elastischer Bogen und
in Gedanken war ich
schon oben

Mein linker Arm wurde
sehr warm, ich legte ihn
sanft an meinen Rücken
und fühlte plötzlich,
daß sich dort etwas
bewegte, daß sich leise
ein Wachsen regte

Auf beiden Seiten meines
geplagten Rückens wuchsen
mir Flügelchen, kleine,
feine, zarte, die sich
anfühlten, als seien sie
sich ihrer Wichtigkeit
sehr wohl bewußt

Ich hopste ein bißchen
herum, versuchte, über
Grasbüschel zu fliegen,
um mal ein Fliegegefühl
zu kriegen, doch als ich
sah, wie die Bienen
kicherten und vor Lachen
den Blütenstaub an ihren
Beinchen verloren, da
verging mir erstmal mein
Übermut und ich beschloß,
geduldig mit den wachsenden
Flügeln zu sein


Samstag, 13. April 2013


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© Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 14.4.13

hab ich noch nie ausprobiert, liebe Monika, den brauch ich dazu nicht. Ich flieg auch so manchmal etwas konfus in der Gegend herum *grins*.
LG von mir

von syntaxia am 14.4.13 - http://webloggia.wordpress.com

Redbull getrunken?? :-D

..grüßt dich Monika schmunzelnd

von bruni am 14.4.13

Lieber Klaus, Du sollst Dich ja auch nicht auf eine Bergspitze stellen und einfach so hinunterfliegen *lächel*.
Dazu sind die Flügelchen noch viel zu klein, die wir manchmal zu haben glauben…
Lächelnde Grüße von Bruni u.Dir auch einen schönen Sonntag

von klaus am 14.4.13 - http://kowkla123.wordpress.com

manchmal möchte man schon so durch die Lüfte fliegen, im Traum geht es ja, aber sonst lasse ich es lieber, einen schönen Sonntag, Klaus

von bruni am 13.4.13

Ab und zu sich so leicht zu fühlen, daß man gewissermaßen schwebt, liebe Mathilda, ist ein gutes Gefühl und es zu kennen, ist wirklich toll.
Lieber Gruß zu Dir

von bruni am 13.4.13

Liebe Anette, der Traum vom Fliegen ist wirklich nicht neu. Viele probierten es mit selbstgebastelten Flügeln und sie stürzten ab. So ging es auch Ikarus.
Eigene Flügel wären toll, Traumflügel eben. Da sie lange zum Wachsen brauchen, lehren sie uns Geduld, das hast Du gut aus meinen Zeilen herausgehört. Liebe Grüße zu Dir in den Samstagabend

von Mathilda am 13.4.13 - http://einfachtilda.wordpress.com

Ja warum eigentlich, manchmal ist einem so danach und ein Versuch ist es allemal wert….lass die Bienchen lachen und schwebe du so umher, wie es dir gefällt.Es ist Frühling, da ist alles erlaubt.

Grüßle ♥ Mathilda

von aNette am 13.4.13 - http://www.magic-colors.eu/Blog/

Ja, der Traum vom Fliegen hat uns dann letztendlich das Flugzeug beschert. Ein großer Traum war es wohl immer für die Menschheit und für jeden einzelnen Menschen. Aber wenn ich richtig zwischen deinen Zeilen lese, kann man das Geduldigsein auf auf andere Gebiete anwenden. z.B. auf die Volljährigkeit, oder neue Dinge die man lernen will (muss) Stimmt nachdenklich, dein Gedicht grin lg aNette

von bruni am 13.4.13

Einfach wegfliegen und über allem schweben, sich leicht fühlen - ein tolles Gefühl, liebe Bärbel

von bruni am 13.4.13

ich übe immer mal wieder, lieber Finbar.
Es macht große Freude. grin
Dir auch ein schönes WE mit viel Sonne und milden Temperaturen

von finbar am 13.4.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

wie fein
fliegen wie
mit Kinderhand
ins Himmelsland
das wäre allerhand
deshalb erst mal
üben viel üben ...
feine Zeilen
zum verweilen,
hab ein schönes WE!

von minibar am 13.4.13 - http://minibares.wordpress.com

Liebe Bruni, wärest du mal eben nach Ulm gefahren, die haben Erfahrung damit…
Hätten dich nicht ausgelacht.
Jaja, die Sehnsucht, mal eben wegzufliegen, weg zu sein, vom Einerlei, den Anforderungen des Alltags…
Ach wäre das schön, träum…
deine Bärbel

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