Startseite | Kontakt | Impressum

Gewaltsam

Muß der Mensch denn
immer siegen, muß er
sich auch noch bekriegen?

Kann er nicht in Frieden
leben u.davon den andern
geben?

Muß er lügen und betrügen,
Vorteil suchend überlegen,
Grenzen ziehen und verletzen?

Muss er hassen und erschlagen,
sich an krasse Waffen wagen?
Warum äußert sich Gewalt
meist in menschlicher Gestalt?

Kann er sich denn selbst nicht
leiden, sucht Erdenfrieden
zu vermeiden?

Kinder sterben, Mütter weinen,
Buben tragen heimlich Waffen.
Trauer, Blut und Ungeheuer
was ist dem Menschen denn
noch teuer?

Muß er seinen Nächsten töten
und trockne Erde weiter röten?

Was ist der Mensch, wo kommt
er her? Trug er schon anfangs
ein Gewehr? Ein Tier, das sein
Revier verteidigt und alles
ringsherum beleidigt?

Er ist ein Rätsel, unlösbar
und in sich selbst ein
Widerspruch, ein Weltenrätsel
bis zum Schluß

Montag, 24. Sept. 2012


image
(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 30.9.12

wenn wir ihn in uns selbst nicht finden, dann finden wir ihn tatsächlich nirgendwo,diesen Frieden, liebe Barbara.
Doch mituns selbst sind wir auch nicht immer friedlich. Wir hadern und schimpfen mit uns, aber meist gehen wir nicht gewaltsam mit uns um, hoffe ich sehr. Einen lieben Gruß von mir sende ich Dir

von ahora am 30.9.12 - http://sansvoile.blogspot.com

Liebe bruni, was für wundervolle gesetzte ernste gedanken. eine frage stellst du, die uns alle immer wieder bewegt und doch ... den Frieden finden wir nur in uns selbst ... trotz allem.

Danke für dieses schöne Gedicht

Barbara

von bruni am 30.9.12

Liebe Fee,
ich habe alle Deine Kommentsre genossen u. nun lese ich hier noch u. freue mich sehr über Deine Worte. Ich pendle immer zwischen den Welten - hätte ich fast geschrieben - nein, ich pendle zwischen den Gefühlen und weltbewegenden Ereignissen. Ist mir locker, leicht zumute, kommt ein zartes nettes Poemchen, ist es mir dunkel und bin ich mal wieder erschrocken über irgend etwas um mich herum, dann kommt eines wie dieses…
Sie wechseln ihre Kleider wie die Stimmungen. Einen liebend lächelnden Gruß zu Dir

von Karfunkelfee am 29.9.12

“Buben tragen heimlich Waffen”.
Oh, Bruni, wie Recht Du hast…zu diesen Worten habe ich noch einen sehr besonderen Bezug, glaube mir!

Kam der Mensch mit einem Gewehr zur Welt? Nein. Doch er kommt schutzlos zur Welt. Das muss jeder Mensch lernen in seinem Leben. Es ist ein Zeichen schlecht entwickelten Konfliktverhaltens, wenn das Problem nicht gewaltlos gelöst werden kann. Jede Menge Lernbedarf für die liebe Menschheit. Tolles Gedicht von Dir!

Liebe Grüße von der Fee

von bruni am 26.9.12

genau so, lieber Finbar, die Hohlköpfe sind überall u.sie sind stark. Die andere Seite ist nicht untätig, doch sie zieht viel zu oft den kürzeren, die Hohlen sitzen am längeren Hebel.
LG an den GPSM

von finbarsgift am 26.9.12

egal!
kain und abel?
egal!
christen und muslime?
egal!
köpfe köpfe köpfe…
kohle kohle kohle…
hohlköpfe!

von bruni am 25.9.12

So ist es, liebe Astrid, unlösbar, weil die Gewaltsamkeit wohl in den Genen der Menschen fest verankert ist. Da ich ja ein Träumer bin, frage ich mich, warum es so kam. Dunkel u. Hell - es muß wohl beides geben, weil eines nicht ohne das andere sein kann. Ein kriegerischer Mensch ist in der Lage, Kampfgetümmel abzuschütteln u. sich zur Liebe hinzuwenden. ICH verstehe es leider nicht. Dir einen lieben Gruß von mir

von Astrid Bergmann am 25.9.12 - http://astrid-bergmann-3.blog.de

liebe bruni,
wir werden es nicht ändern, leider.
unlösbare fragen hast du gekonnt in Worte gefasst.
lg
astrid

von bruni am 25.9.12

Ach ja, Anettchen, mir war danach, es mal wieder in Worte zu fassen.
Diese gewaltsame Ader des Menschen, die sich überall zeigt u.so viel Leid erzeugt.
LG zu Dir von Bruni

von aNette am 25.9.12 - http://www.magic-colors.eu/Blog/

Ach ja, es ist wohl wahr. Kriege gab es schon immer. Aber manchmal wundere ich mich trotzdem, dass nicht mehr passiert auf dieser Welt. Das Zusammenleben mehrerer Menschen ist nicht immer leicht. Und jeden Tag muss man auf’s neue Kompromisse finden und nach Lösungen suchen. Nicht jedem gelingt das immer. Dieses Tun ist so alt, wie Menschheit und sicherlich kein neues Problem. Wundersam und wunderbar aber, wie du das wieder als Vielzeiler zusammengebracht hast. Chapeau!! grin lg aNette

von bruni am 24.9.12

Ja,Monika, so scheint er zu sein, der Mensch, der aus so vielen Puzzlesteinchen besteht. Er hat ja auch so viel Gutes in sich, doch das Dunkle ist stark und Neid und Mißgunst, Gier und Macht siegen leicht über das Feine, Reine, Gesunde und die Güte schafft es nicht immer alleine. Sie braucht starke Helfer an ihrer Seite, die meist nicht verfügbsar sind, weil an so vielen Stellen gefragt… Dir einen lG in die Nacht

von bruni am 24.9.12

so empfand ich es auch, als ich schrieb, liebe Anna-Lena. So ist es ja auch und manchmal muß man es in Worte fassen.
Dir einen lieben Gruß von mir

von syntaxia am 24.9.12 - http://webloggia.wordpress.com

Mit Kain und Abel ging es los und wurde trotz Fortschritt nicht besser - vielleich sogar im Gegenteil. Der Mensch hat aus den Fehlern nichts gelernt, bleibt weiter machtgierig und wird damit untergehen. Schon im Kleinen, im Miteinander schafft er es nicht ohne Krieg.
Traurig ist es!!

..grüßt dich Monika

Der Mensch wird nie zufrieden sein,
drum schlägt er andere Schädel ein.
In seinem Wahn, noch mehr zu kriegen,
muss er die Gegner ganz besiegen.

Abendgrüße
von Anna-Lena

von bruni am 24.9.12

Hallo, Wolfgang, nie war er der Weltennabel, doch er ist eingebildet und hochnäsig, sieht auf andere herab u. meint ständig, die könnten ihm nicht das Wasser reichen.
LG zu Dir. Schön, daß Du da warst.

von bruni am 24.9.12

Ach, Finbar, es war heute ein dunkler Tag,
da kamen mir diese grauenhaften Schattenseiten voll ins Visier. Es hört nie auf und begann sofort, als der Mensch passiert war.

von Wolfgang am 24.9.12 - http://waushh2.wordpress.com

Der Mensch, er glaubt, er sei der Welten-Nabel,
und kann von Hass und Mord nicht lassen.
Die Frage “Kain, wo ist Dein Bruder Abel?”,
die muss er sich gefallen lassen.

Traurig aber wahr, liebe Bruni.
Einen lieben Gruß von Wolfgang

von finbarsgift am 24.9.12

gewaltig!
mächtig!
prächtig!
das MUSSTE einfach mal gesagt,
geschrieben werden, dieses
weltenrätsel poetisch
beschrieben werden,
an dem wir uns alle noch unsere
zähne ausbeissen werden,
weil wir die oberen nicht
zähmen können, es einfach
nicht schaffen!
danke für dieses großartige,
sehr eindrucksvolle poem!

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image image image