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Kleiner Fingerzeig

Das Gasthaus am Ende der
unmöglichen Straße
hat einen reichling
seltsamen Namen.

In goldenen Lettern
kannst du ihn lesen
auf blechernem Schild,
schwankend im Wind

“Zum kleinen Fingerzeig”


Der Treffpunkt von Menschen,
die Welten durchstreifen,
unentwegt über Grenzen treten,
sich fast verlieren auf ihrer
unermüdlichen Suche nach
scheinbar nicht möglicher
Unendlichkeit,

die sich verbeugen vor dem
Wandel, den sie erkennen,
fließenden Grenzen, in
denen sie trotzig versinken
und dennoch mutig weitergehen,
um neue Welten, die nur im
Traume leben, zu sehen und
dafür zu sorgen, daß auch
kränkelnde Herzen leben,
zum kleinen Fingerzeig
pilgern, um dort einen zu
treffen, bei dem sie sich
ausschütten, doch nicht vor
Lachen, um endlich wieder
Mutvolles zu machen.

Es ist nicht leicht zu finden,
das Gasthaus
Zum kleinen Fingerzeig,
will es doch immer wieder
verschwinden, um von steter
Veränderung zu künden,
nie lange an einer einzigen
Stelle verweilen, viel lieber
mit den Gezeiten vergehen,
um sich an neuer Stelle verändert
zu zeigen, stets runderneuert
im unentwegt stampfenden
Weltenreigen

Das Gasthaus am Ende der
unmöglichen Straße mit dem
reichlich seltsamen Namen


“Zum kleinen Fingerzeig”


Mittwochabend, 10. Okt. 2012


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 13.10.12

Im Gasthaus zum kleinen Fingerzweig einen blühenden Rosenzweig zu erhalten, lieber Finbar, bedeutet Besonderes. Hüte ihn gut, ich vermute, die Blüten des Zweiges werden nie verwelken. Hüte u.pflege ihn gut. Lächelnd, Bruni

von finbarsgift am 13.10.12

im gasthaus
zum kleinen fingerzeig
schenkte man mir einen rosenzweig
er ist noch immer voller blüten
wohnt nun in meinem haus

von bruni am 12.10.12

hast Du den Tee auch fein ausgetrunken, liebe Fee? Auf Dein nächstes Dichtergespräch bin ich nun aber sehr gespannt. *grins* Ich habe natürlich einen Berg von Gedanken hier abgearbeitet, soweit es mir in meiner Art möglich war in diesem Moment *lächel*. Sehr vieles ist eingeflossen u.Du weißt, wie das mit den Musen so ist, sie schleichen herum u.zack, da sind sie mit eingebunden in den Wortereigen… Dir einen lieben morgendlichen Gruß von mir

von Karfunkelfee am 11.10.12

neeein….Dein Gedicht hat eine sehr schöne Botschaft, es ist ein Kämpferlied und im Gegensatz zum manchmal doch fürchterlich verbissenen Dante mit seinem infernalischen Gruselkabinett downstairs…eine positiv lächelnde, zeitweise trotzige Kampfansage an die Resignation, die in sich selbst stagnieren will und es enthält die wichtige Botschaft, niemals die Türen und kleinen Winke des Lebens zu übersehen, die Chancen wahrzunehmen, die Sinne offen zu behalten, sich nicht zu verschließen…nicht aufzugeben. Der Dante brauchte, um das klarzumachen immerhin 100 Gesänge und Du bloß einen einzigen, das werde ich ihm beim nächsten Frühstücksgespräch mit den toten Dichtern mal mit auf sein Nutellabrot schmieren…:)

Schlaf schön, Nachtkind,
Zwinkergrüße,
vom feechen

von bruni am 11.10.12

ist es Dir denn nicht zu sperrig und unhandlich, liebe Fee? Dazu noch den Dante. Ohje. Ich denke, ich koche Dir erstmal eine schöne, heiße Tasse Pfefferminztee, damit Du die schwere Kost unbeschadet überstehen wirst. LG von mir

von Karfunkelfee am 11.10.12

Was für ein schönes Gedicht, Bruni…
siehst Du? Ich habs mir schon unter den Arm gepackt (zum schweren sperrigen Dante…den ich aber doch irgendwie ziemlich mag…) noch einmal Deine Zeilen zur Nacht…gib Acht…sie halten über mich Wacht…bis Morpheus mich in Traumesland gebracht….

es grüßt über Feld, Wald, Wiese und See,
dankbar und herzlich,
Deine Fee

von bruni am 11.10.12

Da freut mich aber, lieber Barbara! Du wärst keine Dichterin, wäre es nicht so
*lächel*

von ahora am 11.10.12 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

oh! damit regst Du meine Fantsie aber an - Gasthaus zum kleinen Fingerzeig

von bruni am 11.10.12

Liebe Bärbel, den Titel habe ich mir mit Erlaubnis gemopst *lächel* Er gefiel mir so gut u.ich machte das Gasthaus daraus…
Die Gedanken stammen aus einer ganz besonderen fantasy-Geschichte. Ich habe sie auf meine Art zubereitet. Danke für Deine lieben Worte dazu. LG von Bruni

von minibar am 11.10.12 - http://minibares.wordpress.com

Allein der Ausdruck Fingerzeig ist so ungewöhlnlich geworden.
Das hat mich richtig berührt.
Dazu diese zauberhaft gemütliche Gaststätte.
Dort zu sitzen in netter Runde, und dann einen Fingerzeig bekommen, tut bestimmt gut.
Gern werden Fingerzeige übersehen. Man/frau muss sie halt erkennen und annehmen. Dann können sie sehr hilfreich sein.
Allerliebste Grüße an dich, liebe Bruni ♥
deine Bärbel

von bruni am 11.10.12

Guten Morgen, liebe Anna-Lena, wir können sie wahrhaftig gut gebrauchen, diese kleinen Fingerzeige, aber nicht mit großen Drohgebärden, sondern mit Verständnis und Einführungsvermögen grin
Dir einen guten Tag mit vielen guten Ideen u. der nötigen Power zum Niederschreiben. LG von Bruni aus dem Gasthaus “Zum kleinen Fingerzeig” - da ist es gerade sehr gemütlich *grins*

Liebste Bruni,

dich scheint ja die Muse gerade unaufhaltsam zu küssen grin . Ich komme mit dem Lesen gar nicht hinterher…
Ein Fingerzeig ist nie verkehrt in unserer heutigen Welt, ob als Gasthaus oder in sonstiger Form.

Möge er immer nachhaltig in Erinnerung bleiben - der kleine Fingerzeig, wann immer man ihm auch begegnet wink

Liebe Grüße von Anna-Lena

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