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Selbstvergessen

Sich selbstvergessen
im Kreise drehen
ohne zu schwindeln
ohne Bedenken
Gefühle verkünden

Kontrolle über Bord
werfen, sich nur drehen
und drehen, dabei
gestehen, was du bei
stille stehen
nie gekonnt hättest

danach zu Boden sinken
vor Erleichterung
und endlich wissen,
es war so gut, sich
endlich um sich selbst
nur zu drehen
und nichts anderes
mehr zu sehen

kein Vor, kein Zurück
nur dieses eine,
dieses sich im Kreise
drehende Glück
für ein kurzes
und langes Stück

losgelöst von
jeglicher Hast
und dem gesamten
Erdenballast


Sonntag, 5. Nov. 2012

Es handelte sich erst nur um
ein Korollar zu einem wunder-
schönen Gedicht bei der

Karfunkelfee
Für wortbehagen habe ich es
nun hergeholt grin


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© bruni kantz

Kommentare

von Karfunkelfee am 14.11.12

@Micha: Ein sehr schöner Blog, den Du da pflegst, wirklich. Ich las begeistert darin herum. Dumdidum! smile

Zu Deinem Gedicht, das ich grundsätzlich in allen relevanten Punkten unterschreiben will, möchte ich hinzufügen wie folgt:

Warum brauchen wir Menschen, um das was Du sagst, zu wahren - bloß so oft so viele Jahre, die Lebenslektionen so lange zu proben, bis sie unsererm Denken innewohnen,
wie schön, dass es solche Momente gibt wie Bruni’s, der ist einfach in sich selbst - verliebt! smile

von bruni am 14.11.12

Wie gut ist es, liebe Fee, wenn es uns gelingt, uns selbstvergessen um uns selbst zu drehen, wenigstens für Momente, wie Du schon schreibst, für kleine oder auch größere Glücksmomente, die uns dann stärken für andere, die noch kommen werden. Wir brauchen sie bitter nötig zum Überleben unseres Selbst. LG von mir

von Karfunkelfee am 14.11.12

Endlich kommt auch diese nachlässige Fee um die Ecke geschwirrt…dabei freut sie sich so über Deine Gedanken über einen Glücksmoment, der so schön ist, dass Du alles vergisst…
Du bist eine Wortschmiedin. Du hast den Moment eingefasst wie ein Juwel.
Sehr sehr schön…und oh ja…solche Momente kenne ich gut!
Genau so…turn around…:)

von bruni am 6.11.12

Na, das ist doch mal ein echt gutes Lebenszeichen, lieber Micha. *freu*
Es geht doch, nur mußt Du jetzt weiter dranbleiben! Einen lieben Gruß zu Dir

von Michael Roschke am 6.11.12 - http://micha-s-gedanken.over-blog.de/

Was Du festhieltst,
allen lassen.
Ist das nicht wie
fallen lassen –
in den Schoss,
der jeden hält,
der sich nicht
in Höhen stellt
die der Tiefe sich entringen
in uns selbst und allen Dingen?


Liebe Bruni!Schönes Gedicht!
Danke für Deine besorgte Nachfrage: Mir geht es leidlich, doch das Schreiben - sowohl von eigenen Versen als auch von Kommentaren und Mails will mir leider seit längerem nicht aus dem Kopf heraus aufs “Papier”.
Lieben Gruß: Micha

von bruni am 5.11.12

Lieber Karl, ein ewiges Karusell, meinst Du, ist es? So etwas ähnliches auf jeden Fall; es bringt uns durch die endlosen Drehungen oft sehr durcheinander.
LG an Dich

von bruni am 5.11.12

Hallo,Jorge, ja, ich hab es versteckt, das, was mir wichtig war, mitten hinein habe ich es geschrieben *lächel*

ja, so ist das Leben. Sehr schönes gedicht liebe Bruni
lg
karl

von Jorge D.R. am 5.11.12 - http://traumtuch.blogspot.com

Zunächst fand ich es nur lustig.
Als ich es nochmals las,
merkte ich,
was man din diesen Zeilen alles erkennen kann.
Ein gutes Gedicht, liebe Bruni.

von bruni am 4.11.12

feine karusselartige Schaukelzeilen, lieber Finbar, lassen mich sofort an ein Schaukelpferdchen denken. *lächel* LGvmfD

von finbar am 4.11.12

da wird einem ja beim lesen ganz schwindlig…*lächel*
feine karusselartige schaukelzeilen!

von bruni am 4.11.12

tja, wir lassen sehr an uns zerren u. doch brauchen wir diese Selbstvergessenheit sehr. Sind wir nicht in der Lage, sie manchmal zu erreichen, um zu uns selbst zu finden, leidet unsere Seele sehr u. es geht uns dann nicht gut, liebe Anna-Lena

Ist es nicht so, dass wir uns eher selbst vergessen, weil jeder an uns zieht und zerrt? Dabei ist es doch besser, selbstvergessen zu sein, sich mit sich zu beschaftigen und einfach mal alles andere außen vor zu lassen.

Nachdenkenswerte Zeilen, liebe Bruni. Hab Dank dafür.

Sonntagsgrüße
Anna-Lena grin

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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