Startseite | Kontakt | Impressum

Kluges Herz

Kluges Herz,
wie fühlst du Schmerz?


Jammerst still in deinen
Kammern, deine Schläge
lähmt das Leid, träge
pumpst du, suchst nach
Ruhe, schließt die Türen,
dichtest Ritzen, suchst
nach dem Alleinesein?


Die Zeit eilt weiter,
lindert, heilt, bedeckt
dein Leid, flüstert leise
vor sich hin, erzählt dir
von des Lebens Sinn


Du atmest leichter,
siehst die Farben, die
dich laben, kraftvoll
schlägt es nun und
du hörst sie endlich
wieder, deiner
Kinder leise Lieder


Mittwochabend, 14.Nov.2012

An manchen Feldpostnachrichten
zerbrach fast das Herz der
Mütter oder liebender Frauen

Wie unmenschlich waren sie,
diese Nachrichten, die Leben
zerstören konnten

 


image
© bruni kantz

Kommentare

von bruni am 27.11.12

Eine schlimme Geschichte, die Du erzählst, liebe Fee. Schlimmeres gibt es nicht, meine ich. Es dauert mitunter ein Leben lang und eine “Bemessungsgrenze” gibt es nicht…
Ich grüße Dich herzlich.

von Karfunkelfee am 27.11.12

Liebe Bruni,
Es war ein Novembermorgen, als die Polizei vor der Tür meiner Freundin stand und ihr die Nachricht brachte, dass ihr 20-jähriger Sohn bei einem Autounfall starb.
Nichts in ihr ist sanft. Alles in ihr ist von Nebel bedeckt und Weihnachten hält sie kaum aus. Es ist jetzt vier Jahre her. Welche Halbwertzeit kennt Leid bis es erträglich wird oder zerfällt? Hat es eine? Wird es irgendwann erträglicher, die Farben blasser? Es hängt wohl davon ab, inwieweit das Loslassen gelingt, dieses Imherzenbehalten und das Leben weiterführen, sich auf den Rest konzentrieren - das ist unendlich schwer, wenn ich mein Kind überleben muss als Mutter. Eindringliches Gedicht…nachdenkliche Gedanken von der Fee dazu. Novemberlektüre…

von bruni am 17.11.12

Ich bin sehr stolz darauf, wenn es bewegen kann, mein Gedicht. Einen lieben Gruß zu Dir, liebe Bärbel

von minibar am 15.11.12 - http://minibares.wordpress.com

Ja, liebe Bruni, das war einer der kleinen Stubser.
Dein Gedicht ist wirklich bewegend.
Deine Bärbel

von bruni am 15.11.12

Lieber Helmut, kein einziger Krieg ist gerechtfertigt. Alle dienen sie einem falschen Zweck, bringen Elend und Not. Wenn ich an vergangene Kriege denke oder auch an aktuelle, dann schlägt mein Herz sehr unruhig u.weiß nicht, was es tun soll. Es leidet.
Was teibt den Menschen nur immer wieder in diese Fallen? 

von Helmut Maier am 15.11.12 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Und auch: An manchen Feldpostnachrichten
zerbricht das Herz der
Mütter oder liebender Frauen

Wie unmenschlich sind sie,
diese Nachrichten, die Leben
zerstören

(Ich denke an die vielen Kriege von heute)

von bruni am 15.11.12

Ich glaube, mein Herz schlägt kräftig und gleichmäßig.
Ich hoffe inständig, daß es auch so bleibt, liebe Anna-Lena.
LG zu Dir

von Anna-Lena am 15.11.12 - https://visitenkartemyblog.wordpress.com/

So manches Herz zerbricht an schlimmen Nachrichten, damals wie heute :-( .

Ich wünsche dir einen starken Herzschlag.
Mit lieben Grüßen
Anna-Lena

von bruni am 15.11.12

Du merkst es, liebe Bärbel, ich habe bei Dir von den Feldpostbriefen gelesen u. schon erinnerte ich mich u. begann auch darüber zu schreiben… Kriegszeiten, immer schlimm u. es hört nicht auf…
Liebe Grüße zu Dir

von minibar am 15.11.12 - http://minibares.wordpress.com

Liebe Bruni, ja, in diesen Novembertagen geht es hart zu, Erinnerungen an grauenhafte Zeiten. An geraubte Jugend, an zerstörte Lebensplanungen.
Die tapferen Trümmerfrauen brachten das verwundete Land wieder vorwärts, sie schlossen viele Wunden.
Und heute können wir wieder leben und dankbar sein.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image image image