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Älter werden

Wenn wir hübsch
gealtert sind
an Weisheit und
an Jahren,

graues Weiß in
uns´ren Haaren
tragen,
Knirschen in den
Knochen hören,
diese Töne uns
verstören,

der Rücken
jammervoll beim
Bücken spricht:
Ach bitte, Vorsicht,
eile nicht

Dann kannst du
immer noch im
Nebel gehen,
Blätterrauschen gut
verstehen, wenn
sie nicht zu leise
flüsternd wispern

Deine Augen sehen
so wie früher immer,
doch ohne Brille
geht es nimmer ...

Wir sind die Grauen
und die Schlauen,
denken wir und irren
sehr. Irren fällt uns
nicht sehr schwer

Wir zeigen Falten
und verwalten
immer noch die
Lust am Leben,
hören Töne und
Gesänge, laute
und auch leise
Klänge

Sehen täglich neue
Wunder, öffnen uns
hier voll Behagen,
lächeln leise

und fast weise


Dienstag, 20.Nov.2012

 

 


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© bruni kantz

Kommentare

von bruni am 26.11.12

*lächel*, GottseiDank habe ich keinerlei Probleme mit den Knochen, aber der Vers mit der Brille, der paßt schon, liebe Barbara! LG von mir grin

von ahora am 26.11.12 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

die Knochen schmerzen wieder arg,
trotzdem lächelst du apart
beim Spazierengehn im Park
der nächste Gang zum Orthopäden
bleibt dir nicht erspart.
wink

von bruni am 23.11.12

und wie schön ist es auch, liebe Anette, daß du hier bei mir warst. Ja, irgendwie und irgendwo erkennen wir uns darin.
Es ist aber nicht sehr schlimm, finde ich…
Lächelnd Bruni

von aNette am 23.11.12 - http://www.magic-colors.eu/Blog/

Oh Bruni, ist das schön. Interessant, wenn man sich in so vielen Dingen erkennt. Wenn auch keine grauen Haare mein Haupt zieren, die Knochen sich noch ohne klappern und knirschen bewegen, so erkennt man doch an vielen Kleinigkeiten, dass sich die Uhr unaufhaltsam weiterdreht. Wir zeigen Falten und verwalten die Lust am Leben. Richtig weise, Bruni. Gefällt mir total, und verleitet mich jetzt zum nochmal lesen grin lg aNette

von bruni am 21.11.12

Hehe, Bärbelchen, ich bin noch ganz jung! Es knackt selten mal und mit Brille sehe ich oft vorzüglich, nur manchmal nicht.

Sehr liebe Grüße an Dich, Du Nachteule

von minibar am 21.11.12 - http://minibares.wordpress.com

Herrlich!
Erst gestern wurde meinem Mann beim Lesebrille anpassen gesagt: Ihre Augen sind so schlecht, sie dürften eigentlich nicht mehr Auto fahren. Also echt, das hat ihm noch niemand gesagt.
Und so dramatisch ist die Änderung nicht.
Das hat uns schon geschockt.
Ansonsten ist jeder Morgen ein tolles Erwachen, es gibt jede Menge Entfaltungsmöglichkeiten grin
Außerdem sind wir knackfrisch, es knackt nämlich in den Schultern nur so…
Aber dagegen weiß ich NOCH, mich zu wehren. Ich mache jede Menge gymnastische Übungen. Sonst könnte ich nur noch auf dem Rücken schlafen, und das geht gar nicht, kicher.
Noch gestern sagte ich zu meinem Mann, dass etliche Blogger/innen ganz schön an Jahren was vorzuweisen haben.
Altern wir gemeinsam ♥
deine Bärbel

von bruni am 21.11.12

wie freut es mich jetzt, daß Du kommentiert hast, lieber Finbar u.daß Du schmunzeln mußtest. Dann hat es seinen Zweck ja erfüllt.
Lächelnd Bruni

von finbar am 21.11.12

dein poem
ist wie ein
alltagstraum
voll mit weisheiten
aller orten
genüßlich habe ich
es gleich zweimal
gelesen und immer
mehr geschmunzelt
und mir beim bücken
zwischendrin gesagt:
es hat zwar gekracht,
aber was solls? *lacht*
dir einen wundervollen
abend! herzliche grüße
vom finbar

von bruni am 21.11.12

Wie recht Du doch hast, liebe Mathilda!
Es sind auch nur Worte, die sich auf das allgemeine Älterwerden beziehen u. beim einen knackt es mehr u.beim anderen weniger. Es kommt darauf an, wie mann/frau sich fühlt dabei u.ich fühle mich kreuzfidel *lächel*
Einen lieben Gruß zu Dir

von Mathilda am 21.11.12 - http://einfachtilda.wordpress.com

Ohh, der Rücken zickt schon seit meiner Kindheit und graue Haare muß man auch nicht haben und wenn ich manchmal in den Spiegel schaue….so einmal in der Woche *g*, dann klappt das ohne Brille ganz prima, die paar Falten sind dann fort. Das Leben so nehmen wie es kommt und Alter kann bestimmt unbeschreiblich schön sein und nicht immer unbedingt mühsam, sehe das an meiner Omi, die mit über 80 immer noch radelt und nichts knackt, jedenfalls meint sie das.

LG Mathilda

von bruni am 20.11.12

hm, Anna-Lenchen, ich soll??? Ich bin doch so schüchtern. *lächel*
Dir einen lieben Gruß zum noch frühen Abend

Liebe bruni,

das Gedicht ist ganz wunderbar.
Bitte reiche es bei coralita ein, sie hat eine neue Ausschreibung für eine Anthologie im nächsten Jahr. Guckst du:
http://www.coralita.de/

Vor wenigen Tagen ist ihre Anthologie erschienen zum Thema Reisen. Ich werde gelegentlich darüber berichten, wenn ich es gelesen habe, denn eine bisher unveröffentlichte Geschichte von mir ist da drin.

Bitte mach mit! Ich werde es auch, obgleich ich noch keinen blassen Schimmer habe, was ich dazu schreiben werde.

Liebste Grüße
Anna-Lena

von bruni am 20.11.12

Es freut mich, daß Du es gut und richtig findest,liebe Barbara.
Es zwickt hier und da, aber wie toll ist es trotzdem immer noch und hoffentlich noch sehr lange. Einen lieben Gruß an Dich

von ahora am 20.11.12 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

super! dein gedicht, liebe bruni - und genau so ist es - erst eben beim spazierengehen - genau so, wie du es sagst.
liebste grüße barbara

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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